WeiachBlog

Sonntag, 21. Juni 2009

Initiativrecht kaltblütig ausgehöhlt

Im Zürcher Unterländer vom Samstag, 20. Juni 2009 erschien auf der Leserbriefseite (S. 12) ein Beitrag des EVP-Politikers Daniel Elsener aus Weiach. Titel: Kontrolle des Souveräns bei Langzeitpflege ausgehebelt..

Der ZU wollte den Text nur gekürzt abdrucken, da interne Richtlinien die Höchstlänge einer Leserzuschrift auf 2700 Zeichen inkl. Leerschläge begrenzen. WeiachBlog kennt solche Begrenzungen nicht. Wir bringen den vollen Wortlaut.

Hintergrund: am 23. Juni findet in Weiach ab 20 Uhr eine Gemeindeversammlung statt. Thema ist im Traktandum 3 der politischen die Revision der Statuten eines Zweckverbands, die sich klar gegen die demokratische Mitsprache kleiner Gemeinschaften richtet. Lesen Sie selbst - und gehen Sie an die Gemeindeversammlung!

Kontrolle des Souveräns bei Langzeitpflege ausgehebelt !

Die Statutentotalrevision für den Zweckverband (ZV) Langzeitpflege Bezirk Dielsdorf ist noch immer nicht abgeschlossen. Nur die Gemeinde Weiach müsste noch zustimmen.

Ich muss davon ausgehen,- viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben nicht gewusst, dass unter dem schön klingendem Titel Einführung von Initiativ- und Referendumsrecht, die Mitsprache des Souveräns in den Statuten gleich wieder ausgehebelt wird.

1. Anders als im ZV Sozialdienste wo das Verhältnis zu kantonalen Angelegenheiten die benötigten Unterschriften von 500 in 6 Monaten (Initiative) zu 250 in 60 Tagen (Referendum) gewahrt ist, sind ausgerechnet im sensiblen Bereich Gesundheit die nötigen Unterschriften mit 800 zu 800 in 30 Tagen klar überhöht und somit ein Mitspracherecht der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Sachen Zweckverband Langzeitpflege unerwünscht! Dies trotz den gleichen 22 Verbandsgemeinden und gleichermassen erhöhten Finanzkompetenzen.

2. Gänzlich ausgehebelt wird die demokratische Kontrolle des Souveräns im Artikel 18 unter Ausschluss des Referendums die 7 Punkte umfasst. Anders wie an den normal üblichen zwei Gemeindeversammlung im Jahr darf der Stimmbürger nichts aber gar nichts zu Voranschlag und Rechnung sagen oder abstimmen. Nur noch bezahlen der Betriebsdefizite und Investitionen über die Steuerrechnung und den davon galoppierende Krankenkassenprämien ist erlaubt. Wer zahlt befiehlt geht (gilt) hier gar nicht mehr! Das widerspricht doch unseren direkt demokratischen Strukturen und meiner Meinung nach, -auch der neuen Kantonsverfassung.

Wenn die Kontrolle entzogen ist darf man sich nicht wundern, wenn im Gesundheitswesen die Kosten dank kapitalen Interessen der Akteure und Leistungserbringer in den Himmel schiessen. 20 Jahre negative Kosten-Erfahrungen besitzt man heute schon damit ! Und ich bin mir nicht ganz sicher ob man der Bevölkerung einen Gesundheits-Rolls-Royce aufgeschwatzt hat, der bald kaum noch finanzierbar ist. Zudem ist sich die Delegiertenversammlung offenbar nicht ganz klar was sie mit dem Namen Langzeitpflege alles machen will, wie der verwirrliche Titel und Untertitel verrät. Soll's nun ein Gesundheitszentrum sein, oder Gesundheit und Pflege oder doch nur Langzeitpflege? Die Frage sei erlaubt: Ist für die komplexe Art Symbiose des gemischt wirtschaftlich geführten Unternehmens Spital Dielsdorf (Privat=Gewinn und Staatlich=Verlust) der Zweckverband überhaupt noch die richtige und zukunftsgerichtete Organisationsform? Hingegen klarer sieht man es beim Zweckartikel, wo man nebenher auch um den weiteren Ausbau besorgt ist. Ausbau und Wachstumswünsche gehören aber für mich nicht in den Zweckartikel sondern an die Urne!

In meinen Worten, um es klar zu stellen, geht es nicht um die Vertrauensfrage sondern um die Kontrolle (Vertrauen ist gut , Kontrolle ist besser). Wenn der Stimmbürger oberstes Organ im Verband ist, hat er oder sie auch die oberste Kontrollfunktion.

Solche Anträge sollten Anbetracht der explodierenden Gesundheitskosten, -auch für die Gemeinden und den Steuerzahler, in Zukunft nicht mehr so unbedarft unkritisch an Gemeindeversammlungen durch gewunken werden.

