Der dritte und letzte Beitrag zum kriegerischen Geschehen in unserer klettgauischen Nachbarschaft während der ersten Novembertage vor 500 Jahren ist den unmittelbaren Folgen dieser Aufstandsbekämpfung
gewidmet (für die vorangehenden Beiträge, vgl. WeiachBlog Nr. 2303 und Nr. 2304).
Das Postskriptum der beiden Anführer des obrigkeitlichen Heeres an
Erzherzog Ferdinand von Habsburg-Österreich endet in einem klassischen Cliff Hanger (vgl. Schluss von
WeiachBlog Nr. 2304). Der Ausgang der Angelegenheit hängt gleichsam in der Luft.
Rudolf V., Graf von Sulz und
Christoph Fuchs von Fuchsberg wussten am Abend des 4. November 1525 gegen 19 Uhr nicht, ob die Angelegenheit noch blutiger werden würde. Es hätte ja sein können, dass es dem Anführer der Bauern (Klaus Wagner von Griessen) gelingt, seinen Haufen wieder zu sammeln und das habsburgische Heer in Bedrängnis zu bringen.
Nachstehend lassen wir Chroniken und zeitgenössische Quellen zu Wort kommen, diesmal ausschliesslich aus der Eidgenossenschaft. Zuerst die chronikalische Sicht, wie sie die ab 1529 entstandene sog. Berner-Chronik des
Valerius Anshelm, genannt Rüd, gebürtig aus dem Zugewandten Ort Rottweil, darstellt. (Verwendet wird die neuere Ausgabe des Historischen Vereins des Kantons Bern aus der zweiten Hälfte des 19. Jh., hier
S. V, 100-102. Die ältere Ausgabe von 1833 wird an einigen Stellen eingeflochten, wo es dem besseren Verständnis dient.)
A. Die Darstellung in der Berner-Chronik
[III 1560 = Seitenzahl Originalhandschrift]
«Letste gwaltige handlung des grafen von Sultz wider sine Untertanen.
Wie dan der grafen von Lupfen und Fürstenberg, – als sunderlicher puren- und Luterschen vienden, – puren dis puerische ufrůr vast von ersten hatend angezetlet [Anm-100.3: Schon im Sept. 1524 ist davon die Rede in den Tagsatzungen, vergl. namentlich Eidg. Absch. IV, 1a. S. 509.], under vil stucken erklagende, dass si so hart geträngt, dass si weder fir noch růw möchtid haben, ê am firtag müestid schneggenhüsle sůchen, garn zewinden, | [Ausg. 1833, Seitenbeginn 299] erdber, kriesen, schlehen gwinnen, und anders derglichen tůn; den hern und frowen werken bi gůtem weter, inen selbs im ungwiter; das gejägt und d'hund lueften on achtung einiches schadens etc.»
Die Schlacht bei Griessen wird auch von heutigen Historikern oft als der Endpunkt des deutschen Bauernkrieges 1524/25 beschrieben. Damit kehrte der Konflikt sozusagen an seinen Ursprung zurück. Diesen Umstand aufnehmend und den grossen Bogen schlagend nimmt Anshelm Bezug auf einen der kurios wirkenden Anlässe für den Beginn des Bauernkrieges, der seine ersten Aufstandshandlungen im Städtchen Stühlingen im Wutachtal verzeichnete. Dort war der Sitz der Grafen von Lupfen.
Dass die Bauernfamilien für ihre Gräfin (obgenannte frowen) – neben all der anderen Arbeit, die auf einem Hof getan sein will – an Feiertagen auch noch Schneckenhäuser suchen mussten, war aus bäuerlicher Sicht eine besonders sinnlose, ja erniedrigende Forderung. Zumal dann auch noch Schäden durch mit Treibhunden unterstützte Jagdgesellschaften des Grafen und vieles Weitere dazukam.
Selbst die Hundshäuser geplündert...
Im Gegensatz zu ihren Klettgauer Kollegen, die einen rein theologischen Ansatz wählten und die Bibel als richtungsweisendes Lehrbuch der Staatsführung verstanden, haben die Lupfischen Untertanen auch den Rechtsweg an das seit 1495 bestehende Reichskammergericht beschritten, also die höchste juristische Instanz des deutschen Kaiserreichs:
«Deshalb die klagen ins keiserisch kammergericht, zů besseren allerlei uberlästiger beschwerden; desse aber die puren ungestindig [Ausg. 1833: ungestündig: die Frist nicht abwartend], ire gebresten mit meren gebresten understůnden zeheilen. Und wie wol uf des Wirttenbergschen herzogen abzug ob Balingen [Anm-100.4: Bei Rotwyl; d.h. Rottweil] iren ob 60 erstochen warend von graf Fridrich [III 1561] von Fürstenberg, da wund worden, also dass sine undertanen sagten: «sturb unser her, das [S. V, 101] Got wölte, so müestid wir vor leid rote kappenzipfel tragen.» - doch liessends nit nach, biss si ire freidigen [lt. Wörterverzeichnis im Bd. VI: verwegen, übermütig] hern mit wib und kind uss iren vestinen entsazten, win und korn verazten, die wîer gefischeten und die hundshüser geplündreten, mit anhang der Högöischen [Hegauischen] und Schwarzwäldischen hufen.»
