Dienstag, 29. März 2022

«Lebendes Kulturdenkmal». Zum Tod von Hans Rutschmann

Flaggen auf halbmast. Wie die Gemeinde gestern Abend mitteilte (https://bit.ly/36UDoxd) ist Hans Rutschmann, unser lebendes Kulturdenkmal schlechthin, im 95. Altersjahr für immer von uns gegangen. Der «Ruetschme» hinterlässt eine grosse Lücke. R.I.P., Hans!


Nachtrag 1: Todesanzeige und Abdankung

Am 31. März um 11:18 ist (auf Facebook) noch die Todesanzeige dazugestellt worden, mit dem Hinweis: «Die Abdankungsfeier findet heute um 14 Uhr in der Kirche Weiach statt.»

Ursprünglich hatten die Angehörigen eine Abschiedsfeier im engsten Familienkreis geplant, haben sich dann aber angesichts der weit über die Gemeindegrenzen hinausgehenden Wirkung Ihres Verstorbenen doch für eine öffentlich zugängliche Abdankung entschieden.


Nachtrag 2: Bedeutung für Weiach

Es gibt wohl niemanden, der zwischen 1982 und 2018 in Weiach gewohnt hat, der oder die noch nie ein Werk unseres «Dorfkünstlers» bei sich im Haus hatte. Und sei es auch nur temporär im Briefkasten. Die Titelblätter des Weiacher Mitteilungsblatts brachten nämlich Monat für Monat wieder ein neues Ruetschme-Bild frei Haus geliefert.

An Hans Rutschmann führte in Weiach deshalb sozusagen kein Weg vorbei. Nicht nur wegen seines Wohnorts an der Alten Post-Strasse 4, dem historischen Zentrum der Gemeinde an der Gabelung Winkelstrasse-Oberdorfstrasse-Alte Poststrasse.

Der Verstorbene ist aus dem Kulturleben der Gemeinde auch sonst nicht wegzudenken, wie die Wiachiana Doku Nr. 4 über das Ortsmuseum am Müliweg 1 zeigt:

Hans Rutschmann war seit den Gründerzeiten noch vor der Eröffnung des Weiacher Ortsmuseums Teil der Crew, welche die Institution ab Herbst 1966 in ihrer heutigen Form auf- und ausgebaut und damit nachhaltig geprägt hat.

Von 1978 bis 2004 war Hans überdies Präsident der Ortsmuseumskommission. Also über 37 Jahre als Mitglied, davon 27 als Präsident. Der stille Schaffer war sozusagen die Seele dieses Museums.


[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 29. März 2022, 06:28 MESZ; Inhaltlich stark erweiterter Repost auf WeiachBlog am 7. Juli 2022 um 15:39 MESZ]

Montag, 28. März 2022

Der Triumph der kochenden Männer. Ein Wahlkommentar.

Die letzten 17 Artikel auf WeiachBlog haben den Wahlkampf für Gemeinderat und Schulpflege dokumentiert. Einen Wahlkampf, in dem es für die beiden genannten Gremien wirklich Auswahl gegeben hat für die Stimmberechtigten der Gemeinde Weiach. 

Das Gegenteil gilt für die Rechnungsprüfungskommissionen von politischer und evang.-ref. Kirchgemeinde sowie für die Kirchenpflege. Da herrscht leider Flaute: mehr Sitze als Kandidierende!

Warten auf die Resultate am Wahlapéro

Nach dem Wahlpodium vom 7. März gab es nun gestern Nachmittag sozusagen ein Absenden wie beim Schiessen. Die Resultate wurden am offiziellen Wahlapéro der Gemeinde bekanntgegeben. Er konnte dank bestem Frühlingswetter auf dem Spielplatz zwischen Schulhaus, Kirchenbezirk, Gemeindehaus und Baumgartner-Jucker-Haus stattfinden.

Wie lief das Ganze ab? Um 11 Uhr wurde das Wahlokal geschlossen. Auf 13 Uhr war der Start des Apéros angesetzt. Bis die Resultate ausgezählt und die Protokolle unterschrieben waren, hat es dann aber doch noch bis 14 Uhr gedauert. 

Um 14:20 Uhr twitterte Kandidat Michael Frauchiger: «15.5.22 zweiter wahlgang. Es bleibt spannend». Und kurz darauf veröffentlichte er ein Foto mit den Resultaten der Ausmarchung um den Gemeinderat.

Keine Experimente, bitte. Käpitan soll weitermachen

Anders als 2010 und 2014 entbrannte diesmal keine Kampfwahl ums Präsidium. Für das Amt des Gemeindepräsidenten war die Sache klar und deutlich. Auf fast zwei Dritteln der gültigen Stimmzettel (222 von 340) wurde Stefan Arnold für eine weitere Amtszeit als Präsident bestätigt.

Die tiefe Stimmbeteiligung von gerade einmal 27.6 % lässt erahnen, dass die Ergebnisse massgebend von der konservativen Stammwählerschaft aus dem alten Dorfkern bestimmt worden sind:


Die wenigen Stimmberechtigten, die sich an der Urne geäussert haben, sind offensichtlich mit dem Kurs von Kapitän und Mannschaft zufrieden. Die krachende Niederlage in der Balance-Abstimmung hat nicht geschadet. Alle Bisherigen wurden mit überzeugenden Quoten im Amt bestätigt: Brüngger (auf 70.0 % der abgegebenen Wahlzettel), Arnold (69.1 %), Wunderlin (67.6 %).

Von den sechs Neuen machte Jean-Marc Petitpierre (55.6 %) auf Anhieb das Rennen. Alle anderen Kandidierenden haben das absolute Mehr nicht erreicht und müssen daher in einen 2. Wahlgang. 

Von den Nichtgewählten am besten abgeschnitten hat die erst zweite Frau, die in der Weiacher Geschichte je für den Gemeinderat direkt kandidiert hat: Manuela Galimberti-Vogel fehlten nur gerade 5 Stimmen! Die Stimmberechtigten können also noch einmal überlegen, ob sie (etwas überspitzt formuliert) lieber eine Frau, einen SVP-Politiker (Frauchiger) oder einen Finanzberater (Kohli) wählen wollen. Dass die letztplatzierten Vieli und Senn noch Chancen haben, dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Es zählt die Kontinuität: Wahlflyer sind Schall und Rauch

Dieses Resultat ist ein eindeutiges Votum für Kontinuität. Ein Vertrauensbeweis für seit Jahren in der und für die Gemeinde engagierte Gruppierungen. Denn sowohl Brüngger (Jg. 1959) wie auch Petitpierre (Jg. 1969) gehören zur Mannechuchi Weych, die aus dem F.O.R.U.M. Weiach hervorgegangen ist. Beide sind seit über zwei Jahrzehnten in der Gemeinde ansässig. Da weiss man, was man wählt. Und wüsste es auch ohne Flyer. Wie in alten Zeiten. So erklärt sich der Triumph dieser kochenden alten Männer. Und so erklärt sich letztlich auch das Resultat von Galimberti-Vogel. Sie ist im Spätherbst 2007 nach Weiach gekommen.

Kandidierende mit Wohnsitz ausserhalb des alten Dorfkerns und mit wesentlich weniger als 10 Jahren in der Gemeinde (und damit entsprechend schlechterem Bekanntheitsgrad) haben es da wesentlich schwerer. Wer nicht aktiv in einem Dorfverein oder gar in der Feuerwehr mitmacht (wie GR Wunderlin, der erst nach 2011 nach Weiach gezogen ist), dem nimmt man die Zugehörigkeitsbekundung auch weniger ab. Ganz einfach.