Es ist jetzt eine Minute vor 12 und ich gehe davon aus, dass diese wichtige Änderung eine Einstimmigkeit der Verbandsgemeinden braucht um wirksam zu werden.

Ich hoffe andere Weiacher denken gleich. Ich jedenfalls erlaube mir die Statutenrevision an der Gemeindeversammlung zurück zuweisen und fordere eine Überprüfung und Korrektur der erwähnten Punkte.

Daniel Elsener, Weiach


Man fragt sich, wieso alle anderen Gemeinden das einfach so abgenickt haben...

Samstag, 28. März 2009

Weiacher Wetter 1959

«Skepsis gegenüber Südländern und der Motorisierung» lautet der Titel des Artikels Weiacher Geschichte(n) Nr. 113. Er beschreibt Weiach vor 50 Jahren und bringt Ausschnitte aus der Jahreschronik 1959 von Walter Zollinger. Sie finden ihn auf eSnips.com oder Scribd.com.

Die Begrenzung der Seitenzahl auf maximal acht Seiten zwingt den Redaktor für die Printausgabe zu Kürzungen am Originaltext. Deshalb finden Sie auf WeiachBlog - wie in WG(n) 113 angekündigt - den vollständigen Wortlaut von Walter Zollingers Wetterchronik 1959:

«Der Januar begann mit Temperaturen über 0° und leichten Regenfällen; der 4.1. brachte dann endlich winterliches Wetter, Schneegestöber, 20 cm tief Neuschnee, - 2°C. Aber leider setzte schon ab 6.1. wieder Regen ein, wodurch auf den Strassen ein arges Gepflotsch entstand. Schade! Am Morgen des 10.1. aber leuchtete alles wieder prächtig winterlich, ca. 15 cm tiefer Schnee war gefallen, der an den folgenden Tagen sogar noch Zustupf erhielt, in der Nach vom 14./15. aber durch einen stürmischen Föhneinbruch wieder weggefegt wurde. Solches wiederholte sich während der zweiten Hälfte des Monats noch etlichemal, indem kalttrockenes Wetter immer wieder von hereinbrechendem Sudelwetter abgelöst wurde. Die Temperaturen des Januar hielten sich meist so zwischen -4° und +5°C; einmal am 17.1. war es am Morgen -10°C und ein andermal, am 21.1., dafür am frühen Abend +8°.

Der Februar brachte in den ersten 5 Tagen gleich etwas Oberwind mit Kältegraden bis zu -5°C und starkem Reif. Nachher folgten ca. 10 Tage mit einer Hochnebeldecke. Ab 16.2. herrschte am Morgen meist Nebel, während die Nachmittage sonnig wurden; Nachmittagstemperaturen +4 bis +8°C.

Der 1. und 2. März schienen bereits "Frühlingsallüren" zu haben: +10° und +13°C an den beiden Nachmittagen und recht sonnig dazu. Dann aber eine Woche lang bedeckt mit zeitweise leichten Regenfällen am spätern Nachmittag. Ueberhaupt brachte der Monat März, auch in den beiden letzten Dritteln seines Daseins, sehr wechselvolles, unbeständiges Wetter; vorm. meist neblig oder stark bewölkt, nachm. hie und da leicht aufhellend bis sonnig, in den Nächten oftmals wieder Regenfall. Höchsttemperaturen am 21. und 24.3. nachm. je 17°.

Der April schenkt uns gleich anfangs eine Woche mit schönen Tagen; wenn auch an den Morgen noch etwas frisch. Dafür sind die Nachmittag warm: 16°, 17°, 19°, 20°. Die Kirschbäume blühen prächtig; hoffentlich gibts keinen allzugefährlichen Kälterückschlag! - Der 7.4. bringt den ersten, "richtigen Aprillentag", stürmisch, trüb, rauh, Regen, dazwischen ein kurzer Sonnenblick und abends 18 1/4 Uhr einen "schaurigen Schauer", beinahe Schnee. Dieses "durchgezogene", wechselvolle Wetter bleibt bis zum 12.4.; jetzt folgen 4 schöne Frühlingstage mit Nachmittagstemperaturen bis zu 20°, vom 16.4. an aber wieder meist bedeckt, hie und da leicht regnerisch und kühl, -2°, -4°, Reif in den Nächten vom 21. bis 24.4. Es hat daher schon allerhand geschadet an den blühenden Steinobstbäumen, wie in den Gärten. Aber es heisst ja nicht umsonst: "Georg und Marks bringen gern Args". Die letzten Tage des Aprils sind teils neblig, teils sogar regnerisch und immer von einem kühlen Wind begleitet. Das ist ungünstiges Wetter für die den Frostnächten entgangenen, späterblühenden Obstsorten, sodass auch für diese keine guten Aussichten mehr bestehen können.

