Dienstag, 28. Juli 2009

Weiacher Geschichte(n) - Direktlinks zu allen Artikeln

Seit 2002 waren alle bisher publizierten Weiacher Geschichte(n) auf http://de.geocities.com/weiachergeschichten abrufbar.

Leider hat sich die Firma Yahoo, die den Dienst Geocities besitzt, entschieden, ihn per 26. Oktober 2009 ersatzlos zu liquidieren.

Yahoo schmeisst uns raus!

Schon bisher war man als sogenannter Homesteader auf Geocities knapp geduldet. 15 MB Platz und Download-Limiten für die Besucher von wenigen Megabyte kann man beim besten Willen nicht als benutzerfreundlich bezeichnen.

Dazu passt, dass Yahoo jetzt den hinausgeschmissenen Homesteadern nicht einmal eine Homepage-Umleitung zur Verfügung stellt. Eine programmiertechnisch nicht allzu schwierige Angelegenheit. Aber eben...

Alles auf Scribd und eSnips verfügbar

Ich habe mich daher entschieden, bis Mitte Oktober alle noch nicht auf den Plattformen Scribd und eSnips verfügbaren Inhalte dorthin zu transferieren.

Scribd ist auf Dokumente spezialisiert und verwendet wie eSnips das iPaper-Format um eine Vorschau zu ermöglichen. Wer will kann dann das File als pdf-Datei downloaden.

Nachtrag ... und auf der neuen Website der Weiacher Geschichte(n)

Anfang Dezember 2009 konnten alle wesentlichen Inhalte der alten Geocities-Website auf eine neue Plattform transferiert werden, die vom evangelisch-reformierten Pfarramt Weiach (Pfr. Weber) zur Verfügung gestellt wird.

Entsprechend wird nun auch die Linkliste mit einem zusätzlichen Eintrag Nr. xy (Pfarramt) ergänzt. Diese Downloads haben weder eine Tageslimite noch wird eine Registrierung verlangt. (WG(n) - 15. Februar 2012)

Seit dem 25. Juli 2014 sind alle Inhalte unter dem eigenen Domain-Namen weiachergeschichten.ch abrufbar. Die Links mit dem Vermerk Pfarramt werden auf Nr. xy (Weber) umbenannt. (WG(n) - 14. September 2014)

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Vollständige Liste der Weiacher Geschichte(n)

Updated: 15. November 2009, 15. Februar 2012, 14. September 2014, 31. Juli 2021

Die Links zu sämtlichen Artikeln von 1992 bis 2009 sind unten angegeben:

Nr. 0: 10 Jahre MGW [Mitteilungen für die Gemeinde Weiach] – Nr. 0 (Weber)

Nr. 1: 1499–1799–1999: Weiach in Kriegsjahren – Nr. 1 (Weber)

Nr. 2: Wîach Wijach Wygach Wyach Weyach Weych Weiach. ei oder ey ? – Wie es zur Schreibweise «Weiach» kam – Nr. 2 (Weber)

Nr. 3: Tödlicher Streit im Pfarrhaus. Pfarrer ersticht Ehefrau – Täter flüchtig – Nr. 3 (Weber)

Nr. 4: Der Kirchhof zu Weyach: ein wehrhaftes Ensemble… – Nr. 4 (Weber)

Nr. 5: Weyach im 18. Jahrhundert – alte Lexika erzählen (Teil 1) – Nr. 5 (Weber)

Nr. 6: Weyach im 18. Jahrhundert – alte Lexika erzählen (Teil 2) – Nr. 6 (Weber)

Nr. 7: Stimmungen und Abstimmungen – Nr. 7 (Weber)

Nr. 8: 1000 Einwohner – Weiach durchbricht eine «Schallmauer» – Nr. 8 (Weber)

Nr. 9: Mit Mörsern gegen die Pest. Das «Erlufftungshaus» von 1720/21 (Teil 1) – Nr. 9 (Weber)

Nr. 10: Europäisches Handelshemmnis und lokale Einnahmequelle. Das «Erlufftungshaus» von 1720/21 (Teil 2) – Nr. 10 (Weber)

Nr. 11: Ehefrau davongelaufen – eine Klage vor Distriktgericht (Teil 1) – Nr. 11 (Weber)

Nr. 12: Ehefrau davongelaufen – eine Klage vor Distriktgericht (Teil 2) – Nr. 12 (Weber)

Nr. 13: Volkszählung – Frage des Vertrauens und Grundlage der Zukunft – Nr. 13 (Weber)

Nr. 14: Erdbeben – früher gefürchtet, heute unterschätzt – Nr. 14 (Weber)

Nr. 15: Weyach im 18. Jahrhundert – alte Lexika erzählen (Teil 3). Wie der Obervogt zu Kaiserstuhl die Welt sah… – Nr. 15 (Weber)

Nr. 16: Rastloser Kämpfer für die reformierte Sache. Tobias Egli, Pfarrer zu Weyach, 1558 – Nr. 16 (Weber)

Nr. 17: «Das Welschkorn hat einen Preis von 20 bis 25 Cent pro Buschel». Jakob Griesser schreibt aus dem fernen Amerika, April 1876 – Nr. 17 (Weber)

Nr. 18: Wie an und für sich normale Frauen zu Hexen wurden. Hexenverfolgungen (Teil 1) – Nr. 18 (Weber)

Nr. 19: WWW schon 1857 geplant! Warum Weiach im ersten Anlauf doch nicht zu einem Bahnanschluss kam – Nr. 19 (Weber)

Nr. 20: «Wann die Eröffnung indeß stattfindet, ist Gott bekannt». 125 Jahre Eisenbahnlinie Winterthur–Koblenz – Nr. 20 (Weber)

Nr. 21: New Public Eisenbahn Management. Die Station Weiach–Kaiserstuhl wird 125 Jahre alt – Nr. 21 (Weber)

Nr. 22: Das Geständnis der Elsa Keller, genannt Schlotter Elsi. Hexenverfolgungen (Teil 2) – Nr. 22 (Weber)

Nr. 23: «Nit glaßluter, sonnder gar ful» – ist das eine Hexe? Hexenverfolgungen (Teil 3) – Nr. 23 (Weber)

Nr. 24: Aus der Staatskasse bezahlt... Weyacher in den Rechnungen der «gmeinen Büchse» des Neuamts – Nr. 24 (Weber)

Nr. 25: Bussgelder, Wegzugssteuern und andere Ärgernisse (Teil 1). Wofür einige Weyacher ihr sauer verdientes Geld ausgeben mussten – Nr. 25 (Weber)

Nr. 26: Bussgelder (Teil 2). Teure Flüche, Schlägereien und Wirtshausbesuche. – Nr. 26 (Weber)

Nr. 27: Ein Trunkenbold auf Bewährung. Weisung der Zürcher Regierung an ihren Untervogt in Wyach – Nr. 27 (Weber)

Nr. 28: «Frömbd ußlendisch reisen». Reisläuferei zur Zeit des Ancien Régime (Reislaufen – Teil 1) – Nr. 28 (Weber)