Die Einheitsgemeinde nicht mitgerechnet

Martin Liebrich vom Zürcher Unterländer titelte um 15:38 Uhr: «Weiach muss nochmals wählen» und schrieb dazu:

«In Weiach haben es lediglich vier Kandidierende auf Anhieb in den Gemeinderat geschafft. Gewählt wurden die Bisherigen Andreas Brüngger (238 Stimmen), Stefan Arnold (235 Stimmen) und Stephan Wunderlin (230 Stimmen) sowie der Neue Jean-Marc Petitpierre (189 Stimmen). Manuela Galimberti-Vogel erreichte mit 147 Stimmen zwar das fünftbeste Resultat, verpasste aber das absolute Mehr von 152 Stimmen. Michael Frauchiger (122 Stimmen), Robin Kohli (119 Stimmen), Valentin Vieli (86 Stimmen) und Markus Senn (78 Stimmen) wurden ebenfalls nicht gewählt. Ein Sitz im Gemeinderat von Weiach bleibt damit frei, weshalb ein zweiter Wahlgang stattfinden muss. Dieser ist auf den 15. Mai angesetzt. Stefan Arnold bleibt Gemeindepräsident. Die Wahlbeteiligung lag bei 27,6 Prozent.»

Was der ZU-Journalist da nicht richtig hinbekommen hat: Es sind nicht vier Kandidierende, die es auf Anhieb in den Gemeinderat geschafft haben, sondern fünf. Liebrich hat den sechsten Gemeinderatssitz vergessen. Der für den Präsidenten der Schulpflege reservierte Sitz.

Zu Liebrichs Ehrenrettung sei angemerkt: Das offizielle Wahlprotokoll mit allen anderen Resultaten (als den von Frauchiger bekanntgegebenen) wurde erst um 16:06 Uhr auf der Gemeindewebsite veröffentlicht.

Gleich zwei Einträge für die Geschichtsbücher

Die eigentliche Sensation des gestrigen Sonntags ist die Wahl von Dania Peter als Schulpflegepräsidentin. Mit 252 von 311 gültigen Wahlzetteln – einer hervorragenden Quote von 81.0 % aller Stimmzettel – wurde sie in der Schulpflege bestätigt. Und mit 209 Stimmen (entsprechend 67.2 %) ist sie als Präsidentin in den Gemeinderat Weiach gewählt. Sie ist damit die erste Weiacher Schulpflegepräsidentin überhaupt (Eintrag 1)!

Auch der Bisherige Guido Moll wurde wiedergewählt (73.9 %). Dieses deutliche Bekenntnis zur Kontinuität entspricht also auch bei der Schule dem überwiegenden Wählerwillen.

Die Wortmeldung des bisherigen Schulpflegepräsidenten Samuel Meier (vgl. WeiachBlog Nr. 1800) hat offensichtlich ihre Wirkung nicht verfehlt. Sie ist nicht nur der meistabgerufene Beitrag unter den 17 eingangs erwähnten Artikeln. Wäre der Spross aus alteingesessenem Weiacher Geschlecht nicht aus beruflichen und familiären Gründen zurückgetreten, so hätte er sich um seine Wiederwahl keine Gedanken machen müssen. Es ist daher kein Wunder, wenn die Wählerschaft seinen Empfehlungen, Dania Peter und Guido Moll das Vertrauen auszusprechen, stattgegeben hat.

Nach der Wahl von Elsbeth Ziörjen-Baumgartner als Gemeinderätin (und ihrem nachfolgenden Verzicht auf das Amt; zu den Hintergründen vgl. WeiachBlog Nr. 766) im Jahre 2010 zieht nun auch in Weiach die erste Frau wirklich in den Gemeinderat ein (Eintrag 2). Und das mit einem Glanzresultat: Dania Peter hat nämlich ihren Konkurrenten Yves Mikel Weibel haushoch geschlagen. 

Weibel wurde zwar mit 171 Stimmen komfortabel in die Schulpflege gewählt, hat in der Ausmarchung um das Präsidium jedoch gerade einmal 67 Stimmen auf sich vereinigen können: nicht einmal ein Drittel der Stimmen für Peter. Auch hier könnte die langjährigere Ortsansässigkeit mitgespielt haben. Entscheidend war aber wohl die Portierung der Kandidatur Peter durch Samuel Meier.

Klar hinter den beiden Bisherigen auf Platz 3 in die Schulpflege gewählt wurde Melanie Bossert. Mit 192 Stimmen hat sie allerdings deutlich besser abgeschnitten als das als Gruppierung auftretende Quartett Weibel/Weingart/Vieli/Matthäi-Morris. Renate Weingart hat das absolute Mehr mit 101 Stimmen (32.5 % der Stimmzettel) eindeutig verfehlt. Und damit kommt auch der fünfte Sitz der Primarschulpflege am 15. Mai in den 2. Wahlgang.

Ein Mandat für die Einheitsgemeinde

Dass die beiden mit den höchsten Stimmanteilen abschneidenden Kandidierenden (Brüngger und Peter) bereits seit Monaten massgebend am Fusionsprojekt zwischen Politischer und Schulgemeinde gearbeitet haben, ist ebenfalls als deutliches Mandat zu werten. Die Stimmberechtigten wollen, dass die von ihnen gutgeheissene Fusion auch gut umgesetzt wird.

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Mit diesem Kommentar verabschiedet sich der WeiachBlog wieder von Ihnen. Die Arbeiten an der Chronologie für den Festführer «750 Jahre Weiach» erfordern den vollen Einsatz der knapp verfügbaren Zeit.

Freitag, 25. März 2022

Stephan Wunderlin – Gemeinderatskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Stephan Wunderlin – ein eigener Artikel reserviert.

Wie mit dem Kandidaten besprochen, werden in diesem Beitrag lediglich die Abbildungen der beiden Seiten des Flyers dokumentiert:

Löschungshinweis vom 19. Juni 2024

Die hier am 25. März 2022 eingestellten Bilddateien wurden auf Betreiben von Gemeinderat Wunderlin aus der Online-Version des Beitrags entfernt. 

Die Redaktion des WeiachBlog bedauert diesen Eingriff in die Informationsfreiheit ausserordentlich. Für diese – notabene unentgeltlich gewährte – Werbemöglichkeit kann sie jedoch kein Prozesskostenrisiko in der zu erwartenden Grössenordnung auf sich nehmen. 

Deshalb wird nicht gerichtlich geklärt werden, welches der sich gegenüberstehenden zwei Rechtsgüter höher zu gewichten ist: 
  • Der Anspruch der Person Stephan Wunderlin über das Schicksal des Wahlkampfflyers auch ohne Angabe von Gründen entscheiden zu dürfen (Rückzug der Publikationsgenehmigung), oder
  • Der Anspruch der Öffentlichkeit, sich – zumindest während des Zeitrahmens, in dem Wunderlin als Gemeinderat aktiv ist – darüber informieren zu können, mit welchen Daten und Argumenten der Kandidat Wunderlin in den Wahlkampf 2022 gezogen ist.

Donnerstag, 24. März 2022

Valentin Vieli – Gemeinderatskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Valentin Vieli – ein eigener Artikel reserviert.

Wichtiger Hinweis (vor allem für Nicht-Weiacherinnen und -Weiacher)

Der Kandidat hat Jahrgang 1982 und ist weder verwandt noch identisch mit dem auf Social Media-Plattformen kontrovers beurteilten ehemaligen Rechtsberater der grünen Zuger Aktivistin Jolanda Spiess-Hegglin.

Der nachstehende Text ist, basierend auf dem Flyer (s. unten), durch den Kandidaten selber erweitert und zur Publikation auf WeiachBlog eingereicht worden:

Valentin Vieli

Heute für die Zukunft

Kompetenz, Transparenz und Offenheit sollen durch meine effiziente Art eine solide Wirtschaft und ein gesundes Wachstum der Gemeinde für die Bürger von Weiach herstellen.

Als geborenes Bündner Dorfkind ist ein intaktes Dorfleben tief in mir als Wert verankert. Ein Miteinander, welches die Gemeinde Weiach zusammenschweisst, sollst auch Du in Weiach erleben dürfen.