Nun folgt der Wonnemonat Mai; wir werden bald sehen, ob er/s wirklich ist! Am Anfang nämlich verhielt er sich noch recht "frostig": +4°, +7°, 0°, +5°, das waren die Morgen; bis zum Nachmittag stiegen die Temperaturen dann etwas an, so zwischen+8 und 14°. Dazu aber wars trüb bis bedeckt, zweimal etwas Regen. Erst der 5.5. ist bereits ab dem frühen Morgen ein sonniger Tag, nachm. 20° Wärme und so blieben nun auch die folgenden Tage, deren 7; am 9.5. ist's sogar um 26°. Pankraz, Servaz, Bonifaz u. die Sophie mussten jetzt natürlich ihre Macht zeigen; sie taten's aber noch recht gnädig, indem sie sich mit einem Temperatur-Rückfall von nur 6-8° begnügten und etwas Wolken oder Wind schickten. Die Sophie allerdings musste wenigstens in der Nacht vom 14./15. regnen lassen.
Die ersten Fuder Heu fahren heim! Vom 17.-21.5. lauter sonnige Tage, bis 26°C, dann zwei trübere, vom 22.-29. aber richtige Heuertage, wohl hie und da mit einigen Wetterwolken drohend u. damit die Bauern zur Eile treibend. Vor allem die zwei letzten Maitage trieben es in dieser Beziehung gar arg. Es kam am 30.5. schon bald nach Mittag zu einem Gewitterregen, sodass man nur halbbeladene Heuwagen heimrennen sah. Auch wird's merklich kühler; wir haben am Sonntag, den 31. Mai, unsere Wohnstube --- geheizt.»

Die ersten 8 Tage des Monats Juni waren schwül, nachm. immer sonnig, morgens manchmal noch etwas dunstig oder leicht bedeckt. Aber der Heuet schreitet tüchtig dem Ende zu; Temperaturen zweimal bis 29°. Der 5. Juni bringt ein erfrischendes Gewitter, aber z. Glück erst abends um 21.30 Uhr; und nun bleibt es etliche Tage lang etwas "blastig". Ueber den Regen in der Nacht vom 7./8. ist man sehr froh. Es folgt nun allerdings wieder eine etwas ungefreute Woche für diejenigen, die noch zu heuen haben; es ist viel bedeckt u. fällt fast jeden Tag oder in der Nacht etwas Regen. Der 13.6. ist sogar ein gänzlicher Regentag. Ab 15.6. bessert's wieder soweit, dass man den Heuet endlich beendigen kann: Ertrag wegen der Frühjahrsfröste nur mittelmässig, Qualität dagegen gut. - Der Rest des Monats bleibt wechselvoll inbezug auf die Witterung, oft düppig, dann gewittrige Schauer, meist Regennächte. Auch in der zweiten Junihälfte Höchsttemperaturen an den Nachmittagen des 17.6. / 20.6. und 28.6 immer 28°C.

Juli: Zu anfang eine halbe Woche richtiges Sommerwetter (abends 20 Uhr manchmal noch 22°). Der 6.7. von mehrmaligen, gewittrigen Schauern durchsetzt, sogar schon am Vormittag. Dann gibt's wieder einige sehr warme Tage, am 10.7. z.B. nachm. bis 35° und abends 21 Uhr noch 26°C. So bleibt es nun fast den ganzen Monat; immer schwül und hie und da eben, wie sich's für den Juli gehört, einige Schauer. Die unangenehmsten Tage sind der 15. und 16.7. mit fast ununterbrochenem Regen. Dafür werden die nachfolgenden bis und mit dem 27. wieder recht sommerlich. Am 27.7. heisst's in meinem Notizheft: "Die Bindemäher rattern den ganzen Tag über". Die 4 letzten Tage des Monats sind dann wieder wechselvoll zwischen "sonnig" und "gewittrige Regen", oft begleitet von etlichem Donnerrollen.
Seit die meisten Bauern nur noch "maschinell ernten", weiss man kaum mehr, wo der Heuet aufhört und wo der Emdet beginnt. Es wird einfach immer irgendwo gemäht und gedörrt, sobald wieder etwas Gras nachgewachsen ist und bis die Getreideernte beginnt, allwo dann eine zeitlang zum Futterdörren die Zeit fehlt.