Man sieht: Anshelm kritisiert beide Seiten des Konflikts! Der Genannte, Friedrich II. von Fürstenberg (1496-1559), hatte (laut Wikipedia) um die 3000 Landsknechte unter Befehl, die – unter kaiserliches Kommando gestellt – den Bauern heftig zusetzten, was deren Furor natürlich erst recht anfachte und sie seine Schlösser stürmen und seine Besitzungen verheeren liess.
Schaffhausen und Zürich versuchen zu vermitteln, aber vergeblich
«Ein stat Schafhusen, als truwer nachpur, lies dise rot ermanen und erkunden ires bösen fürnemens, und warnen, sich der iren zemüessigen. Do gabs z'antwort, si zugid um wie die krîen im luft, wohin s' das gotswort, der geist und die notturft wiste, köntid on ire brüeder nüt zůsagen. Wurden aber streng ingetan.»
Die Schaffhauser Regierung war – genauso wie ihre Zürcher Kollegen – schon aus eigenem Selbsterhaltungswillen gezwungen, zwischen den Bürgerkriegsparteien auf Reichsboden zu vermitteln. Denn auch unter ihren eigenen Bauern gärte und rumorte es. Der Versuch, die Bauernrotten in den lupfischen und fürstenbergischen Gebieten von ihrem Treiben abzuhalten, habe aber nur den kecken Kommentar ergeben, sie seien wie ein Krähenschwarm in der Luft. Und ausserdem würden sie mit anderen Krähenschwärmen kooperieren.
Die Bauern der Landgrafschaft Klettgau nahmen sich die Feinde des Fürstenbergers zum Vorbild und blieben bis zum bitteren Ende auf ihrem Kurs, einem weit gediehenen Vermittlungsversuch vom Juli in Radolfzell zum Trotz:
«Nun disen, als einer art pursame, hieng an die purschaft der grafschaft Kleckgöw, Tiengen und Küssenberg, deren her graf Růdolf von Sultz, obrister regent des regiments Isbruck [Ausg. 1833: Insprugk = Innsbruck], erbhofrichter des keiserischen hofgerichts Rotwil [Rottweil], zů Zürich burger. Welche, nach strenger abwisung irer brüeder, sich zůr | [1833: S. 300] letze der grusamen ufrůr hat ufenthalten biss uf den vierden tag November – was Samstag – da si von [III 1562] irem herren mit für und isen genöt, rouchig und blůtig můst des morgens abgeschlagnen z'nacht annemen, den bericht, der iren vorhin uf 25. tag Julii von den Oesterrichischen und Schwäbisch-püntischen [Schwäbischer Bund] regenten zů Zell am Underse [Radolfzell am Bodensee; vgl. EA IV 1a, S. 744-746] was fürgeschriben, in biwesen der boten von Zürich und Schafhusen, die nach al irem fridlichen vermögen zům miltisten gern hätid gescheiden, und unabläslich noch des tags im väld zescheiden anhielten; aber da was kein volg, unss si bi Griessen [Anm. 101.1: In der Nähe von Eglisau, aber auf der nördlichen Seite des Rheins. (...) ] in starker letze überrent und geschlagen, die hand jämerlich ufbot.»
Anshelm gibt hier die Sicht der eidgenössischen Obrigkeiten wieder: Schaffhauser und Zürcher hätten sowohl in Radolfzell, wie im November und selbst noch am Tag der Schlacht bei Griessen zu vermitteln versucht und es wäre ihnen lieber gewesen, wenn die Sache ohne Blutvergiessen geendet hätte.
Nur eben: die Klettgauer Bauern wollten davon nichts wissen – was eingedenks des knallharten Inhalts dieses Unterwerfungsvertrags nicht wirklich verwundert – und wurden dann «bi Griessen in starker letze überrent». Gerade diese Beschreibung einer starken Befestigung lässt die Darstellung Bilgers, das Haupttreffen habe im Gemäuer des Heidenschlössli westlich Geisslingen stattgefunden, plausibler erscheinen.
Fatale Fehleinschätzung der Lage durch Klettgauer Bauern
Jetzt kann man sich fragen, woher die Sturheit der Bauern unter ihrem Griessener Anführer Wagner rührte. Anshelm erklärt das folgendermassen:
«Si hat sich getröst uf der Eidgnossen verwante nachpurschaft, und besunder uf die von Zürich, die ira hatend schirm und hilf zůgesagt; ja zům gotswort, das wol stůnd, aber nit zůr ufrůr, die dasselbig umstöss und nit mocht erliten werden.»
Die Klettgauer Bauern glaubten, ihre ebenfalls reformiert gewordenen Glaubensgenossen würden ihnen – wie schon im Falle von Waldshut – zu Hilfe eilen und sie tatkräftig im Kampf unterstützen. Dabei liessen sie ausser Acht, dass die Zürcher ihren eigenen Untertanen (die ihnen Heerfolge leisten mussten) streng verboten hatten, sich im Ausland in diesen Konflikt einzumischen (vgl. die Fortsetzung Anshelms im nächsten Zitat).