Als gelernter Elektriker, ehemaliger Oberleutnant der Schweizer Armee oder als Key Account-Manager kümmere ich mich umfassend um spezifische Belange und Interessen eines Kundensegments oder eines einzelnen, strategisch bedeutenden Kunden und vertrete seine Anforderungen im Unternehmen. Ich entwickle das aktuelle Kundennetzwerk weiter und gewinne strategisch wichtige Kunden durch eine exakte Projektplanung und -begleitung dazu.

Die facettenreiche Thematik vom Weiacher Kieswerk über das Tiefenlager, der Verkehrsanbindung bis hin zum nachhaltigen Wachstum interessieren mich. Ein bedürfnisorientiertes und nachhaltiges Wachstum der Infrastruktur soll entstehen dürfen, damit nicht irgendwann ein Leerstand aufgrund mangelnder Attraktivität in Weiach folgt.

Wähle mich in den Gemeinderat, denn als leidenschaftlicher Troubleshooter, Key Account Manager beim Stadtwerk Winterthur und Vater von drei Kindern werde ich kommunikationsstark das Dorf für Dich attraktiv mitgestalten.

Mittwoch, 23. März 2022

Markus Senn – Gemeinderatskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Markus Senn – ein eigener Artikel reserviert.


Gemeinderatswahlen in Weiach 27.3.2022
Markus Senn
  • Parteilos
  • Geboren 1961
  • Verheiratet, 5 Kinder
  • Hofbetreiber aus Leidenschaft zu Tier und Natur seit 15 Jahren in Weiach
  • Selbständig mit MSb-Bautechnik GmbH
  • 20 Jahre Erfahrung in Management von Grossfirmen
  • 5 Jahre Gewerbeverbands Präsident Bachenbülach
  • Tätigkeit in Wahlkommissionen im Bezirk Bülach
  • Bodenständiger Mensch mit Humor und gesundem Menschenverstand
  • Freizeit ist: Familie, Enkelkinder, Tiere, Natur, Musizieren und Camping
Die Zukunft von Weiach liegt mir am Herzen
  • Zukunftsorientierte vernünftige Entscheidungen
  • Bevölkerung, Ausgewogener Haushalt
  • Schule, Kindergarten und Jugendliche
  • Infrastruktur, Wohnen, Gewerbe
Für das setzte [gemeint ist wohl: setze] ich mich mit Verstand und Herz ein 

Dienstag, 22. März 2022

Jean-Marc Petitpierre – Gemeinderatskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Jean-Marc Petitpierre – ein eigener Artikel reserviert.


Gemeinderatswahlen Weiach 27.03.2022
  • 1969, parteilos
  • verheiratet, 2 erwachsene Kinder
  • seit 20 Jahren in Weiach
  • Inhaber und Geschäftsführer Medo Lift GmbH
  • Eidg. dipl. Mechanikermeister
  • RPK ref. Kirche 2018-2022
  • Vorstand Männerriege Weiach
  • Vorstand Mannechuchi Weych
  • Wandern, Schneeschuhlaufen
Jean-Marc Petitpierre

Ich will die Zukunft von Weiach mitgestalten. Ich setze mich ein für
  • ein lebendiges Dorf
  • effiziente Abläufe und funktionierende Infrastrukturen
  • eine transparente und zukunftsorientierte Politik
Herzlichen Dank für Ihre geschätzte Stimme.


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Hinweise der Redaktion WeiachBlog 

Die Internetadresse des Unternehmens des Kandidaten wurde von WeiachBlog eingefügt.

Jean-Marc Petitpierre wird von der Vereinigung Mannechuchi Weych portiert, vgl. den Artikel WeiachBlog Nr. 1802.

Montag, 21. März 2022

Robin Kohli – Gemeinderatskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Robin Kohli – ein eigener Artikel reserviert.

Robin Kohli

am 27. März 2022 in den Gemeinderat

Über mich

  • Betriebsökonom | verheiratet | seit 2016 in Weiach Wurzeln geschlagen
  • Präsident Vereinigung Gewerbe Weiach | OK-Mitglied 750 Jahre Weiach

Meine Ziele für Weiach

  • Finanziell gesunde und nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde
  • Weitsichtiges & nachhaltiges Schulprojekt steuerneutral finanziert

Mein Profil

Jung | Dynamisch | Parteiunabhängig

Die Flyer-Kampagne des Kandidaten Kohli unterscheidet sich in einem Punkt von derjenigen anderer Kandidierender: Sie folgt einem Stufenmodell. Den Flyer gibt's nämlich in zwei Versionen, einer älteren (links) und einer neueren (rechts). Der Unterschied liegt im roten Punkt.

[Roter Punkt Version 1]

Auf ein Bier im Chamäleon!
Freitag, 25.2.22
Freitag, 11.3.22
18:00 - 20:00 Uhr

[Roter Punkt Version 2]

Herzlichen Dank für Ihre Stimme!


Was Kohli ebenfalls gegenüber den anderen hervorhebt, ist der Umstand, dass er die Worte, die er an die Teilnehmenden des Wahlpodiums gerichtet hat, auch in schriftlicher Form zur Verfügung stellt. WeiachBlog rückt sie im Original ein:

Text der Ansprache am Wahlpodium vom 7. März 2022

«Liebi Mitbürgerinne und liebi Mitbürger

Zerschd möchd ich mich bi jedem einzelne vo ihne ganz herzlich bedanke, wo hüt da isch, dass sie eus z’Chance gäbed eus vorzstelle, eus Frage zstelle und eus nöcher kännezlerne.

Gern stell ich mich churz vor. Ich bin sit sächs Jahr mit minere Frau, zwei Chatze und hoffendli bald Nachwuchs in Weiach dihai. 

Mini Usbildig zum Bankkaufmaa mit Bruefsmatur hani bide Raiffeisen gmachd, aschlüssend als Privatchundeberater gschaffed und näbeddra mis Bachelorstudium in Betriebsökonomie absolviert. Han mich dänn selbständig gmachd, d’Firma verchauft und bide Valiant Bank als Privat- und Gschäftschundeberater gstarted. 

Det betreui näbst Hypothekar- und Alagechunde auno KMUs bin de stellvertretend Gschäftsfüehrer vo eusere Gschäftsstell in Bade. Ich mache näbeddra no es Masterstudium in Innovation wonni aktuell gad mini Masterarbeit schribe tuen. 

I minere Freizit tuen ich im Winter sehr gern Ishockey spille, bin en grosse Fan vo American Football und bin gern ufem Velo und lärn gern Neus.

Gnueg vo mir - chömemer zu demm wiesomer hüt da sind - euses dihai Weiach. Mir sind innere einzigartige Situation, will mer jetzt d’Weiche fürd Zuekunft chönnd stelle. Nöd nur personell, sondern au inhaltlich. 

Mir stönd vor grosse Projekt, wie de langfristige Schuelruumplanig, wommer jetzt die einmalig Möglichkeit hät, euses Dorf effektiv z’verbinde. Und das isch für mich absolut zentral - mir sind schliesslich eis Dorf, eis Weiach. Und drumm isches mir wichtig, dass mer mit früsche Chräft, früsche Idee’ a dem Projekt chan schaffe. 

Ei Idee devo han ich uf mim Wahlflyer bereits akündiged - die stüürneutrali Finanzierig vomene witsichtige & nachhaltige Schuelprojekt. Wänn sie mir d’Chance gäbed, sie im Gmeindrat dörfe z’verträtte, wird ich alles defür tue, dass us däre Idee Realität wird. 

Dass euses Dorf verbunde wird, dass d’Asprüch vo eusne Chind i allne Schuelstufe, eusere Schuel, eusne Verein und schlussändlich au de Asprüch vo eus sälber Rächnig treit wird und dass das ganze stürneutral und demit ohni Erhöchig vom Stürfuess chan finanziert werde. 