August: Er zeichnet sich durch ziemlich zahlreiche neblige Morgen aus, auch öfters bedeckt Nachmittage, allerdings ohne Niederschläge. Sonnige Nachmittage notierte ich 14, gewittrige Schauer 5, Regen nur 4mal, fast ausnahmslos über Nacht, Höchsttemperaturen um 29/30° nur 3mal, also ein gar nicht sonderlich guter Erntemonat.- Ein besonderer Tag war der 10. Aug. Frühnachmittags türmen sich von Westen her tiefgraue Wolken auf; ein stürmischer Wind erhebt sich, der oberhalb der Mühle eine Birke knickt und in der Brunngasse drüben sogar einen Nussbaum fällt. Ein heftiger Regenguss folgt, der sich dann aber bald in einen leise fallenden Regen auflöst. In den Zeitungen ist anderntags zu lesen, dass ein orkanartiger Sturm zwischen 15 u. 16 Uhr über das Mittelland, vom Genfer- bis zum Zürichsee, wegfegte, der grossen Schaden angerichtet & sogar 6 oder 7 Todesopfer gefordert habe. Uns hats wohl nur noch einen Ausläufer desselben gepreicht.

Der September beginnt mit zwei "windigen" Wochen; er trocknet den Boden ziemlich stark aus, sodass man um einen milden Regen froh wäre. Aber immer wieder heisst es: "hell, sonnig, luftig". Für die Kartoffelernte allerdings ist dieses Wetter recht günstig. Es fördert auch den Laubfall frühzeitiger, sodass eine Notiz am 15.9. meint: "Es herbstelet gewaltig". Man beginnt sogar schon mit dem Traubenleset, wenigstens die "Direktträger".- Endlich, in der Nacht vom 16./17.9. leichter Regen und tagsüber am 17. nochmals einige Regenschauer. "Das tut gut"! Dann ist's wieder schön bis zum 26.9., da beginnt's abends 19.30 Uhr endlich wieder zu regnen und setzt sich in der folgenden Nacht nochmals fort. Am 30. Sept. meldet mein Tagheft: "Posthalters wümmen die Riesling, wohl seit Jahren noch nie so frühzeitig". Nebel brachte der September nur an 7 Morgen, dafür war's hie und da ordentlich kühl, +3 bis +6° nur.

Gleich am ersten Tag des Oktobers notierte ich: "Man muss bald heizen, wenn die Morgen so weiterfahren". Die Temperaturen sanken zeitweilig bis auf 2 oder 3° hinab. Zum Glück war auch immer Nebel und Hochnebel dabei. Nebel verzeichnete der Oktober überhaupt an 13 Morgen, eine Hochnebeldecke an 7 Tagen, nächtliche Regen 4mal, tagsüber sogar 6mal, wenn auch nur kurz. An 11 Nachmittagen war's prächtig sonnig mit Höchsttemperaturen zwischen 14 und 18°. An zwei Morgen, dem 24.10. und 25.10. fiel das Thermometer wieder bis auf 0° und vom 28. bis zum Monatsende hatten wir nochmals 4 trübe, regnerische Tage.

November: Er lässt sich ordentlich kühl an, sodass wir unsere "Majen" (ca. 80 Stöcke) am 3.11. von den Lauben in den Keller tragen; richtig fällt dann am 5.11. etwas Schnee und die Morgentemperaturen stehn immer gefährlich nahe am Gefrierpunkt. Der November bringt auch viel bedeckten Himmel u. Hochnebel. Um die Mitte herum mehrmals Regen an Abenden und in den Nächten, unfreundliches, frostigfeuchtes Wetter, nachher öftere Morgennebel; am 20. sogar den ganzen Tag und zwar lag er recht tief, während auf dem "Stein" die Sonne schien. Der letzte Tag des Monats war endlich wieder einmal recht sonnig.

Ebenfalls der letzte Monat, der Dezember, fing mit Hochnebel an und brachte an den beiden Abenden des 7. u. 8.12. Regen. Der 9.12. aber wurde dann vom Vormittag an sonnig und hellte gegen abend verdächtig auf, sodass Frost zu erwarten war, was allerdings in dieser Jahreszeit ja nichts zu sagen hätte. Wirklich wars in den nächsten 6 Tagen immer um -1° herum, ab 16.12. sogar bis -5°. Die Wälder, Wiesen und Obstbäume schimmerten allmorgendlich im prächtigsten Rauhreif, da frühmorgens gern etwas Nebel lag. Der 23.12. brachte schon nachts und dann den ganzen Tag über viel Regen, der 26. sogar "Hudel- und Sudelwetter", das sich mit wenigen Unterbrüchen bis zum Sylvestertag hielt. Am 31.12. nachmittags besserte es leicht zu einigen jeweils nur kurzen "Sonnenbesüchlein".
»

Erstmals publiziert in: Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, April 2009 – S. 11-18.

[Veröffentlicht am 15. April 2009]

Dienstag, 10. Februar 2009

Weiterhin knapp unter 1000 Einwohner

In der Februar-Ausgabe der «Mitteilungen für die Gemeinde Weiach» wird traditionsgemäss die Gemeindestatistik des Vorjahres abgedruckt. So auch dieses Jahr.

