Sonntag, 1. Oktober 2006

Die ersten Tage der neuen Orgel

Eigentlich war die Gesamtrestauration der Kirche Weiach bereits 1968 abgeschlossen. Der Einrichtungsstand des Gotteshauses war wieder ähnlich wie zur Bauzeit, 250 Jahre früher.

Für heutige Gottesdienste fehlte aber noch ein wichtiges Element: die Orgel. Erst im Spätsommer 1969 lieferte die (heute nicht mehr bestehende) Firma Neidhart & Lhôte aus St-Martin, Kanton Neuenburg, das neue Instrument aus.

Walter Zollinger vermerkt zu den ersten Tagen der heutigen Orgel:

«25. Aug.: Nun erfolgt noch die hoffentlich letzte Etappe, die Orgel wird auf die Empore gestellt & installiert; Beginn letzte Augustwoche.

12. Sept.: Bereits wird mit dem Stimmen der Orgel begonnen, sodass im Laufe des nächsten Monats wohl die Einweihung derselben stattfinden kann.

26. Okt.: Es ist soweit, die Orgel ist fertig & kann nun der Kirchgemeinde, als letzte Etappe in der gesamten Kirchenrenovation, übergeben werden.
»

Zwei Monate ist eine durchaus übliche Zeitspanne für das Einrichten einer neuen Orgel.

Mit dem «Stimmen» ist das so genannte Intonieren gemeint, die erste Einstellung des Instruments, samt Abstimmung der Register aufeinander und auf den Raum in dem die Orgel steht. Das später periodisch nötige Stimmen ist dann nur noch eine Feinjustierung dieser ersten Arbeit. Intonieren können nur erfahrene Orgelbauer.

Klassisches Konzert zur Einweihung

Auf Seite 17 ist das Programm dieser Einweihung eingeklebt - ein gedrucktes Faltblatt.

Dem Gottesdienst am Morgen (an der Orgel: Walter Harlacher) folgte am Nachmittag ein eigentliches Konzert. Ausführende waren: Hans Suter am Bass, das Kammerorchester Kobelt sowie Jakob Kobelt an der Orgel.

Gespielt wurden Werke von Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel, Girolamo Frescobaldi, Arcangelo Corelli, Domenico Zipoli, Johann Sebastian Bach (u.a. die Tripelfuge in Es-Dur) sowie Georg Friedrich Händel.

Quelle

Zollinger, W.: Chronik der Kirchenrenovation Weiach. Handschrift, Archiv des Ortsmuseums Weiach. Weiach 1963-1970 - S. 16-17.

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