Gäbed si mir mir als Verträtter vo dä nöchschde Generation d’Chance, Idee’ für en erfolgrichi Zuekunfd vo Weiach izbringe. Mit mir händ sie öpper wo aktiv Problem löst, Useforderige meischtered und neui Perspektive dribringt. 

Mit mir händ sie aber öpper, wo si genau wüssed, dass er d’Aligge vode Bevölkerig ernschd nimmt, dasser langfristig dänkd und mit vollem Elan für Weiach schaffe wird. 

Möchded sie iri Idee’ fürs Weiach vo morn mit mir teile, sie meh über mich und mini Positione wüsse dänn chömed sie doch am nöchschde Fritig, am 11. März uf es Bier is Chamäleon verbi. Sie sind herzlich iglade und ich wür mich sehr über ire Bsuech freue.

Wähled sie am 27. März 2022 mich, dä Robin Kohli, als ihre neue Gmeindrat. Ville Dank.»

Wahlwerbung Dritter

Wo die Mannechuchi Weych die Kandidaturen ihrer Mitglieder Petitpierre und Brüngger unterstützt, da tut es ihr die Vereinigung Gewerbe Weiach gleich: Sie portiert Kohli und Weibel: «Das Gewerbe Weiach empfiehlt für die Neuwahlen 2022 Robin Kohli für den Gemeinderat und Yves Weibel für die Schulpflege als Präsident

«Stimmen auch Sie für unsere engagierten Mitglieder Robin Kohli und Yves Weibel – für eine gesunde und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Weiach. Gemeinsam für ein starkes Weiach.»

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Hinweise der Redaktion WeiachBlog

Herr Kohli hat bereits bei den Gemeinderatswahlen 2018 kandidiert, wie man seinem Facebook-Auftritt entnehmen kann.

Für den Artikel des Kandidaten Weibel vgl. WeiachBlog Nr. 1794

Sonntag, 20. März 2022

Manuela Galimberti-Vogel – Gemeinderatskandidatin

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Frau Manuela Galimberti – ein eigener Artikel reserviert.


Manuela Galimberti-Vogel

Am 27.03.2022 in den Gemeinderat

Für eine moderne Gemeindepolitik mit gesunden Finanzen sowie ein starkes regionales Gewerbe.

Über mich:
Als gelernte kaufmännische Angestellte mit der Weiterbildung zur HR-Fachfrau EFA und Sachbearbeiterin Immobilienbewirtschaftung SVIT kann ich meine langjährige Berufserfahrung erfolgreich für die Gemeinde Weiach einsetzen.

Aus der Region - für Weiach!


Hinweis der Redaktion WeiachBlog: Die Hinterseite des Flyers ist leer. 

Und was bedeutet «EFA»? Das steht für «Eidgenössischer Fachausweis». Und «SVIT» ist der «Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft».

Samstag, 19. März 2022

Michael Frauchiger – Gemeinderatskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Michael Frauchiger – ein eigener Artikel reserviert.

Foto aus einer Kampagne vom Juni 2021

Wahlflyer 2022

Optisch hat sich Frauchiger in den letzten Monaten stark verändert, wie man auf seinem Flyer für die Gemeindewahlen sieht:

Michael Frauchiger, neu, in den Gemeinderat
www.michael-frauchiger.ch
Die richtige Wahl für Weych am 27. März!


Michael Frauchiger, neu, in den Gemeinderat
Liebe Weycherinnen, liebe Weycher

Nicht nur Worte, sondern Taten
Schon lange engagiere ich mich politisch, bis anhin lediglich in Form von Komitees und Parteiarbeit. Nach langer politischer Arbeit im Hintergrund habe ich mich deswegen auch entschieden, den Worten nun Taten folgen zu lassen. Ich möchte Verantwortung für die Gemeinde Weiach übernehmen. Für die Gemeinde, in welcher ich nun seit 5 Jahren wohnhaft bin und ich mich aufgenommen und angenommen fühle.

Meine Standpunkte:
  • Gesunde Gemeindefinanzen sind wichtig. Weiach ist ein einmaliges Dorf mit einer enormen Entwicklung.
  • Erfahrung und Vernetzung zählt. Durch das enorme Wachstum in den letzten Jahren steht die Gemeinde vor grossen Herausforderungen. Mit Fachwissen aus der Baubranche und guter Vernetzung auf Bezirks- und Kantonsebene möchte ich die Gemeinde bestmöglich mitgestalten.
  • Respektvoller Umgang mit allen Beteiligten und Kontinuität zur Sicherung der Gemeindequalität. Nur gemeinsam schaffen wir gute und praktikable Lösungen.
Sie sehen die grossen Herausforderungen genau so?

Dann wählen Sie am 27. März die bisherigen Gemeinderäte und den Gemeindepräsidenten sowie mich als neue Kraft in den Gemeinderat.

Als Gemeinderat setze ich mich für Ihre Anliegen ein.
Das verspreche ich Ihnen

Kasten rechts

Michael Frauchiger
Direkt, engagiert, motiviert und sich der Herausforderung bewusst.
31 Jahre, ledig, Projektleiter HLS
geboren und aufgewachsen in Winterthur (ZH)

Ausbildung
  • Sanitärmonteur
  • Haustechnikplaner/Sanitär
  • Eidg. Dipl. Techniker HF Gebäudetechnik
Politisches Engagement
  • Präsident SVP Stadel
  • Vorstand SVP Bezirk Dielsdorf
  • Vorstand SVP Kanton Zürich
  • 2007-2019 in diversen Funktionen an der Eidg. Jugendsession
  • 2019 Kantonsratskandidatur und zweiter Ersatz SVP Bezirk Dielsdorf
Kommunalpolitische Erfahrungen
  • Baukommission Einsiedeln (SZ) 2012
  • Energiekommission Einsiedeln (SZ) 2012-2014
  • Gleichstellungskommission Kt. Schwyz 2014-2016
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Hinweis Redaktion WeiachBlog

Am 29. September 2021 hat Michael Frauchiger auf diesem Blog bereits einen Text publiziert, in dem er auch etwas über seine Herkunft verrät: «Erfahrungen und Erwartungen zählen nicht» (WeiachBlog Nr. 1753).

Ein bunter SVP-ler

Frauchiger, Twitter-Name @MFrauchigerSVP, ist der einzige unter den Kandidierenden dieser Weiacher Gemeindewahlen, der unter einem Parteilogo antritt. 

Alles andere würde auch wie ein Versteckspiel anmuten, denn er ist der einzige Kandidierende, der eine öffentliche Person mit sozusagen schweizweitem Bekanntheitsgrad ist. 

So titelten am 2./3. Januar 2020 insgesamt mindestens 18 Zeitungen mit einer knackigen Schlagzeile im Stile: «Der Schwule, der Erzkonservativen hilft» (Freiburger Nachrichten). Selbst im Ausland ist das aufgefallen. Am 5. Februar desselben Jahres erschien ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung aus München. 

Wie es sich heute für einen jungen Politiker gehört, führt Frauchiger nicht nur eine eigene Website, sondern unterhält natürlich auch Social-Media-Auftritte bei Instagram und Facebook. Zusammen mit Andreas Leupi (SVP, Gemeinderatskandidat Oberengstringen) publiziert er sogar einen politischen Podcast mit dem frechen Titel #Kompromist.

Freitag, 18. März 2022

Andreas Brüngger – Gemeinderatskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Andreas Brüngger – ein eigener Artikel reserviert.

Bild aus: Leitbild Weiach 2018-2022

Gemeinderatswahl Weiach

27. März 2022

Andreas Brüngger

  • liberal, offen 
  • im Dorf verwurzelt
  • lösungsorientiert
  • naturverbunden

Für Ihre Stimme bedanke ich mich ganz herzlich.

