Samstag, 1. September 2007

Wildsauen auf der Flucht vor OL-Läufern

Morgen Sonntag, 2. September, findet in den Wäldern ob Weiach eine Grossveranstaltung statt. Hunderte von OL-Läuferinnen und -Läufern rennen kreuz und quer über Stock und Stein. Der Tages-Anzeiger brachte bereits am 7. August eine Vorschau:

Schweizer Meisterschaft im Unterland

«Orientierungslauf. - Die 40. Austragung der Schweizer Meisterschaften im Staffel-OL findet dieses Jahr am 2. September im Waldgebiet der Gemeinden Bachs, Stadel und Weiach statt. Es werden bis zu 400 Teams mit jeweils drei Läufern erwartet. Mit von der Partie ist auch die weltbeste OL-Läuferin Simone Niggli-Luder.»

Vertreibung aus dem Wald auf die Felder

Und was hat das mit den Wildschweinen zu tun? Die Präsenz so vieler Personen, die den nicht allzu grossen Wald durchstreifen, lässt sie befürchten, eine Treibjagd stehe unmittelbar bevor. Das Resultat: die Sauen und ihre Jungen flüchten aus dem Wald hinaus und in landwirtschaftliche Kulturen auf freiem Feld hinein. Und da bleiben Schäden nicht aus. Letztlich zahlen also unsere Bauern die Zeche für diese OL-Meisterschaft.

Quellen
  • Schweizer Meisterschaft im Unterland. In: Tages-Anzeiger Regionalausgabe Unterland, 7. August 2007, S. 49
  • Orientierungslauf stört Wildschweine. In: Tages-Anzeiger, 29. August 2007

Kommentare:

WG(n) hat gesagt…

Heute im Zürcher Unterländer: ein Beitrag über «Wilde Feinschmecker. Wildschweine, die in Mais- und anderen Feldern wüten. Der Lead verrät mehr: «Bauern, Beerenkultivierer und «Gmüesler» haben es heutzutage schwer. Ihre Felder werden vom Schwarzwild zum Teil stark beschädigt.»

WG(n) hat gesagt…

Auf OL-Fachschrift.ch wurde am 28.8.2007 ein Beitrag zum Thema veröffentlicht:

337 Teams an Staffel-SM

«Zum 40. Jubiläum der Schweizer Staffel-OL Meisterschaften haben sich exakt gleich viele Dreier-Team angemeldet wie letztes Jahr. Am Start stehen auch die beiden Schweizer WM-Medaillengewinner von Kiew: Simone Niggli Luder und Matthias Merz.

Die letzte OL-Veranstaltung im 10 Quadratkilometermeter grossen Stadler- und Sanzenbergwald fand vor 10 Jahren mit einer damals 7-jähigen Karte statt. „Die Bodenvegetation hat seither klar zugenommen. Grund dafür ist die veränderte Waldbewirtschaftung mit nun viel mehr Lichteinlass auf den Waldboden“, so der Dielsdorfer Gabriel Gysel-Baur. Er, der am Lauftag für die Gäste durch den Wald führt, muss es wissen - spult er doch auch in diesem Wald seine Trainingskilometer ab. „Dadurch ist die Belaufbarkeit nicht mehr die gleiche. Der Lauf wird dadurch Kräfte raubender als noch in den neunziger Jahren“, erklärte Laufleiter Stephan Copes vom organisierenden OLC Kapreolo weiter.
Durch die vielen Aenderungen, und weil sich Wälder generell stärker als in der Vergangenheit verändern, musste das Laufgebiet völlig neu kartiert werden.

Damit das Wild während des Anlasses möglichst viel Ruhegebiete hat, ist nach Rücksprache mit dem Jagd- und Forstbehörden der gesamte Nord- und Ostabhang des Stadlerberges - zwischen Weiach und Stadel gelegen – wettkampffrei und somit nicht mit einem der 80 verteilten OL Posten versehen. „Diese Einschränkungen haben mich in der Bahnlegung überhaupt nicht behindert; der 10 Quadratkilometer grosse Stadlerberg bot im restlichen Teil genügend Möglichkeiten für einige Routenwahlprobleme, welche auf die Teilnehmer - je nach Bahnlänge - mehr oder weniger zukommen werden“, erklärte er. Eine grössere Chance haben dennoch Teams, welche von den läuferischen Fähigkeiten stark sind, da dieser reine Mittellandwald vom Kartentechnischen keine grossen Probleme und Herausforderungen bieten wird. Zumal der Bahnleger noch verlauten lies zwischen den einzelnen Posten ab und zu eine etwas längere Laufdistanz (als üblich) eingeplant zu haben.
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