Nr. 29: «Ales half dazu daß ich fremde Dienste nahm». Der lange Weg zum Totalverbot (Reislaufen – Teil 2) – Nr. 29 (Weber)

Nr. 30: «Erstlichen so lasst man die gemeinen brünnen abgan». 125 Jahre Haus– und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 1 – Nr. 30 (Weber)

Nr. 31: Ein Sodbrunnen stösst sauer auf. 125 Jahre Haus- und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 2 – Nr. 31 (Weber)

Nr. 32: «Mangel an genügendem Brunnenwasser verspürt». 125 Jahre Haus- und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 3 – Nr. 32 (Weber)

Nr. 33: «... im Bezirk Dielsdorf die vollkommenste Anlage». 125 Jahre Haus- und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 4 – Nr. 33 (Weber)

Nr. 34: Versilberungsganten. Teil 1. Was die Weiacher in der Wirtschaftskrise alles verpfänden mussten – Nr. 34 (Weber)

Nr. 35: Versilberungsganten. Teil 2. Wirtschaftskrise 1877/80: Ganze Haushaltungen unter dem Hammer – Nr. 35 (Weber)

Nr. 36: «Abnorm viele Rechtstriebe». Strenge Aufsicht des Obergerichts über den Gemeindammann – Nr. 36 (Weber)

Nr. 37: Assekuranznummern vs. Polizeinummern. Hausnummern-Konkordanz für das Gemeindegebiet fertiggestellt – Nr. 37 (Weber)

Nr. 38: Wiach seit 1200 kontinuierlich besiedelt. Scherbenfund im Ortsmuseum neu betrachtet – Nr. 38 (Weber)

Nr. 39: «Unsere Kleedreschmaschine ist weitherum die einzige». Wetter und Landwirtschaft in der Jahreschronik 1953 – Nr. 39 (Weber)

Nr. 40: CH-5468 Weyach / AG. Fünfhundertneunundsiebzig Jahre Zürich sind genug. Satirische Streitschrift – Nr. 40 (Weber)

Nr. 41: Amerikanische «Luftgangster»? 9. September 1944: US-Luftwaffe beschiesst Güterzüge bei Rafz und Weiach – Nr. 41 (Weber)

Nr. 42: Über Кайзерштуль nach Вейах? Sowjetisch-Weiach. Unsere Heimat auf russischen Generalstabskarten – Nr. 42 (Weber)

Nr. 43: Der erste Gemeindepräsident. Was die von Napoleon diktierte Mediationsakte in Bewegung brachte – Nr. 43 (Weber)

Nr. 44: «Di hütigi Jugend...!». Von der «Jugendordnung 1960» zur «Just Community»? – Nr. 44 (Weber)

Nr. 45: Getrübte Badefreuden. Warum Weiach seit Jahren kein eigenes Schwimmbad mehr hat – Nr. 45 (Weber)

Nr. 46: Ende 1883: die Käsereigenossenschaft Weiach wird gegründet. «Käserei in getrübter Vehfreude», Teil 1 [Orig. Titel/Utitel vertauscht] – Nr. 46 (Weber)

Nr. 47: Die Käsereigenossenschaft in Turbulenzen, 1904. «Käserei in getrübter Vehfreude», Teil 2 – Nr. 47 (Weber)

Nr. 48: Spätmittelalterliche Blutrache, obrigkeitlich kanalisiert. Wiacher ersticht Wiacher. In Abwesenheit als Mörder zum Tode verurteilt – Nr. 48 (Weber)

Nr. 49: Von Adventsfenstern und Samichläusen. Weihnachtsbräuche im Wandel der Zeiten – Nr. 49 (Weber)

Nr. 50: «Helse» an Neujahr, Fäschte am Bächtelistag. Bräuche zum Jahresanfang gestern und heute – Nr. 50 (Weber)

Nr. 51: Von der Ebene in die geschützte Nische. Frühe Siedlungsentwicklung bis zum 12. Jahrhundert (Siedlungsgeschichte 1) – Nr. 51 (Weber)

Nr. 52: Im Hochmittelalter gab es zwei Wiach. Was die Chälen vom Dorf trennte (Siedlungsgeschichte 2) – Nr. 52 (Weber)

Nr. 53: Die Wüstung Ruiwenhusen. Abgebrochener Siedlungsversuch im Maas (Siedlungsgeschichte 3) – Nr. 53 (Weber)

Nr. 54: Zelgensysteme widerspiegeln Dorfentwicklung. Wie sich die Teilung des Fronhofes auswirkte (Siedlungsgeschichte 4) – Nr. 54 (Weber)

Nr. 55: «Saufgelage!» - Statthalter verklagt Gemeinderatsschreiber. Öffentliche Schlammschlacht anlässlich der Wahlen 1866 – Nr. 55 (Weber)

Nr. 56: «Blinder Lärmen». Wie die Weiacherinnen 1703 gegen die Franzosen kämpfen wollten – Nr. 56 (Weber)

Nr. 57: Ziegel, Kohle, Geschirr, Seide und Wagenräder. Fünf Blicke auf ehemals blühende Handwerkszweige – Nr. 57 (Weber)

Nr. 58: Lotterie-Fieber vor 500 Jahren. Weiacher im Glückshafenrodel des Freischiessens zu Zürich von 1504 – Nr. 58 (Weber)

Nr. 59: Gemeinnützigkeit auf die Fahne geschrieben. 75 Jahre Frauenverein Weiach, 1929-2004 – Nr. 59 (Weber)

Nr. 60: «Übt Aug und Hand für’s Vaterland !». Die ersten Jahre der Schützengesellschaft Weiach, 1904-1913 – Nr. 60 (Weber)

Nr. 61: Die Stürme der Zeit überstanden. 100 Jahre Schützengesellschaft Weiach – die Jahre 1914 bis heute – Nr. 61 (Weber)

Nr. 62: HB-IPS «Weiach». Abgesang auf eine Swissair-Maschine, 1997-2002 – Nr. 62 (Weber)

Nr. 63: Geboren 1728. Wie alt ist das «Lieberthaus»? – Zur Baugeschichte des Ortsmuseums – Nr. 63 (Weber). Titel und Inhalt durch Dendrochronologie falsifiziert. Aktualisierte, weitgehend überarbeitete Version: Die Baumringe legen Zeugnis ab. Wie alt ist das «Lieberthaus»? – Zur Baugeschichte des Ortsmuseums. (Stand: April 2019) 

Nr. 64: Gemeindrath hintertreibt Heirat. Johannes Meier (25) klagt vor dem Bezirksgericht Regensberg – Nr. 64 (Weber)

Nr. 65: Albert Meierhofer-Erinnerungsschiessen. Wie das Weiacher Schützenfest zu seinem Namen kam – Nr. 65 (Weber)

Nr. 66: Maggi - c'est magique? Der Frauenverein Weiach zu Besuch in Kemptthal, 1912 – Nr. 66 (Weber)

Nr. 67: Zwei Pfund mehr für den Hausbau «wenn es uns gefallt». Subventionen des Klosters Oetenbach für einen Weiacher Bauern, 1505 – Nr. 67 (Weber)