Unterschätzt wurde von den Klettgauern auch die Elitensolidarität, namentlich das Burgrechtsverhältnis zwischen den Grafen von Sulz und der Stadt Zürich sowie die Angst vor einem Erfolg der Bauern. Damals kursierende täuferische Ideen waren ja fast schon kommunistisch inspiriert, was natürlich den wirtschaftlichen Interessen der Machthaber beider Seiten diametral zuwiderlief. Diese stellten sich daher auf den Standpunkt, die Bibel ermächtige nicht zum Aufruhr gegen die rechtmässigen Obrigkeiten, eine Haltung, die auch Martin Luther vertrat.
Brennende Häuser und flüchtende Zivilbevölkerung
Anshelm beschreibt neben dem unmittelbaren Strafgericht des Landgrafen Rudolf am 5. November und der Anzahl Gefallener des Vortages und der Nacht auch die Schäden an der Infrastruktur (wohl namentlich in Griessen) sowie die Fluchtbewegungen der Zivilbevölkerung nach Süden, die schon in der ersten Hälfte der Nacht einsetzten:
«Der graf lies iren predicanten einem die ougen usstechen, der starb vor schmerzen, und den andren [III 1563] an ein bom henken. So warend der puren bi 200 umkomen und vil hüser verprent, wib und kind [S. V, 102] mit so jämerlichem schrîen und weinen gon Keiserstůl bi nacht geflohen, dass man s' uss erbärmd můst inlassen. Wie wol der lantvogt von Baden dargeschikt, gar niemands in-, noch uss solt lassen, wan d'Eidgnossen sich nüt der ussländischen annemen wolten, dennocht sind etlich Züricher und Schafhuser, die als nächste nachpuren und gfrünt, aber wider verbot, zůgeloffen, ob dester ê gescheiden oder geholfen wurde, an der schlacht beliben. [Anm-102.1: Die Berichte des Landvogts Ulrich Türler von Baden darüber sind abgedruckt Eidg. Absch. IV, 1a. S. 800 und 801.]»
Die in Luzern versammelten Gesandten der eidgenössischen Stände wollten in diesem Konflikt strikt neutral bleiben und haben daher dem Urner Ulrich Dürler befohlen, die Grenze zur gemeineidgenössischen Grafschaft Baden dichtzumachen, d.h. die Rheinbrücke zu sperren. Das gelang aber nicht ganz nach Wunsch, denn einerseits haben trotzdem eidgenössische Untertanen in der Landgrafschaft Klettgau gekämpft und sind laut Anshelm teils «an der schlacht beliben», d.h. gefallen, und andererseits mussten die Kaiserstuhler aus humanitären Gründen Flüchtlinge in ihre Stadt hineinlassen.
B. Die Berichte des Landvogts Ulrich Dürler an die Tagsatzung
Damit kommen wir zu den Originalquellen aus diesen Novembertagen. Einen Hinweis darauf habe ich bereits in WeiachBlog Nr. 1364 publiziert: die Miszelle von Gerold Meyer von Knonau (1843-1931) im Anzeiger für Schweizerische Geschichte von 1877 unter Pt. «107. Kleinere Mittheilungen». Hier der auf die Nacht vom 4. auf den 5. November 1525 bezogene Abschnitt:
«Nach der Niederwerfung des Bauernaufstandes im Klettgau durch den Grafen Rudolf von Sulz, Ende 1525, schrieb der Landvogt zu Baden, der Urner Türler, an die Luzerner Regierung und die eidgenössischen Boten am 4. November, dass nach dem Kampfe viele Bauern nach Kaiserstuhl entronnen seien, auch wehklagende Weiber und Kinder: «die man nun inglan hat, das ich nun da nit han mögen erweren, denn sy under einandern gefründt sind, dessglichen ir kilchgnossen und nachburen, dass sy sy nit hand wellen usschlachen».»
Sind also neben Zivilisten (Frauen und Kindern) auch mögliche Kombattante in die Stadt Kaiserstuhl eingelassen worden? Den Hinweis, die hineingelassenen Flüchtlinge seien «ir kilchgenossen», kann man kaum anders interpretieren, als dass es sich bei diesen Leuten nicht nur um Griessener, sondern (auch) um Einwohner von Hohentengen, Herdern und Lienheim (allenfalls Bergöschingen) gehandelt haben muss. Denn nur diese waren an die Pfarrkirche der Stadt Kaiserstuhl in Hohentengen kilchgenössig.
Waren Weiacher beteiligt?
Es könnte sogar sein, dass auch Weiacher Männer eingelassen wurden, die sich verbotenerweise am Kampf beteiligt haben – dabei allenfalls verwundet wurden – und sich über die Bergkette des Kalter Wangen flüchten konnten. Die Sympathien waren sicher vorhanden (vgl.
WeiachBlog Nr. 2222). Es gab verwandtschaftliche Beziehungen über den Rhein. Ausserdem war die Reformation noch taufrisch und etliche Weiacher im Herzen noch fest mit der Kirche ennet dem Rhein verbunden. Das zeigt sich auch daran, dass sich die Weiacher in ihrem Begehren um einen eigenen reformierten Prädikanten selbst 1540 noch als «
gehörend über Rhyn zur Kilchen gen Dengen» bezeichnen
.