Der Tages-Anzeiger Unterland betätigt sich wie üblich als Verwerter. Lokale Themen werden so zu Zeitungsfüllstoff. Interessant ist jeweils, was aus dem von der Gemeinde publizierten Material herausgepickt wird:

Weiach weiter knapp unter der 1000er-Marke

«Weiach. – Die Gemeinde Weiach zählt nach wie vor knapp unter 1000 Einwohner. Nachdem die Statistik per Ende 2007 993 Personen aufwies, ist die Einwohnerzahl im letzten Jahr leicht auf 980 zurückgegangen. Während sich die Zuzüge (51) und die Wegzüge (53) in etwa die Waage hielten, stehen 13 Todesfälle 2 Geburten gegenüber. (bek)»

Selbstständige Methusalems

Nicht erwähnt werden weitere interessante Details. So die Namen der ältesten Einwohnerin und des ältesten Einwohners. Mina Moser-Nepfer (geboren am 12. März 1911) und Arnold Hauser (geboren am 2. Dezember 1912). Oder deren Lebensumstände. Die beiden Ortsältesten führen nämlich immer noch je ihren eigenen Haushalt - und das fast ohne fremde Hilfe.

Auch keine Erwähnung findet die Rubrik «Hundehaltung». Man lernt dabei, dass in Weiach 96 Hunde angemeldet sind. Auf jeden zehnten Weiacher oder etwa jeden fünften Haushalt trifft es also statistisch gesehen einen Hund.

Den gleich grossen Prozentsatz stellt man bei den Ausländern fest: 95 waren Ende 2008 angemeldet. Bei einem gesamtschweizerischen Durchschnitt von über 20% Ausländeranteil ist das vergleichsweise wenig. Grosse Verschiebungen gibt es bei diesen Zahlen im Vergleich zu 2007 nicht, Ausländer ziehen eher ins nähere Umfeld der Stadt Zürich als in den 6. Agglomerationsgürtel hinaus.

Weniger Umzugsdynamik und mehr Tote

Die Anzahl Zuzüge und Wegzüge glichen sich 2008 etwa aus. Was der Tages-Anzeiger aber nicht schreibt: Die Anzahl Zu- und Wegzüge verringerte sich gegenüber dem Vorjahr markant: 2007 wurden noch 85 Zu- und 72 Wegzüge gezählt!

Noch interessanter sind die Geburten und Todesfälle: Wo 2007 noch 6 Todesfälle und 10 Geburten verzeichnet wurden, ist es 2008 genau umgekehrt. 13 Todesfälle stehen ganzen 2 Geburten gegenüber. Dieser Mortalitätsüberschuss erklärt denn auch fast im Alleingang den Rückgang der Bevölkerungszahl von 993 per Ende 2007 auf 980 per 31.12.2008.

Quellen

  • Gemeindestatistik 2008. In: Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, Februar 2009 - S. 9-10.
  • Weiach weiter knapp unter der 1000er-Marke. In: Tages-Anzeiger, 10. Februar 2009 - S. 55 Unterland.

Montag, 9. Februar 2009

Wer nichts sagt, stimmt zu!

Beim Einmarsch der Franzosen im Frühjahr 1798 hatten viele Schweizer die neue Zeit und die nachfolgende Helvetik noch begrüsst. Nach wenigen Jahren wurde die neue Ordnung aber von der grossen Mehrheit ins Pfefferland gewünscht.

Bürgerkriegsähnliche Zustände

Die Gründe dafür waren nicht nur die Wirren des Zweiten Koalitionskriegs im Verlaufe dessen die Helvetische Republik 1799 zum Kampfplatz europäischer Heere wurde, sondern vor allem die faktische Handlungsunfähigkeit und Inkompetenz der helvetischen Zentralregierung, die schlicht zu wenig Finanzmittel hatte um ihre hochtrabenden Pläne auch tatsächlich zu verwirklichen.

So versank das Land immer tiefer in bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Staatsstreiche jagten sich. Und die neuen Rechte der Stimmbürger wurden - vorsichtig ausgedrückt - freihändig interpretiert, wie man dem Artikel «Helvetische Republik» auf Wikipedia entnehmen kann:

Abstimmungen gewinnen, einfach gemacht

«Der Kleine Rat legte die Zweite Helvetische Verfassung inklusive einer Namensliste von 27 Senatoren am 25. Mai dem Volk zur Abstimmung vor. Diese gilt als erste wirkliche Volksabstimmung auf dem Boden der heutigen Schweiz. Alle Bürger mussten innerhalb von vier Tagen mit «Ja» oder «Nein» zur Vorlage Stellung nehmen. Nichtstimmende wurden als Annehmende gewertet nach dem Rechtsgrundsatz «qui tacet consentire videtur» – «wer schweigt, scheint zuzustimmen». Sechzehn Kantone stimmten der Verfassung schliesslich zu, allerdings hatten nur 72'453 explizit mit «Ja» gestimmt. 167'172 Bürger hatten überhaupt nicht gestimmt – wurden aber als annehmend gewertet und 92'423 hatten abgelehnt. Am 2. Juli erklärte der Kleine Rat die neue Verfassung für angenommen.»