Nr. 68: Zeitgeschmack und Holzwurmsorgen. Vor 75 Jahren wurde die erste grosse Weiacher Orgel festlich eingeweiht – Nr. 68 (Weber)

Nr. 69: Ein Spital als Finanzinstitut. Der Kaiserstuhler Liebfrauenspital – eine regionale Darlehensbank, 1545 – Nr. 69 (Weber)

Nr. 70: 750 Jahre Nachbarschaft. Aus der gemeinsamen Geschichte von Kaiserstuhl und Weiach, 1255-2005 – Nr. 70 (Weber)

Nr. 71: «Keine verspielte, teure und nutzlose Selbstdarstellung». Zur Erstaufschaltung der Website der Gemeinde Weiach am 15. September 2005 – Nr. 71 (Weber)

Nr. 72: Albert Erb-Saller (*4.11.1905 †16.12.2001). Erinnerung an einen der letzten Vertreter des Wagner-Handwerks. [GAusg: "Meister"] – Nr. 72 (Weber)

Nr. 73: Strohdachhaus abgebrannt – 12 Obdachlose in 5 Minuten. Einblick in ein amtliches Schadenverzeichnis vom 18. November 1805 – Nr. 73 (Weber)

Nr. 74: «... ein ganz drochner Winter ohne Schnee». Vor genau 300 Jahren, im Winter 1705/06, wurde unsere Kirche gebaut – Nr. 74 (Weber)

Nr. 75: Die virtuelle Chronikstube. Im «WeiachBlog» werden aktuelle Ereignisse und Vergangenes verwoben – Nr. 75 (Weber)

Nr. 76: Die Helvetier-Hypothese. Wie alt sind die Wallanlagen im Ebnet und auf dem Wörndel? (Teil 1) – Nr. 76 (Weber)

Nr. 77: «Unbekannte Zeitstellung». Wie alt sind die Wallanlagen im Ebnet und auf dem Wörndel? (Teil 2) – Nr. 77 (Weber)

Nr. 78: Keineswegs steinreich. Ein Porträt der Gemeinde Weiach in der «Zürcher Woche», 1960 – Nr. 78 (Weber)

Nr. 79: «Wegen Dünkle ab dem gerüst müessen». Während des Kirchenbaus: die totale Sonnenfinsternis vom 12. Mai 1706 – Nr. 79 (Weber)

Nr. 80: «Der Kirchturm wackelt, wenn mit allen Glocken geläutet wird». Zur Baugeschichte der Kirche Weiach, 1706-2006 – Nr. 80 (Weber)

Nr. 81: Schlichte Sachlichkeit mit barocken Farbtupfern. Kunsthistorische Betrachtungen zur Kirche Weiach, 1706-2006 (Teil 1) – Nr. 81 (Weber)

Nr. 82: Klare Absage an schummrige Mystik. Kunsthistorische Betrachtungen zur Kirche Weiach, 1706-2006 (Teil 2) – Nr. 82 (Weber)

Nr. 83: Ganz oben ist Psalm 127 deponiert. Zum Inhalt der vergoldeten Kirchturmkugel – Nr. 83 (Weber)

Nr. 84: Dorfzeichen, Wappen und Logo. Wie unsere Gemeinde zu ihren Erkennungszeichen kam (Teil 1) – Nr. 84 (Weber)

Nr. 85: 75 Jahre offiziell anerkanntes Wappen. Wie unsere Gemeinde zu ihren Erkennungszeichen kam (Teil 2) – Nr. 85 (Weber)

Nr. 86: Die Meierhofer kamen nach den Meiern. Thesen zur Entstehung der Namen altverbürgerter Weiacher Geschlechter – Nr. 86 (Weber)

Nr. 87: Für wen kämpften die Weyacher? Grenzwehr am Rhein in früheren Jahrhunderten – Nr. 87 (Weber)

Nr. 88: «Weiach – mein Heimatdorf». Ein Vortrag von Ruth Bersinger an der Bezirksschule, November 1941 (Teil 1) – Nr. 88 (Weber)

Nr. 89: «Die Trotte im Oberdorf war unser Eigentum». Ein Vortrag von Ruth Bersinger an der Bezirksschule, November 1941 (Teil 2) – Nr. 89 (Weber)

Nr. 90: Kein Beweis für das Jahr 1381. Wurde die frühere Kirche im Oberdorf schon im Mittelalter erbaut? – Nr. 90 (Weber)

Nr. 91: Vom Kampf gegen die Zettelflut zur Gemeindezeitung. 25 Jahre «Mitteilungen für die Gemeinde Weiach» – Nr. 91 (Weber)

Nr. 92: Kellerarrest – wenn sonst nichts fruchtet. Die «Disziplinar-Ordnung für die schulpflichtige Jugend» von 1917 – Nr. 92 (Weber)

Nr. 93: Holz über die Bäche legen ist verboten. Als die Dorfbäche noch regelmässig Sorgen bereiteten – Nr. 93 (Weber)

Nr. 94: «Von den Gespinstpflanzen ist der Hanf stark kultiviert». Aus der Geschichte der Hanf- und Flachs-Produktion im Gebiet von Weiach – Nr. 94 (Weber)

Nr. 95: Fruchtloser Kampf um die Kubikmeterentschädigung. Der erste Kiesausbeutungsvertrag mit der Firma Aymonod, Oktober 1957 – Nr. 95 (Weber)

Nr. 96: «E luschtigi Söili-Jagd». Aus dem Tagebuch der Gz. Füs. Kp. I/269 zu Beginn des 2. Weltkriegs – Nr. 96 (Weber)

Nr. 97: Frankenhalde und Franzosenhau. Was unsere Flurnamen mit der Kriegszeit von 1799 zu tun haben – Nr. 97 (Weber)

Nr. 98: Dreissig Tannen, vierzig Eichen und eine neue Feuerspritze. Warum vor 150 Jahren das Alte Gemeindehaus erbaut wurde – Nr. 98 (Weber)

Nr. 99: «Mit güete ald der marter». Die Weyacher Hexenprozesse von 1539 und 1589 – Nr. 99 (Weber)

Nr. 100: Den Obervogt als «Eyerfresser» beschimpft. Bestrafung eines Weyachers für Beleidigungen, Anno 1754 – Nr. 100 (Weber)

Nr. 101: Gewerbebetriebe sterben leise. Vor 50 Jahren verschwanden Bäcker und Schuhmacher aus dem Dorf – Nr. 101 (Weber)

Nr. 102: Habsburger-König Albrecht ermordet! Welche Rolle die Freiherren von Wart dabei vor 700 Jahren spielten – Nr. 102 (Weber)

Nr. 103: Bannumgang mit Trommeln und Pfeifen. Was die «Offnung zue Wyach» vom Juni 1558 den Weyachern bedeutete – Nr. 103 (Weber)

Nr. 104: Eine Karte der Zehntbezirke um 1600. Wie sich Fürstbischof und Almosenamt vor 400 Jahren die Steuern teilten – Nr. 104 (Weber)

