Sonntag, 4. November 2007

Altöl gegen den Strassenstaub

Mit welchen Methoden man vor etwa einem halben Jahrhundert gegen die Staubwolken auf den noch ungeteerten Gemeindestrassen vorging? Das zeigt folgender Auszug aus dem Protokoll des Gemeinderates Weiach:

Beschaffung von Altöl für die Staubbekämpfung auf den Gemeindestrassen

«In weiterer Behandlung des Gesch. Prot. Nr. 131 der Sitzung vom 9. April 1951 orientiert der Gemeinderatsschreiber die Behörde über die ihm von der "Swissair" gemachten Mitteilungen. Die "Swissair" muss ihr Altöl selber verwerten. Der zuständige Swissair-Beamte offeriert jedoch vom Transport über das Meer verunreinigtes Oel direkt vom Importeur. Der Lieferungstermin ist jedoch sehr ungewiss.

Gestützt auf diese Ausführungen fasst der Gemeinderat folgenden BESCHLUSS:

I. Dem Gemeindegutsverwalter wird die Kompetenz erteilt, sobald solches Abfallöl erhältlich ist, sofort ca. 25 Fass zu Lasten der Gemeinde zu kaufen.
»

Quelle
  • Gemeinde Weiach: Geschäft Nr. 188/1951 vom 8. Mai 1951; Gemeinderatsprotokoll 1951 - S. 56. [Archiv der politischen Gemeinde]

Kommentare:

lupe hat gesagt…

die feinstaub-ausstoss während des verbrennens von holz oder stauden, ist um 1000 mal grösser, als jener einer ölheizung.

warum hier nicht auch eine solche methode?

Lupe hat gesagt…

"der" feinstaubausstoss natürlich.

ich sollte vermutlich jetzt dringenst kissen horchen gehen. :-)

WG(n) hat gesagt…

Allerdings ein guter Vorschlag, das mit dem Kissenhorchen. Denn hier geht es ja um die Entsorgung von Altöl, nicht das Verbrennen von bestem Diesel in einer Ölheizung.