Abschied Nr. 319n (Zusammenkunft ab dem 3. November 1525 in Luzern)
Meyer von Knonau zitierte 1877 aus einem 1873 publizierten Band der Eidgenössischen Abschiede (
EA IV 1a), der die von Johannes Strickler bearbeiteten Jahre 1521-1528 umfasst.
Als Traktandum 13 von 22 wurde über ein in der Nacht vom 4. auf den 5. November in Kaiserstuhl verfasstes Schreiben (vgl. «1) ...» unten) entschieden. Stricklers Regest dazu lautet:
«
Der Landvogt von Baden [
Ulrich Dürler]
berichtet schriftlich, wie Graf Rudolf von Sulz im Kleggau seine Bauern überwunden und jetzt ein wohlgerüstetes Heer bei sich habe, bei dem auch viel Adel sei; wie die armen Leute nach Kaiserstuhl flüchten, wo man ihnen Einlaß gestattet habe, sc. -- Deßhalb wird dem Landvogt befohlen, sich der Sache nicht anzunehmen, sondern nur dafür zu sorgen, daß die Unsrigen sich ruhig verhalten, und über Alles genau Nachrichten einzuziehen.» (EA IV 1a, S. 797-798)
Zu 319n hat Strickler zwei Originaldokumente transkribiert und in die Sammlung aufgenommen (EA IV 1a, S. 800-802):
1) Geschlagene Kombattante und Zivilflüchtlinge vor den Toren Kaiserstuhls
1525, 4. November (Samstag nach Allerseelen), Nachts, in Kaiserstuhl.
«Ulrich Türler, Landvogt zu Baden, an die eidg. Boten in Lucern, event. an Letzteres.»
Dieser Bericht bildet in seinem ersten Teil ein Komplement zum Kronzeugen-Dokument (vgl.
WeiachBlog Nr. 2304), indem der Landvogt u.a. den Zeitpunkt der finalen Ablehnung der Vermittlungsakte durch die Bauernführer mit 4. November, ca. 10 Uhr angibt:
«Uf das nächst schriben, so ich üch gethan, .. bin ich zuo Keiserstuol beliben und da mit deren von K. hilf verschaffet, daß niemant den puren zuozuge oder bistand täte, und was joch mine herren etliche Ort zwüschet dem grafen von Sulz und sinen puren güetlich gehandlet hend, hat doch dasselbig nüt geholfen; denn die puren hend den bericht nit wellen anne(me)n, so inen fürgehalten .. ist. Und uf Samstag vormittag umb die zechenden stund, so sy den bericht abgeslagen hand, so het der graf sy uf der nacht angriffen und inen etwan vil erschlagen, und etwan vil entrunnen, die denn uf der nacht gen K. sind kommen, die da wund sind und ander, deßglichen ein großen überfall mit wyb und kinden, die da mord schryent, die man nun inglan hat, das ich nun da nit han mögen erweren, denn sy under einandern gefründt sind, deßglichen ir kilchgnossen und nachburen, daß sy sy nit hand wellen usschlachen. Und lan üch wüssen, daß ich ... zum besten handlen, damit sy sich der lüten nit beladent, damit das spil nit nacher über uns gienge [S. 801] und schickt (ich) ouch für und für kundschaft us, ob sy etwas fürnemens wärent gegen uns; denn einer möcht (in) ein(er) stund von K. dargan, da sy einanderen geschlagen hand. Und lass üch wüssen, daß ein große unruow zu K., deßglichen an anderen anstößen ist, daß ich schier nit weiß, wie ich mich halten soll; ich will aber nach minem besten vermügen handlen und thuon» … Bitte um schleunige Befehle sc. [Quelle:] St. A. Bern: Absch. Y. 169-170 (Copie).
Dürler macht auch klar, dass sich sowohl verletzte wie unverletzte Kombattante auf der Nordseite des Rheins bis vor Kaiserstuhl gerettet haben, weiter Frauen und Kinder. Ob nur letztere ins Städtchen eingelassen wurden, oder auch die Kämpfer, ist m.E. nicht ganz klar. Der Landvogt versuchte jedenfalls auch durch eigene Aufklärungselemente die weiteren Absichten des obrigkeitlichen Heeres zu erkunden.
Man beachte, dass Dürler nichts davon schreibt, die Vorhut des Habsburgerheeres sei vor der Ortschaft Griessen auf die Aufständischen gestossen. Die Angabe «da sy einanderen geschlagen hand» kann sich sowohl auf Griessen selber wie ein anderes Kampffeld beziehen, weiter westlich Richtung Lauchringen (bspw. das Heidenschlössli) oder östlich im Rafzerfeld (wie Priebe behauptet). Welche Lokalität,
die in einer Stunde zu erreichen sei, auch immer gemeint war: Sie unterschätzt den tatsächlichen Zeitbedarf, es sei denn man lege es auf einen Eilmarsch an. Die Fussdistanz Kaiserstuhl–Griessen beträgt immerhin rund 10 km, die nach Geisslingen und Wil ZH ebenfalls.