Kasten rechts

1959, verheiratet, 4 erwachsene Kinder
seit 24 Jahren in Weiach

Beruf:
Betriebswirtschafter HWV

Politik:

  • parteilos
  • Gemeinderat seit 2018
  • Co-Leiter Baukommission Schulraum+ Weiach (2022)

Hobbies:

  • Mannechuchi Weych
  • Männerriege Weiach
  • Sport (Waldläufe/OL/Ski)

Neben seinem persönlichen Flyer wurde zu seiner Unterstützung über die Facebook-Gruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» auch die nachstehende Wahlwerbung der Vereinigung Mannechuchi Weyach veröffentlicht:


Hinweis der Redaktion WeiachBlog: Andreas Brüngger ist auch einer der Initiatoren der Gruppe F.O.R.U.M Weiach, die seit 2007 (vgl. WeiachBlog Nr. 551 und 552) vielfältige Aktivitäten entwickelt hat und aus der u.a. die Mannechuchi Weych hervorgegangen ist.

Donnerstag, 17. März 2022

Stefan Arnold – Gemeindepräsidentschaftskandidat

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert – wie hier Herrn Stefan Arnold – ein eigener Artikel reserviert. 

Eulentransport

Den Weycherinnen und Weychern ihren langjährigen Gemeindepräsidenten noch vorstellen zu wollen, heisst schon fast Eulen nach Athen tragen. Er führt die Geschicke der politischen Gemeinde nun immerhin seit 8 Jahren.

Als Präsidentschaftskandidat steht Arnold ohne Herausforderer im Rennen. Aber bei insgesamt 9 Kandidierenden für nur fünf Gemeinderatssitze (der sechste ist seit Anfang Jahr für das Präsidium der Schulpflege reserviert), besteht für die Stimmberechtigten eine Auswahl, die es in dieser Breite auch in Weiach noch selten (oder gar nie?) gegeben hat.

Die grosse Konkurrenz zeitigt werbetechnische Folgen: Alle neun sich zur Wahl stellenden Personen (also auch die Bisherigen, inklusive Präsident) haben Werbeflyer zu ihrer Person drucken lassen! Diese Flyer sollen in den nächsten Tagen bis zum Wahltag vorgestellt und dokumentiert werden.



Stefan Arnold (bisher) in den Gemeinderat und als Gemeindepräsident

parteilos

Gemeindewahlen am 27. März 2022
Stefan Arnold 2x auf Ihre Liste:
einmal als Mitglied und einmal als Präsident

Über mich

  • Familie: Verheiratet, 2 Kinder
  • Alter: 48
  • Beruf: Bankkaufmann / Mitglied der Geschäftsleitung
  • Beruflicher Werdegang: 30 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche (Gross- und Zentralbank (SNB)); seit 8 Jahren in leitender Funktion bei einer Raiffeisen Genossenschaftsbank
  • Politischer Werdegang: Gemeindepräsident Weiach seit 2014
  • Freizeit: Familie, Sport, Weiterbildung, Exekutivpolitik

Das braucht Weiach:

Erhaltung der Wohn- und Lebensqualität und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde, langfristige finanzielle Stabilität, aktives Kultur- und Vereinsleben, Kontinuität in der Exekutivbehörde.

Ich will weitere 4 Jahre in den Gemeinderat, weil...

... ich für Weiach weiter Verantwortung übernehmen möchte.
... ich meine Erfahrung in der sehr anspruchsvollen Zeit einbringen möchte.
... ich mich weiter für die gesunde Balance zwischen Wirtschaft und Politik in meiner Gemeinde engagieren möchte.
... ich mit meiner jungen, frischen und diplomatischen Art zuhören, entscheiden und vertreten kann.

Welche Herausforderungen stehen unmittelbar an:

  • Schaffung klarer Strukturen nach der Bildung der Einheitsgemeinde
  • Zielgerichtete und finanziell tragbare Schulraumplanung
  • Vertretung der Gemeinde Weiach im Sachplan geologisches (atomares) Tiefenlager

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

«Gerne übernehme ich für weitere 4 Jahre Verantwortung für unser Weiach»

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Anlässlich des Wahlpodiums, so teilte Arnold der Redaktion WeiachBlog schriftlich mit, «habe ich übrigens ankündigt, dass es mein letzter Wahlkampf wird. Nach 8 oder allenfalls 12 Jahren ist dann fertig...».

Mittwoch, 16. März 2022

Der abtretende Schulpflegepräsident meldet sich zu Wort

Samuel Meier, amtierender Präsident der Primarschulpflege Weiach und seit dem Inkrafttreten der neuen Gemeindeordnung (GO 22) ex officio sechster Gemeinderat von Weiach, tritt bekanntlich nicht zur Wiederwahl an.

Zu seinen Beweggründen hat sich Meier u.a. am Wahlpodium vom 7. März im Gemeindesaal geäussert, das trotz expliziter Anfrage des Wiachiana-Verlags an die Wahlbehörde leider nicht auf Video aufgenommen wurde.

Die über 90 % derjenigen Stimmberechtigten, die am Wahlpodium nicht dabeisein konnten, sollten per Post ein Flugblatt Meiers in ihren Briefkasten zugestellt erhalten haben. 

WeiachBlog dokumentiert nachstehend den Inhalt dieses auf den 28. Februar datierten Flyers (vgl. Bild). Der Text wurde nach Rücksprache mit dem Verfasser orthografisch durchgesehen und enthält wie bei Dania Peter zwecks Spamprävention keine Kontaktdaten.


Behördenwahlen vom 27. März 2022

Sehr geehrte Stimmberechtigte von Weiach

Gerne möchte ich mich bezüglich der anstehenden Behördenwahlen, welche am 27. März 2022 stattfinden, mit einigen persönlichen Worten an Sie richten.

Zuerst zu meiner Situation:

Seit Juli 2018 darf ich die Schulpflege als Präsident führen, genau seit einer Legislatur. Normalerweise folgt auf eine Legislatur eine Zweite. Bekanntlich wurden die politische Gemeinde und die Schulgemeinde per 1. Januar 2022 zu einer Einheitsgemeinde zusammengeführt. Seither darf ich neben meinen Aufgaben als Schulpflegepräsident auch noch Einsitz im Gemeinderat nehmen. Mein nebenamtliches Pensum hat sich dadurch nahezu verdoppelt. Leider ist dieses grosse Pensum nicht mehr vereinbar mit meinem Privat- und Berufsleben, weshalb ich nicht mehr zur Wahl antrete und meinen Platz als Schulpflegepräsident frei gebe.

Beständigkeit:

Die bisherigen Schulpflegemitglieder, Herr Guido Moll und Frau Dania Peter stellen sich erneut zur Wahl in die Schulbehörde zur Verfügung.

Mit Guido Moll können Sie einen langjährigen Schulpfleger, welcher u.a. im Bereich Neubauprojekt auf ein sehr grosses Wissen zurückgreifen kann, wieder wählen. Guido Moll hatte bereits beim letzten Bauprojekt den Vorsitz der Baukommission. Dieses Amt führte er auch in der neu zusammengesetzten Baukommission in einer Co-Leitung mit dem Gemeinderat Andreas Brüngger aus.

Dania Peter ist seit ca. 1 1/2 Jahren im Amt und hat sich sehr schnell und gut in die Behörde eingelebt. Zurzeit führt sie das Ressort Sonderpädagogik. Dieses Amt führt sie sehr gewissenhaft und genau aus. Dania Peter wirkte zudem in der Projektgruppe "Einheitsgemeinde" mit. In dieser Gruppe stand sie regelmässig im Austausch mit Gemeinderäten und trug ihren Teil zur Einführung der Einheitsgemeinde bei. Auf dem Papier besteht die Einheitsgemeinde seit dem 1. Januar 2022. Faktisch gibt es aber noch Unmengen von Arbeiten, welche im Zuge der Zusammenführung erledigt werden müssen. Die Projektgruppe wurde aufrechterhalten und es finden nach wie vor regelmässige Sitzungen statt, damit die anstehenden "Baustellen" in Sachen Einheitsgemeinde umgesetzt und erledigt werden können.