Die neuen Freiheitsrechte blieben jedoch weitgehend uneingelöste, papierene Versprechen. Besonders empört waren die Bauern über nicht eingehaltene Zusagen betreffend Ablösung der Feudallasten. Um der von den Franzosen geplünderten Staatskasse wieder zu Einnahmen zu verhelfen wurde bereits im September 1800 der alte Bodenzins wieder eingeführt.

Geschlossene Stimmabstinenz

An der Volksabstimmung von Ende Mai 1802 über die neue Helvetische Verfassung nahm wohl auch aus diesem Grund kein einziger Weiacher teil. Trotzdem wurden sämtliche Stimmberechtigten der Gemeinde als Ja-Stimmen gewertet!

Würde man dies heute ähnlich handhaben, dann müssten die meisten Abstimmungen gar nicht erst durchgeführt werden. Das Resultat stünde von vornherein fest. Es sei denn, man würde den Stimmzwang einführen, wie er im Kanton Schaffhausen besteht.

Quellen
  • Zürcher Zeitung Nro. 56, Dienstag, den 13. Julius 1802.
  • Wikipedia-Artikel Helvetische Republik. Datum des Abrufs: 9. Februar 2009, 17:56 UTC

Sonntag, 8. Februar 2009

Klares Nein zur Personenfreizügigkeit in Weiach

Die Weiacherinnen und Weiacher sind am heutigen Abstimmungssonntag ihren europapolitischen Prinzipien treu geblieben. Mit nur 39.0 % Ja-Stimmen-Anteil resultierte in der konservativen Ecke des Zürcher Unterlandes ein klares Nein gegen die Personenfreizügigkeit. Und damit steht Weiach einmal mehr in klarem Gegensatz zu den Gemeinden am rechten Zürichseeufer.

Das ist keine Überraschung. Europäische Vereinigungsideen stiessen bei der Mehrheit der aktiven Stimmbürger in den letzten Jahrzehnten noch nie auf grosses Verständnis. Zu anonym, zu undurchsichtig werden die Machenschaften der Brüsseler Eurokraten beurteilt. Man befürchtet Demokratieabbau und Fremdbestimmung. Wesentlich zu diesem Nein beigetragen haben dürfte der Unmut über das vom Parlament geschnürte Gesamtpaket.

Solche Päckli nach dem Motto "Vogel, friss oder stirb!" kommen ganz schlecht an. Das Resultat ist eine Allianz aus xenoskeptisch bis xenophoben und den generell EU-kritischen Strömungen.

Internationale Verflechtungen noch nie goutiert

Den Weiacher Geschichte(n) Nr. 7 kann man entnehmen, dass die alteingesessenen Weiacher früher noch viel kritischer waren als heute, wo die neu Zugezogenen einen signifikanten Anteil der Stimmberechtigten ausmachen.

So wurde der Beitritt der Schweiz zum Völkerbund in der Abstimmung vom 16. Mai 1920 mit 85% Nein-Stimmen abgelehnt. Die Schweiz trat trotzdem bei. Wie man am späteren Schicksal dieses UNO-Vorgängers sieht war die Skepsis der Weiacher durchaus berechtigt.

Die Vorlage zum UNO-Beitritt scheiterte in Weiach am 16. März 1986 noch klarer mit 89% Nein. Auch der Beitritt zum Währungsfonds (IWF, Bretton Woods) hatte keine Chance - nur 37% der Stimmenden sagten am 17. Mai 1992 Ja.

Ebenso sieht es in der Europapolitik aus, allerdings mit sinkender Tendenz des Nein-Anteils:

  • EWR-Beitritt (6. Dezember 1992) - 25% Ja
  • «EU-Beitrittsverhandlungen vors Volk» (8. Juni 1997) - 32 % Ja
  • Bilaterale Verträge I Schweiz-EU (21. Mai 2000) - 40%

Jeder nach seiner Leistungsfähigkeit

Bei der kantonalen Vorlage dieses Abstimmungssonntags, der Abschaffung der Pauschalsteuer für im Kanton wohnhafte, nicht erwerbstätige Ausländer sind die Meinungen im Dorf offensichtlich geteilt. 54.08 % stimmten Ja. Also ein leichtes Plus für die Befürworter einer nicht vom Reisepass abhängigen Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Reiche Schweizer und reiche Ausländer sollen also nach einer Mehrheit der Weiacherinnen und Weiacher gleich behandelt werden, wenn sie in unserem Kanton wohnen. Sie folgte damit den Argumenten der Befürworter, wonach eine andere Handhabung des Steuerrechts den Immobilienmarkt verzerre. Die Gegner (darunter die Mehrheit des Kantonsrats und der Regierungsrat) befürchten dagegen Steuerausfälle, weil Oligarchen wie Vekselberg und andere dem Kanton den Rücken kehren könnten.

