Sonntag, 8. November 2015

Risse im Mauerwerk durch Läuten der Kirchenglocken?

Es ist bald ein halbes Jahrhundert her seit der letzten grossen Restaurierung und Renovation der Kirche Weiach, vgl. die Jubiläums-Webseite 300 Jahre Kirche Weiach.

Wie man aus berufenem Munde (von Kirchenpfleger Daniel Elsener höchstpersönlich) hört, muss sich die Kirchgemeinde nun offenbar wieder grössere Baumassnahmen überlegen.

Elsener hat selber festgestellt, dass die Querstreben des Dachreiters sich sichtbar bewegen, wenn mit allen Glocken geläutet wird! Das tönt verdächtig ähnlich wie vor 50 Jahren, als man den Weiacherinnen und Weiachern die Gesamtrenovation u.a. mit dem Argument verkaufte, der Dachreiter wackle beim Läuten, vgl. die Weiacher Ge­schichte(n) Nr. 80 (Titel: «Der Kirchturm wackelt, wenn mit allen Glocken geläutet wird».)

Nun wird befürchtet, dass die anlässlich der letzten grossen Renovation 1968 vorgenommene Abstützung des Dachreiters auf das Mauerwerk im Verlaufe der Jahre zu grösseren Schäden in den Mauern geführt hat. So sind Risse in Fensterbögen sichtbar - ein Warnzeichen.

Elsener will deshalb herausfinden, wie die Bewegungen im Mauerwerk aussehen. Es interessiert insbesondere, was die dynamischen Lastwechsel durch das Läuten der Glocken mit den Mauern anstellen. Zu diesem Zweck wurde eine Firma engagiert, die auf das Detektieren von Bewegungen im Mauerwerk spezialisiert ist.

Zudem wird nun auch ein Monitoring des Innenraumklimas aufgezogen, weil bei der Installation der Bewegungssensoren an der Holzdecke im Innenraum Schimmelrasen entdeckt worden seien. Schimmelpilze deuten auf zu hohe Luftfeuchtigkeit hin.

Quelle
  • Telefongespräch vom 14.10.2015 mit Daniel Elsener, Mitglied der evang.-ref. Kirchenpflege Weiach
[Veröffentlicht am 29. Dezember 2015]

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