Mit der Wahl von Guido Moll als Schulpfleger und Dania Peter als Schulpflegepräsidentin, bringen Sie, liebe Stimmberechtigte, Stabilität in unsere Gemeinde. Zwei erfahrene Behördenmitglieder könnten so an den bestehenden Projekten weiterarbeiten, damit beide Projekte erfolgreich umgesetzt werden können.

Bei Fragen stehe ich gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Weiach, 28. Februar 2022

Samuel Meier
Schulpflegepräsident
Schule Weiach

[Veröffentlicht am 17. März 2022 um 00:20 MEZ]

Dienstag, 15. März 2022

Guido Moll – Kandidat für die Schulpflege Weiach

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert - wie hier Herr Moll - ein eigener Artikel reserviert. Guido Moll hat darauf verzichtet, einen separaten Text für WeiachBlog zu verfassen. Eingerückt sind daher Bild und Volltext seines Werbeflyers.


Erneuerungswahlen Weiach

Wählen Sie am 27. März in die Primarschulpflege
GUIDO MOLL
bisher, parteilos

1978, verheiratet, 3 schulpflichtige Kinder
Berufsunteroffizier der Schweizer Armee
Wohnhaft in Weiach seit 2009

Ich bringe Erfahrung aus neun Jahren Primarschulpflege mit;

Bin bereit mich für eine moderne und zielgerichtete Schulinfrastruktur einzusetzen;

Engagiere mich für die Kinder, die Vereine und zum Wohle der Weiacher Bevölkerung;

starke Schule 
starke Kinder -
unsere Zukunft!

Hinweis der Redaktion WeiachBlog: Morgen Mittwoch erscheint zu Dokumentationszwecken auch die Stellungnahme des nicht mehr kandidierenden, derzeitigen Präsidenten der Primarschulpflege, Gemeinderat Samuel Meier, zu den Kampfwahlen in die Primarschulpflege (Flugblatt vom 28. Februar 2022).

Montag, 14. März 2022

Dania Peter – Präsidentschaftskandidatin für die Schulpflege Weiach

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert - wie hier Frau Peter - ein eigener Artikel reserviert. Frau Peter hat darauf verzichtet, einen separaten Text für WeiachBlog zu verfassen. Eingerückt ist daher der Volltext ihres Werbeflyers (bereinigt um Kontaktdetails zwecks Stalking- und Spamprävention sowie orthografischer Durchsicht).

Dania Peter

(bisher) Mitglied der Primarschulpflege
(neu) Präsidentin der Primarschulpflege

Macherin - mit einer Vision

Gemeindewahlen 27. März 2022

DANIA PETER, parteilos

2 x auf Ihre Liste
einmal als Mitglied der Primarschulpflege
einmal als Präsidentin der Primarschulpflege 

Das bin ich

Seit 2007 wohne ich mit meinem Mann und unseren vier schulpflichtigen Kindern in Weiach und kümmere mich hauptsächlich um die Familie.

Mein beruflicher Werdegang begann mit einer Ausbildung zur Dentalhygienikerin, führte mich dann in die Selbstständigkeit mit der Gründung einer kleinen Eventagentur. Nach dem Studium zum Bachelor in Betriebsökonomie und dem Master in Marketing war ich Partnerin einer Softwarecompany in Zug mit 50 Mitarbeitern.

2019 stieg ich wieder in das Berufsleben als selbständiger Lifecoach & Maltherapeutin ein.

Seit Sommer 2020 bin ich mit Freude in der Schulbehörde und habe das Ressort Sonderpädagogik übernommen.

Meine Freizeit gehört neben der Familie auch meinem Engagement im Verein EpiSuisse als Gruppenleitung epilepsiebetroffener Familien, der Ausbildung unseres Assistenzhundes Onyx, der Malerei und Dekoration. 

Warum Schulpflegepräsidentin?

Als Ihre zukünftige Schulpflegepräsidentin ist es mir eine Herzensangelegenheit, die Schule mit Weitblick, Menschlichkeit und Freude in eine neue Ära zu begleiten. 

Meine Erfahrungen aus der Arbeitsgruppe Einheitsgemeinde, und die herausfordernden letzten zwei Jahre für die Schule sind wertvolle Erfahrungen und ein wichtiger Bestandteil für die Arbeit in der Schulbehörde. Als bisheriges Schulpflegemitglied habe ich die Schwächen im System erkannt und durch kritische Selbstreflexion Veränderungen ins Rollen gebracht. 

Als Ihre zukünftige Schulpflegepräsidentin und Macherin mit einer Vision, will ich dem Taten folgen lassen. Ich stehe für eine zukunftsorientierte Schule, die für unsere nächsten Generationen die Bildung empathisch und professionell weitergibt, den Dorfcharakter aber mit Stolz in sich trägt.

Was braucht die Schule und Weiach?

Die Schule Weiach braucht in diesen anspruchsvollen Zeiten Kontinuität in der Behörde und ein Präsidium, welches im Gemeinderat die Bedürfnisse der Schule vertreten kann. Der dringend benötigte Schulraum hat oberste Priorität.

Als Gemeinde stehen wir vor grossen Herausforderungen. Die finanziell tragbare und zeitnahe Schulraumplanung, das Schaffen klarer Strukturen innerhalb der Einheitsgemeinde sind nur einige Themen, die angepackt werden müssen.

Die Erhaltung der Lebensqualität, die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde und ein aktives Dorfleben sind unabdingbare Bedürfnisse

Mit Engagement und Freude übernehme ich Verantwortung als Schulpflegepräsidentin und Mitglied des Gemeinderates für Ihre Schule und die Gemeinde Weiach

Sonntag, 13. März 2022

Wie gross waren die Schulklassen vor 250 Jahren?

In der Regel eindeutig zu gross. So würde die Einschätzung aus heutiger Perspektive lauten. Man hat einfach so viele Kinder wie möglich in die Schulstube hineingepackt. Damit musste der Lehrer halt fertig werden. Und entsprechend sahen dann auch die Lernerfolge aus: nicht sehr überzeugend. 

Die Forderung der Zürcher Obrigkeit war, dass Kinder im Minimum die Grundfertigkeiten im Lesen erwerben mussten. Darauf waren die Landschulen ausgerichtet. Wer Rechnen lernen wollte, der musste sich extra darum bemühen. Und wenn er Glück hatte, dann konnte der örtliche Lehrer sogar Rechenunterricht geben. In Weiach war das nicht der Fall, da verstand sich der Schulmeister auf diese «edle kunst» nicht (vgl. WeiachBlog Nr. 1769).

Eine Schule – ein Lehrer

Wie es um die Schulen vor 250 Jahren bestellt war, das kann man aus den Antworten zur sog. Zürcher Schulumfrage herauslesen. 

Im Jahre 1772 galt auf der Landschaft die Regel: eine Schule – ein Lehrer (und das waren damals ausschliesslich Männer). Je nach Ausdehnung der Kirchgemeinde gab es mehrere Schulen auf Gemeindegebiet. Weiach war und ist ein kompaktes Dorf ohne grosse Weiler und Aussenwachten. Eine Schule reichte. Anders war das in unseren zürcherischen Nachbargemeinden Stadel und Bachs (je zwei Schulen). In Glattfelden (mit Zweidlen, Rheinsfelden und Schachen) hingegen gab es nur eine einzige Schule!

Die Schülerzahlen schwanken je nach Arbeitsanfall

Wie gross der Ansturm auf die Schulstube konkret war, das hing davon ab, wie heftig die Schulpflege den Eltern auf die Finger geklopft hat. Denn in der Regel schickten diese ihre Kinder nur dann in die Schule, wenn sie nicht für landwirtschaftliche Arbeiten dringender gebraucht wurden.