Montag, 2. Februar 2009

Februar 1959: Bise und Hochnebel. Sonst nichts.

Nachdem der Dorfchronist Walter Zollinger über die Witterung des Januars 1959 noch ausführlich berichtet hat (vgl. WeiachBlog-Artikel vom 2. Januar 2009), verliert er über den Horner nur wenige Worte. Der Monat scheint von der eher unspektakulären Sorte gewesen zu sein:

«Der Februar brachte in den ersten 5 Tagen gleich etwas Oberwind mit Kältegraden bis -5° und starkem Reif. Nachher folgten ca. 10 Tage mit einer Hochnebeldecke. Ab 16.2. herrschte am Morgen meist Nebel, während die Nachmittage sonnig wurden; Nachmittagstemperaturen +4 bis +8°C.»

Offenbar hat es in diesem Jahr (nach den beiden Grippe-Wellen 1957 und 1958, die auch Lehrer Zollinger für kurze Zeit ausser Gefecht setzten) keine influenza-bedingten Ausfälle beim Schulbetrieb gegeben. Erwähnt hat er ein solches Ereignis jedenfalls nicht.

Quelle
  • Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1959. (Witterung, S. 2)

[Veröffentlicht am 9. Februar 2009]

Sonntag, 1. Februar 2009

Horrorvorstellung Frauenstimmrecht

«Die Mutter treibt Politik!» stand 1927 in grossen roten Lettern auf einem Abstimmungsplakat. Darunter ein Bild des Durcheinanders: am Boden ein schreiendes, aus der Wiege gefallenes Baby. Im Bettchen sitzt währenddessen eine schwarze Katze, das Fenster ist offen und der Wind bläst ins Zimmer hinein. Darunter die Parole «Frauenstimm- & wahlrecht NEIN» (vgl. Abbildung in der Wikipedia)

Kurz: eine Horrorvorstellung. Solche Bilder müssen auch noch Jahre und einen Weltkrieg später in den Köpfen präsent gewesen sein. Anders ist kaum zu erklären, weshalb die Schweizer Männer am 1. Februar 1959 erneut der Parole des Plakats von 1927 folgten und auch diese Vorlage wuchtig ablehnten - einige vielleicht sogar auf den Rat ihrer Frauen hin, die nicht als solche Rabenmütter angesehen sein wollten.

Trotz seiner sonst konservativen Haltung dürfte Walter Zollinger die Angelegenheit nicht so dramatisch gesehen haben, schreibt er doch ganz am Ende seiner Jahreschronik 1959:

«In der Abstimmung vom 1. Februar über die Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechtes in eidgen. Angelegenheiten vermag die Männerwelt unserer Gemeinde nur 24 Stimmen dafür, aber deren 109 dagegen aufzubringen. Arme Weiacher Damenwelt!

Mit dieser "betrüblichen" Feststellung schliesst die Chronik 1959. Weiach, den 31. Juli 1961.
»

Quelle
  • Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1959. S. 17.
[Veröffentlicht am 8. Februar 2009]

Montag, 5. Januar 2009

Die Invasion der Südländer

Walter Zollinger, der langjährige Dorfschullehrer und Verfasser der ersten offiziellen Monographie zur Geschichte von Weiach, führte auch Tagebuch über das Wetter in Weiach und schrieb sogenannte Dorfchroniken.

Darunter verstand man damals im Kanton Zürich eine mehrseitige Arbeit für die Schublade. Denn diese Chroniken waren und sind erst mit einer Zeitverzögerung von 25 Jahren für die Öffentlichkeit bestimmt.

Ungeschminkt dank Sperrfrist

Für die Jahreschronik 1959, abgeschlossen am 31. Juli 1961 und wohl kurz danach bei der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich abgeliefert, bedeutet dies: sie ist erst seit 1986 - also dem Todesjahr des Verfassers - einsehbar.

Diese zeitliche Distanz ermöglicht eine kritische Betrachtung des Geschehens im Dorf. Samt entsprechender schriftlicher Würdigung. Denn die Zeitgenossen die sich darüber echauffieren könnten bekommen es kaum mit - die älteren ohnehin nicht und bei den jüngeren Generationen dürften nach einem Vierteljahrhundert andere Themen im Vordergrund stehen.