2) Sonderbehandlung für Zürcher Untertanen im Kirchhof zu Griessen
1525, 9 November (Donstag vor Martini).
Ulrich Türler, Landvogt zu Baden, an Lucern.
«Strengen sc. sc. [Anredeformel]
Ich füeg üch zuo vernemen, daß ein guote zal der pursame erschlagen und by den ije [gegen 200] in den kilchhof und kilchthurn zuo Grießen entrunnen und kommen und allda belägert worden, und sich die nacht gewert, doch vor tag sich begeben, dann graf Ruodolf hat si (für) ir leben gefryt; wo ouch graf Ruodolf nit so fast gewert hette, wäre iren wenig davon kommen, dann dem züg ganz gretz über si gewesen. Es sind ouch etlich uß Zürichpiet im kilchhof begriffen worden, die hat man uszogen bis in hosen und wambsel, inen ir gwer genomen und jedem ein wiß steblin in die hand geben und einen eid schweren lassen, in jarsfrist wider f. Dt. [fürstliche Durchlaucht] von Oesterrich nit zuo züchen, ouch angends heim zuo iren herren und obern zuo keren und was dieselben inen für ein straf uflegen, derselben zuo gewarten; und uß den vermelten ije [200, s. oben], so im kilchhof gewesen sind, hat graf Ruodolf genomen, namlich den houptman, ij pfaffen und iij puren, sind ij von Waldshuot gesin, und nachdem er si des lebens gefrist [sic!], hat er dem houptmann, deßglich dem einen pfaffen beide ougen lassen usstechen und darzuo ir jedem iij finger an der rechten hand abhowen lassen, ouch den ij von Waldshuot ir jedem iij finger abgehowen und inen damit den pfaffen, so (dem) die ougen usgestochen sind, angehenkt, mit inen gan Waldshuot zuo füeren; den andern pfaffen hat herr Christoph Fuchs zuo sinen handen genommen und den f. Dt. überantwurt, dann er siner Dt. eigen man sye, vermeinende, f. Dt. werde im die ougen usstechen und die zungen abhowen lassen, und uf sölich ergangen handlung so loufent die puren im Klecköw allenthalb zuo graf Ruodolfen schwerent und huldent im wie dann ir an disem bericht sechen mögent, den ich üch hierin verschlossen zuoschicken (d. d. 4.-7. Nov.).»
Dieser letztgenannte Vermerk «de dato 4.-7. Nov.» bezieht sich auf Punkt 3 der von Strickler erwähnten Unterlagen zu Abschied Nr. 319n: «In den Tagen vom 4. bis 7. November wurde mit den Kleggauern ein neuer Vertrag gemacht, der den in Nr. 294 [EA IV 1a, S. 744-746. Abschied Radolfzell, 25. Juli 1525]
mitgetheilten Vorschlägen größtentheils gleichlautet. Einen wörtlichen Abdruck dieses letzten Vergleiches hat Schreiber, a.a.O. III, 171-173.»
Laut Anshelm starb der geblendete Geistliche an den Schmerzen und der zweite Geistliche soll an einem Baum aufgehängt worden sein (was ein Wortbruch an der von Dürler berichteten Zusage Graf Rudolfs wäre, die im Kirchhof Belagerten mit dem Leben davonkommen zu lassen).
Alle anderen Details findet man aus zeitnäherer Berichterstattung bei Dürler. In diesem ersten Teil seines Schreibens rekapituliert er die Ereignisse des Wochenendes auf der Reichsseite des Rheins.
Wie man sieht, sind die Zürcher Untertanen sehr glimpflich davongekommen. Graf Rudolf vertraute darauf, dass die fremden Zuzüger von ihrer eigenen Obrigkeit abgeurteilt würden. Er wollte es offensichtlich mit den Eidgenossen und insbesondere den Zürchern nicht verscherzen. Es ist dennoch unwahrscheinlich, dass das im Zürcher Staatsarchiv liegende Verzeichnis (
StAZH A 27.3.7, Nr. 39, ediert als QZH 100, vgl. Kapitel C unten) direkt von einem Schreiber der Landgrafschaft Klettgau erstellt und anschliessend nach Zürich geschickt wurde.
Wie sicher sich Graf Rudolf auf dem diplomatischen Parkett bewegt und es verstanden hat, allfällige Wogen zu glätten, zeigt der zweite Teil des Schreibens Dürlers an Luzern (dem Gastgeber und Tagungsort ab dem 3. November; vgl. Abschied Nr. 319): Der Graf liess Landvogt Dürler durch seinen Boten die Einladung zu einer Konferenz auf der Küssaburg zukommen.
Diplomatischer Austausch zwischen Graf Rudolf und Landvogt Dürler
«Witer so hat bemelter graf Ruodolf von Sulz mir by eignem botten enbotten und gebetten, daß ich uf Zinstag früe [also auf Dienstag, den 7. November] by sinen gnaden uf dem schloß Küssenberg, da ich in einer stund sin möge, (erschine?), dann sin g. [sin gnaden; d.h. Graf Rudolf] habe etwas mit mir zuo reden.»
