Freitag, 10. März 2006

Land unter im Unterland

Dieser Titel im Zürcher Unterländer von heute 10. März ist ein so schöner Kalauer, dass ich nicht widerstehen konnte, ihn für den WeiachBlog abzukupfern. Er übertreibt zwar etwas, könnte aber dennoch nicht besser gewählt sein. Denn nach dem grossen Schnee kam ebenso plötzlich das grosse Tauwetter. Und damit die Überschwemmung:

«Vollgelaufene Keller, ersoffene Setzlinge in Gärtnereien, geflutete Felder, Wiesen und Strassen: Der Regen und die milden Temperaturen raffen den Schnee dahin und sorgen für Probleme im Unterland», schrieb Steffen Riedel im «Zürcher Unterländer».

«Die Nachtruhe vieler Feuerwehrleute in der Region endete gestern schon gegen 4 Uhr früh. Hausbesitzer zahlreicher Gemeinden im Unterland schlugen Alarm. Der Regen und das Schmelzwasser hatten ihre Keller geflutet. Fast während des ganzen Tages pumpten die verschiedenen Feuerwehren in Weiach, Glattfelden, Steinmaur, Schöfflisdorf und in Neerach das Wasser wieder aus den Häusern

Etwas weiter unten erwähnt Riedel auch die blockierten Strassen: «Für Behinderungen sorgte das ungebetene Nass auf den Strassen im Unterland. Besonders in Senken oder Talmulden liefen die Wassermassen zusammen und überfluteten die Verkehrswege. So geschehen auf der Hauptstrasse zwischen Weiach und Glattfelden, auf jener durchs Neeracherried zwischen Höri und Dielsdorf und auf der Wehntalerstrasse bei Adlikon

Über die Überschwemmung der Hauptstrasse Basel-Winterthur auf Weiacher Gemeindegebiet, Höhe Winkelwiesen, berichtete sogar der Blick. Sie ist wohl darauf zurückzuführen, dass an den nordexponierten Hängen von Ebnet und Wörndel (Leuenchopf) vielerorts der Boden noch gefroren war. Statt zu versickern lief das Wasser dort zusammen, wo es bis zur Bachkorrektur natürlicherweise durchgeflossen war. Nämlich durch die Winkelwiesen gleich nordöstlich des Dorfeingangs.

«Am späteren Nachmittag beruhigte sich die Situation wieder. Die Gefahr von Überflutungen bleibt aber akut. Das regnerische Tauwetter soll noch einige Tage anhalten», schliesst Riedels Beitrag.

Die Bilder zum Text finden Sie im Originalartikel auf der Website des «Zürcher Unterländers».

Quellen

1 Kommentar:

WG(n) hat gesagt…

Auf der Website der Feuerwehr Glattfelden-Stadel-Weiach gibt es seit 12. März einen Artikel über den Hochwassereinsatz samt Bild der überschwemmten Hauptstrasse Nr. 7 bei Weiach. Autor ist der Kommandant, W. Balmer:

Auch die Feuerwehr Glattfelden-Stadel-Weiach wurde gefordert

Die Wetterkapriolen in der letzten Woche machten ja bekanntlich auch vor dem Zürcher Unterland nicht halt. Über das Wochenende vom 4. / 5. März musste unsere Feuerwehr nicht weniger als 6 Mal ausrücken.


[...]

Am 9. März kam dann das grosse Wasser. Bereits um 06:48 wurde wir durch die Regionale Alarmzentrale zu einem Wasserereignis auf der Hauptstrasse zwischen Weiach und Glattfelden aufgeboten. Die Wasserlache kurz nach der Dorfausfahrt Weiach bedeckte bereits ¾ der Fahrbahn. Die Bagatellgruppe Weiach musste das Wasser mit einer Motorspritze und einer Tauchpumpe über die Hauptstrasse pumpen. Mit der Verkehrsgruppe musste auf der Glattfelderstrasse während rund drei Stunden ein Einbahnverkehr organisiert werden.