Der Rheinhof im Griesgraben
Den ersten Namen trägt er, weil er die einzige Weiacher Hofsiedlung direkt am Rhein ist, den zweiten, weil er am Ende des Griesgrabens steht, einer Erosionsrinne in den Niederterrassenschottern, die zwischen dem Dorf und dem Rhein gegen das Hard hin eine breite Ebene bilden. Auf der Höhe des Griesgrabens ist es aber bereits vorbei mit der Kiesebene. Beim Rheinhof lugen da und dort Kalkrippen aus dem Boden.
Nach knapp 200 Jahren dem Verfall preisgegeben
Der Hof liegt auf der mutmasslichen Fluchtroute Franz Hohlers und ist leider schon seit längerem ein nicht mehr bewohntes Gebäude. Es ist sogar schon so weit, dass er statistisch bereits nicht mehr existiert: Der Name «Rheinhof» wird zwar noch genannt, ihm ist jedoch kein Gebäude mehr zugeordnet, obwohl der alte Hof am Rheinufer nach wie vor steht. Unbewohntheit macht ein Gebäude offenbar statistisch partiell unsichtbar.
Das Wohnhaus wurde 1810 erstellt und hat schon etliche Gefahren überlebt, vor allem mehrere Rheinhochwasser. Eines spülte 1876 eine Mühle weg, 1912 riss ein weiteres ein Wasserrad mit. Heute scheint es, dass nicht Wasser, sondern Vernachlässigung dem Haus letztlich den Rest geben wird. Oder schon gegeben hat, wie man vermuten muss, wenn man es sich von nahe ansieht.
Weitere WeiachBlog-Artikel zum Rheinhof
- Auf Franz Hohlers Fluchtroute. (8. Dezember 2005; Nr. 35)
- Siedlungsstatistik – amtlich zürcherisch. (25. Februar 2007; Nr. 398)
0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
Links to this post:
Link erstellen
<< Home