Auch hier ist ein Eilmarsch angesagt, wenn man von Kaiserstuhl aus die Küssaburg innert einer Stunde erreichen will. Zu Pferde geht das eher, was denn auch des Landvogts bevorzugtes Verkehrsmittel war:
«Uf sölich sin bitt und ernstlich beger so bin ich zuo sinen g. geritten und hab den vogt [mutmasslich der fürstbischöflich-konstanzische Obervogt auf Schloss Rötteln], deßglichen die beid schultheißen zuo Keiserstuol mit mir genomen; und als wir nun zuo sinen gnaden komen, hat sin g. minen gnedigen herren den Eidgnossen, ouch mir, des ersten fründlichen gedanket der bricht und (des) anstands, so ich hür umb Sant Johanns tag nächst vergangen [24. Juni 1525] zwüschent sinen g. und der gepursame im Klecköw gemacht, deßglich jetz mit fürsechung, daß niemand der üwern wider sin g. (sich) erhebt noch geloufen, sölichs umb üch und ander min gnedig herren, ouch umb mich, wo sich das jemer begebe, mit geneigtem und guotem willen zuo verdienen, mit vil me und andern fründlichen worten.»
Graf Rudolf anerkannte hier die Verbote auf eidgenössischer Seite an ihre Untertanen, sich als Reisläufer in die Angelegenheit einzumischen. Die Anzahl der Zürcher Untertanen hielt sich verglichen mit den Zahlen der vier Rafzerfelder Gemeinden denn auch in Grenzen: Nur 19 namentlich bekannte Männer, die im Kirchhof zu Griessen belagert wurden, stammten aus anderen Gebieten des Zürcher Staates (s. unten Kapitel C).
«Und als ir und ander min gnedig herren mir gschriben hatten, dem vermelten graf Ruodolfen zuo schriben, nit zuo verargen das flöchnen, so siner g. armen lüt zuo denen von Keiserstuol und andern gethan, hab ich, vor und ee sölich mir überantwurt (befelch) mundlich mit sinen gnaden gethan (sic), sidmal und er mich beschriben, daß sin g. sölichs in deheinem bösen noch argem anzenemen, dann die so sölichs gethan, syent by siner g. armen lüten gefründt und verwandt, und sye von erbärmd und deheiner andern ursach wegen beschechen, mit andern mer worten. Hat sin g. mir geantwurt, nein, sin g. möchte erliden, daß sine armen lüt sich anders gegen im geschickt und erzöigt, daß er sölichs nit bedörfen hette, und was da geschechen, sye im in trüwen und von herzen leid.»
Vorstehend bestätigt sich, wie der Graf sein Vorgehen in der letzten Phase des Krieges (Annäherung über Fützen auf Stühlingen) in den Schreiben an Erzherzog Ferdinand selber erläutert (vgl.
WeiachBlog Nr. 2304). Das gewaltsame Ende war die letztlich ungewollte ultima ratio.
Und das ist auch nachvollziehbar. Welcher Regent mit auch nur minimalem Hausverstand schiesst sich schon absichtlich wirtschaftlich in den Fuss, indem er ohne Not eigene Dörfer abfackeln und Steuerzahler durch Söldner
massakrieren lässt?
Bestätigung der althergebrachten Heerfolge gegenüber den Eidgenossen
«Sodann hab ich an sin gnaden lassen langen von wegen den dryen dörfern, so in siner grafschaft ligen und aber minem g. [min (!) gnaden] herren von Kostenz zuogehörig sind und mit einer grafschaft Baden reisen müessend [gemeint sind Lienheim, Hohentengen und Herdern]; hab ich besorgt, soverr und er sy eiden, daß sölichs der grafschaft Baden oder denen von Keiserstuol nachteilig sin wurde, und als ich sölichs sinen gnaden angezöigt, ist sin g. güetlich davon gestanden und dem vogt von Keiserstuol bewilget, daß er sölichen eid, wie von alter har gebrucht sye, in namen mines gn. herren von Kostenz innemen sölle, wie dann der jetzig bericht das zuogebe, damit sölichs minen g. herren den Eidgnossen, der grafschaft Baden noch denen von Keiserstuol deheinen nachteil gebäre noch bringe.»
Graf Rudolf hat sich also von seinem militärischen Erfolg nicht im Ansatz verleiten lassen, den Zürchern ihr Recht auf die Heerfolge streitig machen zu wollen, oder sonstwie dem Fürstbischof (Inhaber der Niedergerichtsbarkeit über die drei Dörfer) oder den Kaiserstuhlern zu schaden.
Der abschliessende Punkt des Schreibens dürfte die Luzerner Regierung sowie die Tagsatzungsherren ebenfalls beruhigt haben:
Hauptstreitmacht in die Landgrafschaft Stühlingen zurückverschoben
«Sodann füegen ich üch ze wüssen, daß graf Ruodolf sinen züg wider uß dem Klecköw hinder sich gan Stüelingen geschickt, damit sine armen lüt nit witer geschädigt werdint, usgenommen etlich grafen, edellüt und landsknecht, nit vil, die hat er by im behalten bis sine armen lüt all widerumb gehorsame thüegent, [S. 802] und ob sich etlich dann sperren wurden, sind si noch vorhanden, sy gehorsam ze machen.