Wenn also die obrigkeitliche Frage Aa2 lautet: «Wie stark ist dermalen in jeder Schule die Zahl der Kinder? Wie viel Knaben? Wie viel Mägdlein?», dann zeigt bereits die Frage Aa3, dass sich die Gnädigen Herren in Zürich des Problems sehr wohl bewusst waren: 

«Ist die Anzahl der Schulbesuchenden Kinder den ganzen Winter gleich? Wo nicht; wornach richtet sich die Ungleichheit?». Man wollte also herausfinden, wo die Probleme liegen. Daher die Umfrage. 

Für Weiach sind die Antworten leider recht kurz angebunden. Ausführlicher als der hiesige Berichterstatter äusserten sich diejenigen der Nachbargemeinden (in der Regel der Pfarrer).

Kirchgemeinde Weiach  (Quelle: StAZH E I 21.9.16)

 «Die anzahl der kinderen in der schul ist zwüschen 50 und 60. / Gegen 25 knäbli und 35 töchterli.» (Antwort Aa2)

«Außert der ersten und 2 letsteren wochen ist die anzahl der schul besuchenden kinderen gleich.» (Antwort Aa3)

Der Weiacher Berichterstatter (mutmasslich Pfr. Wiser) gab also einen Schwankungsbereich an. Die Zahl 50 dürfte sich auf diese erste Schulwoche (nach Martini) sowie die letzten beiden Wochen im Frühling (um Ostern herum) beziehen.

Die Schätzfrage: «Wieviele Schüler wurden vor 250 Jahren vom damaligen Lehrer unterrichtet?», die heute von Kandidierenden auf dem Weiacher Spielplatz gestellt wurde, kann man also am besten mit der Antwort «60» beantworten. Zum Vergleich: Damals hatte Weiach ca. 550 Einwohner.

Werfen wir zu Vergleichszwecken noch einen Blick auf oben schon erwähnte Nachbargemeinden:

Kirchgemeinde Glattfelden (StAZH E I 21.3.79)

«Die anzahl der schulkinder ist 72. Knäbli 38. Töchterli 34.»  Da hatte der Lehrer also noch 12 mehr als in Weiach.

Die Frage zu den Schwankungen bei den Schülerzahlen erhielt in Glattfelden die folgende Antwort: «Die anzahl der schulkinder ist nit den ganzen winter gleich, denn die gar kleine werden erst mit anfang des jahrs geschikt, weil sie sich den ersten winter nur an di schul gewohnen müsen, und die, so schon vollkommen lesen können, kommen auch nur selten, um sich im schreiben zu üben

Klar wird auch, dass Zweidlen keine eigene Schule hatte: «Die kinder, welche zu Zweydlen und zu Schachen auch zu Rheinsfelden wohnen, können bey rauher witterung die schul, von deren sie eine starke ½ stund entfehrnet sind, nicht besuchen, und wann sie dann keinen unterricht von den elteren haben, so genießen sie gar keinen.» Also Home-Schooling auf gut Glück.

Kirchgemeinde Stadel (StAZH E I 21.7.29)

In der Gemeinde Stadel wurden zwei Schulen geführt: «Die zahl der kindren über den winter belauffet sich zu Stadel auf 64, knäblein 30, mägdlein 34. Zu Windlach 32, knäbli 15, mägdli 17.» Man sieht hier deutlich die Windlacher Eigenständigkeitsbestrebungen.

Auch in Stadel, Windlach und Raat waren die landwirtschaftlichen Arbeiten die bestimmende Grösse, wenn es um den Schulbesuch ging: «Die anzahl der schulbesuchenden kindren ist anfangs winter gering, da es noch vor außen zu thun gibet, am höchsten nach dem n. jahr.» Dass die Zahlen ums Neujahr den Höchststand erreichen, zeigt, dass die Kinder jedenfalls für die Holzerei entbehrlich waren.

Kirchgemeinde Bachs (StAZH E I 21.2.28)

Auch Bachs führte zwei Schulen. Und zwar stand die kleinere davon nicht etwa bei den zum Neuamt gehörenden Höfen Im Thal (wie später), sondern aussert der zürcherischen Grenzen, nämlich im zu Fisibach gehörenden Waldhausen, dessen Einwohner überwiegend reformiert waren: 

«In der schul zu Bachs sind 53 kinder, knaben 25, töcht[er] 28. / In der schul zu Waldhausen 12 kinder, knaben 5, töcht[er] 7.»  Die Schule Waldhausen war also eine veritable Kleinklasse!

Aber auch in Bachs konstatierte der Berichterstatter, Pfr. Ludwig Holzhalb: «Die anzahl der schulkindren ist im anfang des winters nicht groß, wann man nit ernstlich wachet. Die ursach ist dise, weil die knaben zum dröschen und die töcht[er] zum spinnen angehalten werden. [...]»

Speziell an Bachs ist das höchstpersönliche Engagement des Pfarrers für die Schule, schreibt er doch: «Wann dem schulmeister etwas unvermeidenliches vorfalt oder wann er unpäßlich ist, so bin ich schulmeister.»

Donnerstag, 10. März 2022

Seit einem halben Jahrtausend geht es um die Wurst

Der Grundstein dafür, dass Weiach heute eine eigenständige Kirchgemeinde ist, der wurde gestern vor 500 Jahren gelegt. Ohne Reformation würden wir kirchlich wohl noch immer zur Pfarrkirche von Kaiserstuhl, der Marienkirche in Hohentengen ennet dem Rhein gehören (vgl. WeiachBlog Nr. 1615).

An diesem 9. März 1522, dem ersten Sonntag der Fastenzeit, taten einige Progressive aus dem Umfeld des Zürcher Leutpriesters Zwingli etwas absolut Unerhörtes: Sie assen Wurst! Fleisch war aber gemäss kirchlicher Lehre in der Fastenzeit tabu. Höchstens Fisch war erlaubt, denn der galt nicht als Fleisch.

Reformation erst ab 1522 und nicht ab 1519?

An diesem Wurstessen in den Räumlichkeiten des Zürcher Buchdruckers Froschauer war auch Zwingli selber zugegen, ass aber nicht von der verbotenen Räucherwurst. Ruchbar wurde die Sache trotzdem und wirbelte mächtig Staub auf. So viel Staub, dass wenige Jahre später kriegerische Auseinandersetzungen unabwendbar wurden. Eine Religionsspaltung, welche die Eidgenossenschaft in grosse Schwierigkeiten stürzte, war die Folge.

Wenn in älteren Publikationen der Beginn der Reformation sozusagen auf das Jahr 1519 gesetzt wurde - und zürcherische Pfarrherren schon das 200-jährige Jubiläum im Jahre 1719 feierten (vgl. WeiachBlog Nr. 1477), dann ist das etwas irreführend. Denn diese Zürcher Reformation war ein sich über mehrere Jahre hinweg entwickelnder Reifungsprozess. 1519 war nur der Amtsantritt Zwinglis als Grossmünsterpfarrer.

Wenn also gestern im Zürcher Grossmünster eine ökumenische Feier in Erinnerung an dieses Wurstessen veranstaltet wurde, dann ist dies zwar ein passenderer, aber eben immer noch arbiträrer Zeitpunkt für den Startschuss der Umwälzungen, die folgen sollten und uns bis heute beschäftigen. 

Der Buchdruck ist schuld

Ausgelöst wurde das ganze durch das Internet der damaligen Zeit, den Buchdruck. Denn dieses Handwerk ermöglichte breiteren Schichten der Bevölkerung den Zugang zu Flugblättern und letztlich ganzen Büchern wie der Bibel, etwas, was vor den Zeiten Gutenbergs ein unerschwinglicher Luxus war. Es ist daher bezeichnend, dass dieses Wurstessen ausgerechnet bei einem Buchdrucker stattfand. Sie waren mit dafür verantwortlich, dass damals, genau wie heute, enorm aufwühlende Zeiten herrschten, in denen das Neue von einigen freudig aufgenommen, von anderen aber erbittert bekämpft wurde.