Nr. 105: Hundertundfünfzehn Jahre auf der Datumsinsel. Warum Weiach und Kaiserstuhl einst nicht die gleiche Zeitrechnung hatten – Nr. 105 (Weber)

Nr. 106: Disput um die Finanzierung der Kirchturmrenovation. Was die alte Kirche im Oberdorf einem Grossbrand zu verdanken hat – Nr. 106 (Weber)

Nr. 107: «Anstalten zu Aufbauung eines zweckgemäßen Schuhlhauses». Das Protokoll einer Gemeindeversammlung im Oktober 1833 – Nr. 107 (Weber)

Nr. 108: «Verfluchter Platz». Liess ein römischer Wachtturm ihn bei den Weyachern in Verruf geraten? – Nr. 108 (Weber)

Nr. 109: Fixe Entschädigung statt Liebessteuern. 200 Jahre Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, 1808-2008 – Nr. 109 (Weber)

Nr. 110: Staubplage, Hahnenzins und freilaufende Hühner. Womit sich der Gemeinderat vor acht Jahrzehnten herumschlagen musste – Nr. 110 (Weber)

Nr. 111: Als der nasse Zehnten noch auf den Weinbergen lastete. Seit über 700 Jahren werden in Weiach Reben gepflegt – Nr. 111 (Weber)

Nr. 112: Eine Gült wechselt die Hand. Der Bauernhof der Familie Ringli – vor 600 Jahren eine Kapitalanlage – Nr. 112 (Weber)

Nr. 113: Skepsis gegenüber Südländern und der Motorisierung. Weiach vor 50 Jahren – Notizen aus der Jahreschronik 1959 – Nr. 113 (Weber)

Nr. 114: Aufstand wegen neumodischen weltlichen Schulbüchern. Die Weiacher im «Stadlerhandel» vor 175 Jahren – Nr. 114 (Weber)

Nr. 115: Ein Leben im Dienste des Kindes. Zum 100. Geburtstag der Kinderärztin Marie Meierhofer (1909-1998) – Nr. 115 (Weber)

Nr. 116: «Die Collatur gehört dem kleinen Rath zu Zürich». Weiach in Standardwerken von 1742 bis 1820 – Nr. 116 (Weber)

Nr. 117: Zucht und Ordnung! Vom Wucherstier zur Viehzuchtgenossenschaft Weiach, 1596 bis 1999 – Nr. 117 (Weber)

Nr. 118: Blauer Säuerling oder der Schatz des Hunnenkönigs. Wie man in Weiach vor 150 Jahren die Reben pflegte – Nr. 118 (Weber)

Nr. 119: Wenn die Rote Ruhr zuschlägt. Massensterben wie 1782 rafften in Weiach Dutzende hinweg – Nr. 119 (Weber)

Nr. 120: Mangelernährung in der Kindheit. Was die Gräber auf dem alten Friedhof im Oberdorf erzählen – Nr. 120 (Weber)

Sonntag, 21. Juni 2009

Initiativrecht kaltblütig ausgehöhlt

Im Zürcher Unterländer vom Samstag, 20. Juni 2009 erschien auf der Leserbriefseite (S. 12) ein Beitrag des EVP-Politikers Daniel Elsener aus Weiach. Titel: Kontrolle des Souveräns bei Langzeitpflege ausgehebelt..

Der ZU wollte den Text nur gekürzt abdrucken, da interne Richtlinien die Höchstlänge einer Leserzuschrift auf 2700 Zeichen inkl. Leerschläge begrenzen. WeiachBlog kennt solche Begrenzungen nicht. Wir bringen den vollen Wortlaut.

Hintergrund: am 23. Juni findet in Weiach ab 20 Uhr eine Gemeindeversammlung statt. Thema ist im Traktandum 3 der politischen die Revision der Statuten eines Zweckverbands, die sich klar gegen die demokratische Mitsprache kleiner Gemeinschaften richtet. Lesen Sie selbst - und gehen Sie an die Gemeindeversammlung!

Kontrolle des Souveräns bei Langzeitpflege ausgehebelt !

Die Statutentotalrevision für den Zweckverband (ZV) Langzeitpflege Bezirk Dielsdorf ist noch immer nicht abgeschlossen. Nur die Gemeinde Weiach müsste noch zustimmen.

Ich muss davon ausgehen,- viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben nicht gewusst, dass unter dem schön klingendem Titel Einführung von Initiativ- und Referendumsrecht, die Mitsprache des Souveräns in den Statuten gleich wieder ausgehebelt wird.

1. Anders als im ZV Sozialdienste wo das Verhältnis zu kantonalen Angelegenheiten die benötigten Unterschriften von 500 in 6 Monaten (Initiative) zu 250 in 60 Tagen (Referendum) gewahrt ist, sind ausgerechnet im sensiblen Bereich Gesundheit die nötigen Unterschriften mit 800 zu 800 in 30 Tagen klar überhöht und somit ein Mitspracherecht der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Sachen Zweckverband Langzeitpflege unerwünscht! Dies trotz den gleichen 22 Verbandsgemeinden und gleichermassen erhöhten Finanzkompetenzen.

2. Gänzlich ausgehebelt wird die demokratische Kontrolle des Souveräns im Artikel 18 unter Ausschluss des Referendums die 7 Punkte umfasst. Anders wie an den normal üblichen zwei Gemeindeversammlung im Jahr darf der Stimmbürger nichts aber gar nichts zu Voranschlag und Rechnung sagen oder abstimmen. Nur noch bezahlen der Betriebsdefizite und Investitionen über die Steuerrechnung und den davon galoppierende Krankenkassenprämien ist erlaubt. Wer zahlt befiehlt geht (gilt) hier gar nicht mehr! Das widerspricht doch unseren direkt demokratischen Strukturen und meiner Meinung nach, -auch der neuen Kantonsverfassung.

Wenn die Kontrolle entzogen ist darf man sich nicht wundern, wenn im Gesundheitswesen die Kosten dank kapitalen Interessen der Akteure und Leistungserbringer in den Himmel schiessen. 20 Jahre negative Kosten-Erfahrungen besitzt man heute schon damit ! Und ich bin mir nicht ganz sicher ob man der Bevölkerung einen Gesundheits-Rolls-Royce aufgeschwatzt hat, der bald kaum noch finanzierbar ist. Zudem ist sich die Delegiertenversammlung offenbar nicht ganz klar was sie mit dem Namen Langzeitpflege alles machen will, wie der verwirrliche Titel und Untertitel verrät. Soll's nun ein Gesundheitszentrum sein, oder Gesundheit und Pflege oder doch nur Langzeitpflege? Die Frage sei erlaubt: Ist für die komplexe Art Symbiose des gemischt wirtschaftlich geführten Unternehmens Spital Dielsdorf (Privat=Gewinn und Staatlich=Verlust) der Zweckverband überhaupt noch die richtige und zukunftsgerichtete Organisationsform? Hingegen klarer sieht man es beim Zweckartikel, wo man nebenher auch um den weiteren Ausbau besorgt ist. Ausbau und Wachstumswünsche gehören aber für mich nicht in den Zweckartikel sondern an die Urne!

