Dienstag, 28. Dezember 2021

Weiacher Hexe in Baden im Aargau verbrannt, 1616

«WAS? Sie glauben nicht an Hexen? Fensterplatz und in der Schule nicht aufgepasst, hä? Das weiss doch jedes Kind: Hexen muss man töten! Also gibt es sie. Ist doch logo! Die Bibel sagt die Wahrheit. Lies 2. Mose 22,17 - Da steht's!» 

So könnte es damals getönt haben. Vor 400 Jahren behaupteten nur ein paar nicht ernst zu nehmende, gottlose, spinnerte Schwurbler, es gebe keine Hexen.

In Weiach gab es besonders viele Hexen. Und wer mit einer solchen verwandt war, war in Teufels Küche. Wie Barbara Balthasin im Mai 1616. Denn im Januar war schon ihre Schwester Ursula in Zürich als Hexe hingerichtet worden. Die in Kaiserstuhl verheiratete Barbara ereilte dasselbe Schicksal in Baden AG. 

Barbara gab zu, im Stockiwald oberhalb Weiach mit dem Teufel zu tun gehabt zu haben!

Solche Gefährderinnen musste man verbrennen und die Asche richtig entsorgen. Das war ein Gebot der öffentlichen Gesundheitsvorsorge.

Lesen Sie auf S. 54-56, was alt Staatsarchivar Dr. Otto Sigg über diesen Fall herausgefunden hat:

Quelle 

  • Brandenberger, U. (Hrsg.): Die Weiacher Hexenprotokolle. Eine Zusammenstellung der verfügbaren Informationen. Wiachiana Dokumentation Bd. 1, - 4. abermals erweiterte Auflage, Dezember 2021 – S. 54-56 [Download: PDF, 3.47 MB].

[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 28.12.21, 22:17 MEZ; Repost auf WeiachBlog am 30. Mai 2022 um 00:57 MESZ]

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