Und als dann ir und ander min gn herren mir zuogeschriben, ufzeluogen und zuo versechen, das hab ich allenthalben gethan und bin also uf Mitwuchen widerumb heim gan Baden geritten.» ...
Versprechen weiterer Nachrichten. Bitte um Bescheid und Mittheilung an Uri. [Quelle:]
St A Lucern: Missiven [mutm.
StALU TG 173].
Auch hier hat Graf Rudolf sehr umsichtig gehandelt, indem er lediglich ihm loyale Führungselemente in der Landgrafschaft unter Waffen behielt, bis die Huldigungen erfolgt waren. Den Grossteil der habsburgischen Söldnerverbände hat er jedoch wieder nach Stühlingen zurückverschieben lassen, dem Lauf der Wutach nach aufwärts.
C. Verzeichnis der Zürcher, die im Kirchhof zu Griessen waren
Dies lässt sich aus etlichen Vermerken ableiten, die festhalten, dass eine namentlich genannte Person nicht vor Ort sei, oder dass ein nicht vor dem Protokollanten Stehender zugegeben haben
soll, es seien noch andere aus seinem Heimatdorf beteiligt gewesen, die er aber nicht nennen wollte.
Die Liste könnte eine Zusammenstellung sein, die auf Meldungen aus verschiedenen Zürcher Vogteien basiert, deren Verfolgungseifer in dieser Angelegenheit durchaus unterschiedlich gewesen
sein mag.
Einen massgeblichen Anteil hatte wohl die Landvogtei Eglisau, möglicherweise durch separate Termine mit kommunalen Amtsträgern der Rafzerfelder Gemeinden, wie bspw. für Wasterkingen, wo keiner der Zuzüger der Aufständischen bei der Aufnahme der Liste anwesend war.
Zumindest der erste Eintrag beruht offensichtlich auf einer Anzeige: «Heinrich Schnetzler uß der grafschafft Kiburg, sitzt uff einem hoff ob Eglisow, Töschried
genant, diser hat die anzeigt und sind aber nit hie.»
Den Hauptharst der Zuzüger mit einem herrschaftlichen Bezug zum Zürcher Staat (Niedergerichtsherr) machen die Rafzerfelder aus, deren Heerfolge unstreitig dem Grafen von Sulz (Inhaber der Hochgerichtsbarkeit) zustand:
33 aus Wil ZH (fünf Tote)
21 aus Wasterkingen (vier Tote)
17 aus Rafz (keine Angabe betr. Gefallenen)
14 aus Hüntwangen (vier Tote)
Nach Ansicht Neukoms sind diese 13 Gefallenen aus dem Rafzerfeld in der Liste nicht namentlich aufgeführt, d.h. in obigen Zahlen der Gemeinden nicht enthalten.
Lediglich 19 namentlich bekannte Kämpfer (Neukom zählt 20) waren Zuzüger aus anderen Gegenden des Zürcher Herrschaftsgebietes. Bei ihnen lag die Hoheit über ihre Wehrkraft mehrheitlich bei den Zürchern:
1 Tössriedener
Mind. 1 Uhwieser, aber auch weitere nicht namentlich genannte
2 Bülacher
8 Eglisauer
1 Weininger (Hochgericht bei der gemeineidgenössischen Grafschaft Baden)
2 Oberglatter
3 aus Buech am Irchel, und
1 Klotener
Es dürften aber doch einige mehr gewesen sein, wie die Weigerung des einen namentlich aufgeführten Mannes aus Uhwiesen (nahe dem Rheinfall) zeigt. Er wollte die Namen weiterer Uhwieser nicht nennen. Kein Wunder: Die Zürcher Untertanen wussten alle, dass sie etwas explizit Verbotenes tun, wenn sie den Klettgauern militärisch in eigener Person Sukkurs geben.
D. Wie kommt Hedinger auf seine Zahlen?
Zur verbotenen Beteiligung der Zuzüger an den Waffengängen im sulzischen Klettgau hat Heinrich Hedinger, späterer Dr. h.c. und damals schon bekannter Regionalhistoriker, im Rahmen
seiner Unterländer Reformationsgeschichte folgende Passage publiziert:
«Im Mai dieses Jahres [1525] halfen trotz Ratsverbot über 100 Rauflustige aus dem Weinland und Unterland den Klettgauern bei der
Belagerung der großen Festung Küssenberg [Küssaburg] und nachher noch im Kampf gegen den Grafen von Sulz. Ihrer 13 kamen beim Gefecht auf dem Grießener Friedhof um, und
36 Gefangene wurden bis aufs Hemd ausgezogen und so fortgejagt.» (Hedinger 1935, S. 55)
Als Quelle nennt er Fridolin Kundert. Ob sich dieser in seinen Blättern zur Heimatkunde des Rafzerfeldes (offenbar nur zwei Jahrgänge erschienen) auf
Originalquellen beruft und wenn ja, auf welche, dem wäre noch nachzugehen.