In meinen Worten, um es klar zu stellen, geht es nicht um die Vertrauensfrage sondern um die Kontrolle (Vertrauen ist gut , Kontrolle ist besser). Wenn der Stimmbürger oberstes Organ im Verband ist, hat er oder sie auch die oberste Kontrollfunktion.

Solche Anträge sollten Anbetracht der explodierenden Gesundheitskosten, -auch für die Gemeinden und den Steuerzahler, in Zukunft nicht mehr so unbedarft unkritisch an Gemeindeversammlungen durch gewunken werden.

Es ist jetzt eine Minute vor 12 und ich gehe davon aus, dass diese wichtige Änderung eine Einstimmigkeit der Verbandsgemeinden braucht um wirksam zu werden.

Ich hoffe andere Weiacher denken gleich. Ich jedenfalls erlaube mir die Statutenrevision an der Gemeindeversammlung zurück zuweisen und fordere eine Überprüfung und Korrektur der erwähnten Punkte.

Daniel Elsener, Weiach


Man fragt sich, wieso alle anderen Gemeinden das einfach so abgenickt haben...

Dienstag, 5. Mai 2009

Eberhard übernimmt Weiacher Kies AG

Das seit Jahrzehnten wichtigste Unternehmen auf Gebiet der Gemeinde Weiach, die Weiacher Kies AG, ist in neuen Händen. Erstmals in ihrer Geschichte gehört sie einem Schweizer Unternehmen. Und nicht irgendeinem Konzern, nein, der neue Besitzer ist ein im Zürcher Unterland wohlbekanntes Familienunternehmen, die Eberhard AG mit Sitz in Kloten.

Damit ist eine Forderung erfüllt, die anfangs der 60er-Jahre im Kantonsrat zu hitzigen Wortmeldungen geführt hatte. Einzelne Ratsmitglieder warfen dem Weiacher Gemeinderat damals offen vor, er würde den «Ausverkauf der Heimat» vorantreiben. Von seiner Gründung 1962 bis 2004 gehörte das Kieswerk nämlich der Franz Haniel & Cie. GmbH, einem Mischkonzern mit 50'000 Mitarbeitern aus dem 600 Kilometer entfernten Duisburg-Ruhrort.

Besseres Verständnis für lokale Umstände

Die Zentrale der französischen Lafarge SA, einem Konzern mit 84'000 Mitarbeitern, der die Weiacher Kies AG im Frühling 2004 übernommen hatte, war zwar geographisch fast genau gleich weit entfernt, passte aber kulturell noch weniger zur KMU aus Weiach. Deshalb ist es ein Glücksfall, dass die neue Zentrale sich nicht nur in der Nähe befindet. In Kloten versteht man nicht nur die lokalspezifischen Gegebenheiten viel besser als in Paris, das Unternehmen hat mit 370 Mitarbeitern auch eine überschaubare Grösse.

Die nicht an der Börse kotierte und damit langfristig denkende Eberhard Holding schliesst mit dem Kauf eine der letzten Lücken in ihrem kleinen Bauimperium: «Sie baut nun Kies ab, ist im Tiefbau, im Rückbau und in der Altlastensanierung tätig, macht biologische Bodensanierungen und verfügt in Lufingen über eine Grube, in der sie eine Deponie bauen will», schreibt Sandra Zrinski im Tages-Anzeiger Unterland.

Gut für Weiach: Alle Stellen bleiben erhalten

In der heutigen Krisenzeit ist es besonders zu begrüssen, dass alle Standorte im bisherigen Rahmen und mit den gleichen Abläufen weiterbetrieben werden. Sämtliche Stellen in Weiach bleiben bestehen. Das ist auch für die Gemeindekasse wichtig, wie Zrinski ausführt:

«Für die Gemeinde Weiach, wo der Sitz der Weiacher Kies AG bisher war, ändert sich vorläufig nichts. Die Steuern werden weiterhin der Gemeinde zufliessen. Sie machen gemäss Gemeindeschreiber Peter Wunderli rund ein Fünftel der Steuereinnahmen des 1000-Seelen-Dorfes aus. Ausserdem erhalten die Gemeinde und Private für das an die Kiesfirma verpachtete Land pro Kubikmeter gewonnenem Kies eine Entschädigung; das Kiesgeld, wie es in der Gemeinde genannt wird. Die Beträge dafür variieren gemäss Peter Wunderli zwischen 10'000 und 80'000 Franken pro Jahr.»

Der Gemeindepräsident freut sich

Der frühere Gemeindepräsident Albert Meierhofer-Nauer hatte in Verhandlungen mit dem Haniel-Konzern erreicht, dass Weiach nicht nur Einsitz im Verwaltungsrat der Weiacher Kies hat, sondern auch über 5 Prozent der Aktien verfügt. Gregor Trachsel, der heutige Gemeindepräsident und Verwaltungsrat findet den Wechsel gut: «Die bisherige Besitzerin Lafarge ist ein grosser internationaler Konzern und der Hauptsitz in Paris sehr weit weg», zitiert ihn Sandra Zrinski.

Quelle

Dienstag, 7. April 2009

Unser Postbüro ist bereits geschlossen

Gewerkschafter schlugen Alarm und Zeitungen im ganzen Land übernahmen die Meldung. Ungeprüft. Auch der Tages-Anzeiger Online recherchierte keine Sekunde weiter und brachte unter der Schlagzeile: «Sieben Poststellen im Kanton sind gefährdet» folgenden Text:

«Die Schliessungswelle bei den Poststellen geht weiter. Die Gewerkschaft Kommunikation hat eine Liste mit 305 Poststellen in der ganzen Schweiz veröffentlicht, die akut gefährdet seien. Sie stützt sich dabei auf eine interne Klassifikation der Post und Erfahrungen aus früheren Abbauwellen. Auf der in der Zeitung «Sonntag» publizierten Liste stehen auch sieben Poststellen im Kanton Zürich: Hüntwangen, Kappel am Albis, Rifferswil, Trüllikon, Waltalingen, Weiach und Zürich-West. Diese Filialen seien zu klein und würden über keinen Anschluss an das Computersystem der Post verfügen, schreibt die Zeitung.

Post-Sprecherin Natalie Salamin wollte zu der Liste keine Stellung nehmen, bestätigte aber, dass bis 2011 in der ganzen Schweiz rund 500 Poststellen überprüft würden. «Das heisst aber nicht, dass alle geschlossen werden.» Und wo die Poststellen verschwänden, würde die Post mit Hausservice oder Agenturen in Läden ihre Dienste weiterhin anbieten. Die Gewerkschaft hat nun die betroffenen Gemeinden angeschrieben und eine Petition gegen das «Poststellensterben» lanciert. (rd)
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Offensichtlich haben diese Gewerkschafter absolut Null Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen - jedenfalls was unsere Gemeinde betrifft.