Weniger Pferde, mehr Italiener

Interessant ist die Skepsis gegenüber dem Wandel der Moderne allemal die sich in der Einleitung zur Chronik 1959:

«Zum achtenmal wage ich mich an die Abfassung einer Jahreschronik. Noch immer aber hält sich in unserm Dorf das Geschehen in verhältnismässig bescheidenem Rahmen, verglichen mit den aufstrebenden Nachbarorten Bülach, Zurzach u.a.m. Wohl spürt man auch bei uns das immer mehr zugunsten des motorisierten Verkehrs und Arbeitens schwindende Ländlichruhige. Das Halten von Zugvieh und Pferden z.B. hat beinahe aufgehört. Die Viehfuhrwerke sind gänzlich aus dem Strassenbild verschwunden und während ich in der 1952iger Chronik noch von 30 Pferden berichten konnte, finde ich heute im Dorfe deren höchstens noch ein Dutzend. Dafür zählte ich 21 Traktoren, 23 Motormäher, ein halbes Dutzend Bindemäher und sogar schon zwei Heugebläse.

Eine andere Erscheinung, die die Struktur unserer einst vorwiegend bäuerlichen Bewohnerschaft zusehends verändert, ist das Auftauchen der auffallend vielen Fremdarbeiter, meist Italiener natürlich, wie überall. Wo irgendwie eine, wenn auch allerprimitivste Wohngelegenheit zu finden war, hocken nun ganze Grüpplein oder auch Familien dieser Südländer drin. Sie arbeiten vor allem im Baugeschäft Griesser, in den benachbarten Fabriken Glattfeldens oder einige wenige als Bauernknechte im Dorf selber. Die kommende Volkszählung von nächstem Jahr wird dann hierüber etwas genauer Auskunft geben können.
»
Dass die Skepsis gegenüber dieser Invasion aus südlichen Gefilden nicht nur bei Zollinger, sondern auch bei vielen anderen Alteingesessenen verbreitet war, darf als sicher angenommen werden.

Quelle
  • Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1959. (Einleitung, S. 1)

[Veröffentlicht am 8. Februar 2009]

Freitag, 2. Januar 2009

Arges Gepflotsch auf den Strassen

Im Gegensatz zur gegenwärtigen Witterung, die doch wieder etwas eher an Winter erinnert als in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends, gab es auch vor 50 Jahren nicht nur beinharte Winter, wie Walter Zollinger in der Chronik 1959 berichtet:

«Der Januar begann mit Temperaturen über 0° und leichten Regenfällen; der 4.1. brachte dann endlich winterliches Wetter, Schneegestöber, 20 cm tief Neuschnee, - 2°C. Aber leider setzte schon ab 6.1. wieder Regen ein, wodurch auf den Strassen ein arges Gepflotsch entstand. Schade! Am Morgen des 10.1. aber leuchtete alles wieder prächtig winterlich, ca. 15 cm tiefer Schnee war gefallen, der an den folgenden Tagen sogar noch Zustupf erhielt, in der Nach vom 14./15. aber durch einen stürmischen Föhneinbruch wieder weggefegt wurde. Solches wiederholte sich während der zweiten Hälfte des Monats noch etlichemal, indem kalttrockenes Wetter immer wieder von hereinbrechendem Sudelwetter abgelöst wurde. Die Temperaturen des Januar hielten sich meist so zwischen -4° und +5°C; einmal am 17.1. war es am Morgen -10°C und ein andermal, am 21.1., dafür am frühen Abend +8°.»

Quelle
  • Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1959. (Witterung, S. 2)

[Veröffentlicht am 9. Februar 2009]

Dienstag, 9. Dezember 2008

Steuerfuss um 3 Prozent höher?

Mit dem Leben von der Substanz soll Schluss sein. Jedenfalls teilweise. Nolens volens. Der Not gehorchend. Aber wohl doch widerwillig und im Wissen darum, dass es die Stimmbürger gar nicht goutieren werden.

Zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man in den aktuellen Gemeindemitteilungen liest:

«Der Gemeinderat verabschiedet den Voranschlag 2009 zuhanden der Gemeindeversammlung mit einem Aufwandüberschuss von CHF 62'300.- bei einer Erhöhung des Steuerfusses der politischen Gemeinde von 18 % auf neu 21 %.» (MGW, Dezember 2008, S. 3 unten)

Man staunt fast ein bisschen. Der Gemeinderat hat also endlich den Mut aufgebracht, den Stimmbürgern eine Steuererhöhung vorzuschlagen. Kein grosser Sprung (man will die Leute ja nicht erschrecken), aber es wird längst nicht ausreichen. Denn auch mit einer dreiprozentigen Erhöhung wie vorgeschlagen wird man noch von der Substanz leben und über 60000 Franken aus dem Sparsäuli nehmen.

Immerhin ist damit ist ein erster Schritt getan, um den Finanzhaushalt der Politischen Gemeinde Weiach wieder ins Lot zu bringen.

Man wird an der morgigen Gemeindeversammlung sehen, wie der zaghafte Versuch, das Steuer in die richtige Richtung herumzureissen, ankommt.

Quellen