E. Verleumdungsklage gegen einen Lottstetter
Dass sich die Klettgauer Bauernschaft von den Zürchern verraten und verkauft vorkam, dürfte nachvollziehbar sein, schliesslich kämpften sie für den reformierten Glauben und die gerechte Sache. Umso unverständlicher war die Kungelei mit ihrem Landesherrn.
In den auf das Debakel im Kirchhof von Griessen folgenden Wochen schwirrten Verschwörungstheorien herum. Gegen eine, die den Eidgenossen Bestechlichkeit unterstellte, ging die Landgrafschaft Klettgau mit harter Hand vor. Das kann man dem Regest zu StAZH C I, Nr. 1077, einer Gerichtsurkunde vom 29. Januar 1526, entnehmen:
«Peter Bierer, freier Landrichter im Klettgau, hält im Namen von Graf Rudolf von Sulz, Landgraf im Klettgau, in Griessen auf freier Reichsstrasse Landgericht, wobei Jos von Kuosen und Niklaus Brunner, Zunftmeister von Zürich, Conrad Meyer und Hans Rudolf, Zunftmeister von Schaffhausen, Anwälte der Städte Zürich und Schaffhausen, als Kläger, Meinrad Lüte von Lottstetten als Angeklagter erscheint, da er die Zürcher und Schaffhausen geschmäht hat, sie hätten Geld angenommen, damit sie den Bauern im Klettgau nicht zu Hilfe kommen müssten. Der Scharfrichter wird beauftragt, Meinrad Lüte die Zunge zu schlitzen. Es siegeln Conrad von Jestetten und Conrad Hegentzer von Wasserstelz, Vogt zu Kaiserstuhl.»
Damit dürften wir auch den Namen des fürstbischöflich-konstanzischen Obervogts vor uns haben, der Landvogt Dürler am 7. November 1525 auf die Küssaburg begleitet hat.
Quellen und Literatur
- Urteil des Landgerichts der Landgrafschaft Klettgau, auf freier Reichsstrasse in Griessen, 29. Januar 1526. Gesiegelte Urkunde. Signatur: StAZH C I, Nr. 1077.
- Valerius Anshelm's, genannt Rüd, Berner-Chronik, von Anfang der Stadt Bern bis 1526. Herausgegeben von E. Stierlin, erstem Pfarrer am Münster und Dekan, Mitglied der schweizerischen geschichtforschenden Gesellschaft. Sechster und letzter Band. Die Jahre 1521 bis und mit 1526. Sammt Register über das ganze Werk. Bern 1833 – S. VI, 298-300.
- EA IV, 1 a: Die Eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528. Bearbeitet von Johannes Strickler. Der amtlichen Abschiedesammlung Band 4, Abtheilung 1a. In: Amtliche Sammlung der ältern Eidgenössischen Abschiede. Herausgegeben auf Anordnung der Bundesbehörden unter der Direktion des eidgenössischen Archivars Jakob Kaiser. Brugg 1873 – S. 797-798, 800-802.
- Die Berner-Chronik des Valerius Anshelm. Herausgegeben vom Historischen Verein des Kantons Bern. Fünfter Band. Bern 1896 – S. V, 100-102.
- Hedinger, H.: Die Reformation im Zürcher Unterland. In: Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 1936. Zürich 1935 – S. 41-72; hier: S. 55. Zweitverwendung in: Viertes Wehntaler Jahrheft des Unterländer Museumsvereins 1939/1940. Bülach 1940 – S. 14-15. [JhZUMV]
- Stadler, H.: Ulrich Dürler. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version von 1999 (Artikel aus der HLS-Druckversion, bearbeitet am 22.07.2004).
- Brandenberger, U.: Eine Zürcher Trommel in Hohentengen. WeiachBlog Nr. 1364, 2. April 2018.
- Neukom, Th.: Diß sind zue Grießenn im kilchhoff gweßenn. Verzeichnis von Zürchern, die 1525 an der Schlacht bei Griessen beteiligt waren. QZH 100. Quellen zur Zürcher Geschichte, hg. von Staatsarchiv des Kantons Zürich, transkribiert von Thomas Neukom. Signatur: StAZH A 27.3.7, Nr. 39. Datierung: November 1525 (ca.).
- Brandenberger, U.: Gab es eine «Schlacht im Rafzerfeld»? WeiachBlog Nr. 2303, 3. November 2025.
- Brandenberger, U.: Nahe Griessen spielte sich das Haupttreffen ab. WeiachBlog Nr. 2304, 4. November 2025.
Weiterführende Literatur zum Bauernkrieg im Klettgau
- Kundert, Fridolin: Blätter zur Heimatkunde des Rafzerfeldes, I, Wil ZH 1932 – S. 16-23. [StAZH Bib. Dc R 1.8]
- Müller, Emil: Der Bauernkrieg im Kreise Waldshut. Ettikon 1961 – S. 83-85.
- Scott, Tom: Reformation and Peasants’ War in Waldshut and Environs: A Structural Analysis (Part 2). In: Archiv für Reformationsgeschichte, Jg. 70 (1979) – S. 140-169; hier S. 164.
- Schwerhoff, Gerd: Der Bauernkrieg. Geschichte einer wilden Handlung. München 2024 – vgl. S. 493-495 zum Showdown in Griessen.
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