Von «gefährdet» kann im Fall der Weiacher Post keine Rede mehr sein. Das war sie seit sechs Jahren schon. Im Februar 2009 wurde der Exitus durch die Post-Verwaltung vollzogen. Letzter Öffnungstag im Hause Junker an der Bachstrasse war der Samstag, 7. März. Seit 9. März 2009 befindet sich die auf eine Agentur abgespeckte postale Infrastruktur nicht mehr am ursprünglichen Ort. Sie ist jetzt shop-in-shop in den VOLG-Laden an der Stadlerstrasse integriert.

Eine lange Geschichte geht zu Ende

Ab 1852 hatte die Gemeinde Weiach ihren ersten Posthalter, den Gemeindeschreiber Rudolf Meierhofer, der neben seinem Bauernhof auch noch eine Speisewirtschaft (die «Alte Post») betrieb. Nun kam halt auch noch die Postablage hinzu. Rudolf begründete eine regelrechte Posthalter-Dynastie. Der letzte Inhaber der Poststelle aus dieser Familie hiess Walter Meierhofer. Er zügelte das Büro 1954 von der Alten-Poststrasse 2 in das eigens neu errichtete Post- und Wohngebäude gegenüber der Gastwirtschaft «Zur Linde».

Am 2. Januar 1992 übernahmen Felix und Hanna Junker den Postdienst. Drei Jahre später, am 16. Januar 1995, verlegten sie das Postbüro in einen neu erstellten Anbau an der Glattfelderstrasse 2. Ab Frühjahr 2003 wurde Weiach zur Filiale von Glattfelden degradiert und mit reduzierten Öffnungszeiten weitergeführt. Der Posthalter Felix Junker wechselte nach Hochfelden, seine Frau Hanna führte die Agentur in Weiach weiter. Tempi passati.

Quellen
  • Brandenberger, U.: Weiach – Aus der Geschichte eines Unterländer Dorfes. Dritte, überarbeitete Auflage von Walter Zollingers «Weiach. 1271-1971. Aus der Vergangenheit des Dorfes Weiach». Online-Ausgabe Oktober 2009 - S. 50/51.

Samstag, 28. März 2009

Weiacher Wetter 1959

«Skepsis gegenüber Südländern und der Motorisierung» lautet der Titel des Artikels Weiacher Geschichte(n) Nr. 113. Er beschreibt Weiach vor 50 Jahren und bringt Ausschnitte aus der Jahreschronik 1959 von Walter Zollinger. Sie finden ihn auf eSnips.com oder Scribd.com.

Die Begrenzung der Seitenzahl auf maximal acht Seiten zwingt den Redaktor für die Printausgabe zu Kürzungen am Originaltext. Deshalb finden Sie auf WeiachBlog - wie in WG(n) 113 angekündigt - den vollständigen Wortlaut von Walter Zollingers Wetterchronik 1959:

«Der Januar begann mit Temperaturen über 0° und leichten Regenfällen; der 4.1. brachte dann endlich winterliches Wetter, Schneegestöber, 20 cm tief Neuschnee, - 2°C. Aber leider setzte schon ab 6.1. wieder Regen ein, wodurch auf den Strassen ein arges Gepflotsch entstand. Schade! Am Morgen des 10.1. aber leuchtete alles wieder prächtig winterlich, ca. 15 cm tiefer Schnee war gefallen, der an den folgenden Tagen sogar noch Zustupf erhielt, in der Nach vom 14./15. aber durch einen stürmischen Föhneinbruch wieder weggefegt wurde. Solches wiederholte sich während der zweiten Hälfte des Monats noch etlichemal, indem kalttrockenes Wetter immer wieder von hereinbrechendem Sudelwetter abgelöst wurde. Die Temperaturen des Januar hielten sich meist so zwischen -4° und +5°C; einmal am 17.1. war es am Morgen -10°C und ein andermal, am 21.1., dafür am frühen Abend +8°.

Der Februar brachte in den ersten 5 Tagen gleich etwas Oberwind mit Kältegraden bis zu -5°C und starkem Reif. Nachher folgten ca. 10 Tage mit einer Hochnebeldecke. Ab 16.2. herrschte am Morgen meist Nebel, während die Nachmittage sonnig wurden; Nachmittagstemperaturen +4 bis +8°C.

Der 1. und 2. März schienen bereits "Frühlingsallüren" zu haben: +10° und +13°C an den beiden Nachmittagen und recht sonnig dazu. Dann aber eine Woche lang bedeckt mit zeitweise leichten Regenfällen am spätern Nachmittag. Ueberhaupt brachte der Monat März, auch in den beiden letzten Dritteln seines Daseins, sehr wechselvolles, unbeständiges Wetter; vorm. meist neblig oder stark bewölkt, nachm. hie und da leicht aufhellend bis sonnig, in den Nächten oftmals wieder Regenfall. Höchsttemperaturen am 21. und 24.3. nachm. je 17°.

Der April schenkt uns gleich anfangs eine Woche mit schönen Tagen; wenn auch an den Morgen noch etwas frisch. Dafür sind die Nachmittag warm: 16°, 17°, 19°, 20°. Die Kirschbäume blühen prächtig; hoffentlich gibts keinen allzugefährlichen Kälterückschlag! - Der 7.4. bringt den ersten, "richtigen Aprillentag", stürmisch, trüb, rauh, Regen, dazwischen ein kurzer Sonnenblick und abends 18 1/4 Uhr einen "schaurigen Schauer", beinahe Schnee. Dieses "durchgezogene", wechselvolle Wetter bleibt bis zum 12.4.; jetzt folgen 4 schöne Frühlingstage mit Nachmittagstemperaturen bis zu 20°, vom 16.4. an aber wieder meist bedeckt, hie und da leicht regnerisch und kühl, -2°, -4°, Reif in den Nächten vom 21. bis 24.4. Es hat daher schon allerhand geschadet an den blühenden Steinobstbäumen, wie in den Gärten. Aber es heisst ja nicht umsonst: "Georg und Marks bringen gern Args". Die letzten Tage des Aprils sind teils neblig, teils sogar regnerisch und immer von einem kühlen Wind begleitet. Das ist ungünstiges Wetter für die den Frostnächten entgangenen, späterblühenden Obstsorten, sodass auch für diese keine guten Aussichten mehr bestehen können.

Nun folgt der Wonnemonat Mai; wir werden bald sehen, ob er/s wirklich ist! Am Anfang nämlich verhielt er sich noch recht "frostig": +4°, +7°, 0°, +5°, das waren die Morgen; bis zum Nachmittag stiegen die Temperaturen dann etwas an, so zwischen+8 und 14°. Dazu aber wars trüb bis bedeckt, zweimal etwas Regen. Erst der 5.5. ist bereits ab dem frühen Morgen ein sonniger Tag, nachm. 20° Wärme und so blieben nun auch die folgenden Tage, deren 7; am 9.5. ist's sogar um 26°. Pankraz, Servaz, Bonifaz u. die Sophie mussten jetzt natürlich ihre Macht zeigen; sie taten's aber noch recht gnädig, indem sie sich mit einem Temperatur-Rückfall von nur 6-8° begnügten und etwas Wolken oder Wind schickten. Die Sophie allerdings musste wenigstens in der Nacht vom 14./15. regnen lassen.
Die ersten Fuder Heu fahren heim! Vom 17.-21.5. lauter sonnige Tage, bis 26°C, dann zwei trübere, vom 22.-29. aber richtige Heuertage, wohl hie und da mit einigen Wetterwolken drohend u. damit die Bauern zur Eile treibend. Vor allem die zwei letzten Maitage trieben es in dieser Beziehung gar arg. Es kam am 30.5. schon bald nach Mittag zu einem Gewitterregen, sodass man nur halbbeladene Heuwagen heimrennen sah. Auch wird's merklich kühler; wir haben am Sonntag, den 31. Mai, unsere Wohnstube --- geheizt.»