Der Zürcher Rat entschied sich, die neue Glaubensauffassung anzunehmen und damit war letztlich auch der Wechsel zur Reformation im seit 1424 zum Zürcher Herrschaftsbereich gehörenden Weiach beschlossene Sache.

Dass die Weiacher dann aber spätestens 1540 ultimativ einen eigenen Pfarrer gefordert haben und partout nicht bereit waren, für Gottesdienste über den Kistenpass nach Stadel zu pilgern, steht auf einem anderen Blatt. Die intime Nähe zum rekatholisierten Kaiserstuhl hat die Zürcher Obrigkeit letztlich dazu gezwungen, der Forderung nach einem eigenen Pfarrer stattzugeben.

SRF-Beitrag zur Feier im Grossmünster

Mittwoch, 9. März 2022

Flugblätter im Kommunalwahlkampf 1966

Die Weiacher Kommunalwahlen sind dieses Jahr bekanntlich Kampfwahlen, zumindest was den Gemeinderat und die Schulpflege betrifft. Und das produziert eine erstaunliche Vielfalt an Flyern, die in der Endphase virtuell und physisch herumschwirren.

Dass es das zuweilen auch vor Jahrzehnten schon gegeben hat (nur nicht so farbig und mit Porträtbildern), zeigt u.a. dieses von Ortschronist Walter Zollinger in seiner unpublizierten, nur als Typoskript erhaltenen Jahreschronik 1966 eingeklebte Flugblatt:

Anton Chittoni war der Verwalter der 1901 gegründeten Landwirtschaftlichen Genossenschaft Weiach (ehemals Landi Weiach; vgl. WeiachBlog Nr. 1356). Den kannte im damaligen Weiach jedes Kind.

Die Unterschiede zwischen damals und heute?

1. Selbst Wahlen in die Rechnungsprüfungskommission (wofür dieses Jahr die Kandidierenden mit der Lupe gesucht werden müssen) waren also keineswegs unumstritten!

2. Wo Flyer im diesjährigen Wahlkampf überwiegend von den Kandidierenden selber zwecks Werbung für ihre Person in Umlauf gebracht werden, da war dies im 1966er-Wahlkampf nach den von Zollinger gesammelten Flugblättern zu schliessen etwas anders. Ungenannt bleibende Gruppen von Personen liessen zugunsten ihrer Favoriten Handzettel drucken. Einfarbig, ohne Bilder. Aber gedruckt.

Kampfwahlen in den Gemeinderat

Auch damals waren die fünf Sitze im Gemeinderat umstritten, sodass sich die Unterstützer einzelner Gemeinderäte zu Supportaktionen veranlasst sahen. Mittels Flugblatt, wie im Fall von Fritz Näf:


Oder mittels Zeitungsinseraten für das Gemeindepräsidium, das mit dem Rücktritt von Albert Meierhofer-Nauer (vgl. WeiachBlog Nr. 426) nach einem Vierteljahrhundert erstmals wieder neu besetzt werden musste:


Besonders bemerkenswert ist ein Flugblatt, mit dem sich ein Gemeinderatskandidat wider Willen aus dem Rennen zu nehmen versucht hat:


Der Landwirt Walter Meierhofer-Bräm, der hier in eigener Sache bei Schwarber in Eglisau einen Flyer drucken liess, wurde am 13. März 1966 in die Armenpflege und in die Steuerkommission gewählt.

Quelle

  • Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1966. Typoskript. Abgeschlossen im August 1967 - S. 39 & 40 [im Original unpaginiert]. Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Signatur: G-Ch Weiach 1966.

[Inserat Chittoni erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 9. März 2022, 14:06 MEZ; Inhaltlich stark erweiterter Repost auf WeiachBlog am 7. Juli 2022 um 02:14 MESZ]

Montag, 7. März 2022

Yves Weibel - Präsidentschaftskandidat für die Schulpflege Weiach

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert - wie hier Herr Weibel - ein eigener Artikel reserviert. Nur schreiben muss der/die Kandidierende ihn selber. Für Formatierung und die Bewerbung auf WeiachTweet und der Facebook-Gruppe Du bisch vo Weiach, wenn... sorgt die Redaktion WeiachBlog.

Mein Name ist Yves Weibel. Ich bin 43 Jahre alt und kandidiere als Mitglied und Präsident unserer Schulpflege in Weiach.

Aufgewachsen im Zürcher Unterland, bin ich seit über 7 Jahren in Weiach wohnhaft.
Ich bin geschieden, meine zwei schulpflichtigen Kinder leben je 50 % bei mir und meiner Partnerin und gehen in Weiach zur Schule. 

Als gelernter Schreiner bin ich nun seit 15 Jahren mit dem Bettenfachgeschäft Weibel in Bülach selbstständig. Zudem bin ich in der Garant Swiss Einkaufsgruppe seit 4 Jahren als Mitglied des Verwaltungsrats tätig. 

Meinen Ausgleich zum Alltag finde ich neben meiner Familie entweder im Fitnesscenter, beim Joggen, auf der Skipiste oder auf dem Motorrad. Zudem unterstütze ich den FC Dielsdorf als Hilfstrainer, wo meine Kinder selber mit grosser Freude Fussball spielen.

 

Warum kandidiere ich als Präsident der Schulpflege

Die Herausforderungen der Schule Weiach waren in den letzten Jahren sehr gross und sind es immer noch, was ich als Vater von schulpflichtigen Kindern regelmässig und hautnah mitbekommen habe. 

Dies hat mich dazu bewegt, selber tätig zu werden. Ich möchte mich mit viel Engagement und Herzblut diesen Herausforderungen stellen – den Familien, den Lehrpersonen und der Gemeinde Weiach zu liebe. 

Denn ich sehe die Schulpflege als zentrale Stelle mit wichtigen strategischen Aufgaben, damit sich die Schulleitung optimal auf die operativen Herausforderungen konzentrieren kann. Wichtig dabei scheint mir der menschliche Umgang und ein «Hand in Hand» von Schulpflege & Schulleitung. 


Warum sollten Sie mich wählen? 

1. Frischer Wind für die Schule: Als neues Mitglied direkt ins Präsidentenamt wird eine grosse Herausforderung darstellen, was ich mir voll und ganz bewusst bin. Auf der anderen Seite bedeutet dies für die Schule auch frischer Wind und neue Denkanstösse.  

2. Wichtiger Pfeiler im Gemeinderat: Mit starkem Durchsetzungsvermögen und meiner bodenständigen Art möchte ich die wichtigen Anliegen der Schule Weiach im Gemeinderat vertreten.

3. Finanzielle Stabilität: Die Schulraumplanung und weitere anstehende Projekte erfordern einen vernünftigen Umgang mit Ressourcen und Finanzen.  Als Selbstständiger ist dies mein tägliches Brot und wichtig für Sie als Steuerzahler/in. 

4. Zukunftsorientiert: Die Schule benötigt klare Strukturen und eine zielgerichtete und zukunftsorientierte Führung. So werden günstige Rahmenbedingungen geschaffen, damit Lehrpersonen motiviert unterrichten können, Eltern sich ernst genommen fühlen und Kinder gefördert und gefordert werden. 

5. Kompetenz: Ich sehe meine Kompetenz als belastbare Führungspersönlichkeit und habe grosses Interesse an pädagogischen Fragen. Dennoch ist mir die Teamfähigkeit in der Schulpflege und auch im Gemeinderat sehr wichtig. Mit Einsatz und Innovationsgeist möchte ich die kommenden Jahre für die Gemeinde und Schule Weiach optimal mitgestalten. 

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Hinweis der Redaktion WeiachBlog: Herr Yves Weibel (*1979) ist Mitglied der Vereinigung Gewerbe Weiach. Er tritt in eine Kampfwahl um das Präsidium der Schulpflege (und damit den sechsten Sitz im Gemeinderat) gegen Frau Dania Peter (*1973), bisheriges Mitglied der Schulpflege.