Die ersten 8 Tage des Monats Juni waren schwül, nachm. immer sonnig, morgens manchmal noch etwas dunstig oder leicht bedeckt. Aber der Heuet schreitet tüchtig dem Ende zu; Temperaturen zweimal bis 29°. Der 5. Juni bringt ein erfrischendes Gewitter, aber z. Glück erst abends um 21.30 Uhr; und nun bleibt es etliche Tage lang etwas "blastig". Ueber den Regen in der Nacht vom 7./8. ist man sehr froh. Es folgt nun allerdings wieder eine etwas ungefreute Woche für diejenigen, die noch zu heuen haben; es ist viel bedeckt u. fällt fast jeden Tag oder in der Nacht etwas Regen. Der 13.6. ist sogar ein gänzlicher Regentag. Ab 15.6. bessert's wieder soweit, dass man den Heuet endlich beendigen kann: Ertrag wegen der Frühjahrsfröste nur mittelmässig, Qualität dagegen gut. - Der Rest des Monats bleibt wechselvoll inbezug auf die Witterung, oft düppig, dann gewittrige Schauer, meist Regennächte. Auch in der zweiten Junihälfte Höchsttemperaturen an den Nachmittagen des 17.6. / 20.6. und 28.6 immer 28°C.

Juli: Zu anfang eine halbe Woche richtiges Sommerwetter (abends 20 Uhr manchmal noch 22°). Der 6.7. von mehrmaligen, gewittrigen Schauern durchsetzt, sogar schon am Vormittag. Dann gibt's wieder einige sehr warme Tage, am 10.7. z.B. nachm. bis 35° und abends 21 Uhr noch 26°C. So bleibt es nun fast den ganzen Monat; immer schwül und hie und da eben, wie sich's für den Juli gehört, einige Schauer. Die unangenehmsten Tage sind der 15. und 16.7. mit fast ununterbrochenem Regen. Dafür werden die nachfolgenden bis und mit dem 27. wieder recht sommerlich. Am 27.7. heisst's in meinem Notizheft: "Die Bindemäher rattern den ganzen Tag über". Die 4 letzten Tage des Monats sind dann wieder wechselvoll zwischen "sonnig" und "gewittrige Regen", oft begleitet von etlichem Donnerrollen.
Seit die meisten Bauern nur noch "maschinell ernten", weiss man kaum mehr, wo der Heuet aufhört und wo der Emdet beginnt. Es wird einfach immer irgendwo gemäht und gedörrt, sobald wieder etwas Gras nachgewachsen ist und bis die Getreideernte beginnt, allwo dann eine zeitlang zum Futterdörren die Zeit fehlt.

August: Er zeichnet sich durch ziemlich zahlreiche neblige Morgen aus, auch öfters bedeckte Nachmittage, allerdings ohne Niederschläge. Sonnige Nachmittage notierte ich 14, gewittrige Schauer 5, Regen nur 4mal, fast ausnahmslos über Nacht, Höchsttemperaturen um 29/30° nur 3mal, also ein gar nicht sonderlich guter Erntemonat.- Ein besonderer Tag war der 10. Aug. Frühnachmittags türmen sich von Westen her tiefgraue Wolken auf; ein stürmischer Wind erhebt sich, der oberhalb der Mühle eine Birke knickt und in der Brunngasse drüben sogar einen Nussbaum fällt. Ein heftiger Regenguss folgt, der sich dann aber bald in einen leise fallenden Regen auflöst. In den Zeitungen ist anderntags zu lesen, dass ein orkanartiger Sturm zwischen 15 u. 16 Uhr über das Mittelland, vom Genfer- bis zum Zürichsee, wegfegte, der grossen Schaden angerichtet & sogar 6 oder 7 Todesopfer gefordert habe. Uns hats wohl nur noch einen Ausläufer desselben gepreicht.

Der September beginnt mit zwei "windigen" Wochen; er trocknet den Boden ziemlich stark aus, sodass man um einen milden Regen froh wäre. Aber immer wieder heisst es: "hell, sonnig, luftig". Für die Kartoffelernte allerdings ist dieses Wetter recht günstig. Es fördert auch den Laubfall frühzeitiger, sodass eine Notiz am 15.9. meint: "Es herbstelet gewaltig". Man beginnt sogar schon mit dem Traubenleset, wenigstens die "Direktträger".- Endlich, in der Nacht vom 16./17.9. leichter Regen und tagsüber am 17. nochmals einige Regenschauer. "Das tut gut"! Dann ist's wieder schön bis zum 26.9., da beginnt's abends 19.30 Uhr endlich wieder zu regnen und setzt sich in der folgenden Nacht nochmals fort. Am 30. Sept. meldet mein Tagheft: "Posthalters wümmen die Riesling, wohl seit Jahren noch nie so frühzeitig". Nebel brachte der September nur an 7 Morgen, dafür war's hie und da ordentlich kühl, +3 bis +6° nur.

Gleich am ersten Tag des Oktobers notierte ich: "Man muss bald heizen, wenn die Morgen so weiterfahren". Die Temperaturen sanken zeitweilig bis auf 2 oder 3° hinab. Zum Glück war auch immer Nebel und Hochnebel dabei. Nebel verzeichnete der Oktober überhaupt an 13 Morgen, eine Hochnebeldecke an 7 Tagen, nächtliche Regen 4mal, tagsüber sogar 6mal, wenn auch nur kurz. An 11 Nachmittagen war's prächtig sonnig mit Höchsttemperaturen zwischen 14 und 18°. An zwei Morgen, dem 24.10. und 25.10. fiel das Thermometer wieder bis auf 0° und vom 28. bis zum Monatsende hatten wir nochmals 4 trübe, regnerische Tage.

November: Er lässt sich ordentlich kühl an, sodass wir unsere "Majen" (ca. 80 Stöcke) am 3.11. von den Lauben in den Keller tragen; richtig fällt dann am 5.11. etwas Schnee und die Morgentemperaturen stehn immer gefährlich nahe am Gefrierpunkt. Der November bringt auch viel bedeckten Himmel u. Hochnebel. Um die Mitte herum mehrmals Regen an Abenden und in den Nächten, unfreundliches, frostigfeuchtes Wetter, nachher öftere Morgennebel; am 20. sogar den ganzen Tag und zwar lag er recht tief, während auf dem "Stein" die Sonne schien. Der letzte Tag des Monats war endlich wieder einmal recht sonnig.

Ebenfalls der letzte Monat, der Dezember, fing mit Hochnebel an und brachte an den beiden Abenden des 7. u. 8.12. Regen. Der 9.12. aber wurde dann vom Vormittag an sonnig und hellte gegen abend verdächtig auf, sodass Frost zu erwarten war, was allerdings in dieser Jahreszeit ja nichts zu sagen hätte. Wirklich wars in den nächsten 6 Tagen immer um -1° herum, ab 16.12. sogar bis -5°. Die Wälder, Wiesen und Obstbäume schimmerten allmorgendlich im prächtigsten Rauhreif, da frühmorgens gern etwas Nebel lag. Der 23.12. brachte schon nachts und dann den ganzen Tag über viel Regen, der 26. sogar "Hudel- und Sudelwetter", das sich mit wenigen Unterbrüchen bis zum Sylvestertag hielt. Am 31.12. nachmittags besserte es leicht zu einigen jeweils nur kurzen "Sonnenbesüchlein".
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Erstmals publiziert in: Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, April 2009 – S. 11-18.

[Veröffentlicht am 15. April 2009]

Dienstag, 10. Februar 2009

Weiterhin knapp unter 1000 Einwohner

In der Februar-Ausgabe der «Mitteilungen für die Gemeinde Weiach» wird traditionsgemäss die Gemeindestatistik des Vorjahres abgedruckt. So auch dieses Jahr.

Der Tages-Anzeiger Unterland betätigt sich wie üblich als Verwerter. Lokale Themen werden so zu Zeitungsfüllstoff. Interessant ist jeweils, was aus dem von der Gemeinde publizierten Material herausgepickt wird:

Weiach weiter knapp unter der 1000er-Marke

«Weiach. – Die Gemeinde Weiach zählt nach wie vor knapp unter 1000 Einwohner. Nachdem die Statistik per Ende 2007 993 Personen aufwies, ist die Einwohnerzahl im letzten Jahr leicht auf 980 zurückgegangen. Während sich die Zuzüge (51) und die Wegzüge (53) in etwa die Waage hielten, stehen 13 Todesfälle 2 Geburten gegenüber. (bek)»

Selbstständige Methusalems

Nicht erwähnt werden weitere interessante Details. So die Namen der ältesten Einwohnerin und des ältesten Einwohners. Mina Moser-Nepfer (geboren am 12. März 1911) und Arnold Hauser (geboren am 2. Dezember 1912). Oder deren Lebensumstände. Die beiden Ortsältesten führen nämlich immer noch je ihren eigenen Haushalt - und das fast ohne fremde Hilfe.

Auch keine Erwähnung findet die Rubrik «Hundehaltung». Man lernt dabei, dass in Weiach 96 Hunde angemeldet sind. Auf jeden zehnten Weiacher oder etwa jeden fünften Haushalt trifft es also statistisch gesehen einen Hund.

Den gleich grossen Prozentsatz stellt man bei den Ausländern fest: 95 waren Ende 2008 angemeldet. Bei einem gesamtschweizerischen Durchschnitt von über 20% Ausländeranteil ist das vergleichsweise wenig. Grosse Verschiebungen gibt es bei diesen Zahlen im Vergleich zu 2007 nicht, Ausländer ziehen eher ins nähere Umfeld der Stadt Zürich als in den 6. Agglomerationsgürtel hinaus.

Weniger Umzugsdynamik und mehr Tote

Die Anzahl Zuzüge und Wegzüge glichen sich 2008 etwa aus. Was der Tages-Anzeiger aber nicht schreibt: Die Anzahl Zu- und Wegzüge verringerte sich gegenüber dem Vorjahr markant: 2007 wurden noch 85 Zu- und 72 Wegzüge gezählt!

Noch interessanter sind die Geburten und Todesfälle: Wo 2007 noch 6 Todesfälle und 10 Geburten verzeichnet wurden, ist es 2008 genau umgekehrt. 13 Todesfälle stehen ganzen 2 Geburten gegenüber. Dieser Mortalitätsüberschuss erklärt denn auch fast im Alleingang den Rückgang der Bevölkerungszahl von 993 per Ende 2007 auf 980 per 31.12.2008.

Quellen

  • Gemeindestatistik 2008. In: Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, Februar 2009 - S. 9-10.
  • Weiach weiter knapp unter der 1000er-Marke. In: Tages-Anzeiger, 10. Februar 2009 - S. 55 Unterland.

Montag, 9. Februar 2009

Wer nichts sagt, stimmt zu!

Beim Einmarsch der Franzosen im Frühjahr 1798 hatten viele Schweizer die neue Zeit und die nachfolgende Helvetik noch begrüsst. Nach wenigen Jahren wurde die neue Ordnung aber von der grossen Mehrheit ins Pfefferland gewünscht. 

Bürgerkriegsähnliche Zustände 

Die Gründe dafür waren nicht nur die Wirren des Zweiten Koalitionskriegs im Verlaufe dessen die Helvetische Republik 1799 zum Kampfplatz europäischer Heere wurde, sondern vor allem die faktische Handlungsunfähigkeit und Inkompetenz der helvetischen Zentralregierung, die schlicht zu wenig Finanzmittel hatte, um ihre hochtrabenden Pläne auch tatsächlich zu verwirklichen. 

So versank das Land immer tiefer in bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Staatsstreiche jagten sich. Und die neuen Rechte der Stimmbürger wurden  vorsichtig ausgedrückt  freihändig interpretiert, wie man dem Artikel «Helvetische Republik» auf Wikipedia entnehmen kann: 
 
Abstimmungen gewinnen, einfach gemacht 

«Der Kleine Rat legte die Zweite Helvetische Verfassung inklusive einer Namensliste von 27 Senatoren am 25. Mai [1802] dem Volk zur Abstimmung vor. Diese gilt als erste wirkliche Volksabstimmung auf dem Boden der heutigen Schweiz. Alle Bürger mussten innerhalb von vier Tagen mit «Ja» oder «Nein» zur Vorlage Stellung nehmen. Nichtstimmende wurden als Annehmende gewertet nach dem Rechtsgrundsatz «qui tacet consentire videtur» – «wer schweigt, scheint zuzustimmen». Sechzehn Kantone stimmten der Verfassung schliesslich zu, allerdings hatten nur 72'453 explizit mit «Ja» gestimmt. 167'172 Bürger hatten überhaupt nicht gestimmt – wurden aber als annehmend gewertet und 92'423 hatten abgelehnt. Am 2. Juli erklärte der Kleine Rat die neue Verfassung für angenommen.» 

Die neuen Freiheitsrechte blieben jedoch weitgehend uneingelöste, papierene Versprechen. Besonders empört waren die Bauern über nicht eingehaltene Zusagen betreffend Ablösung der Feudallasten. Um der von den Franzosen geplünderten Staatskasse wieder zu Einnahmen zu verhelfen, war bereits im September 1800 der alte Bodenzins wieder eingeführt worden. 

Geschlossene Stimmabstinenz 

An der Volksabstimmung von Ende Mai 1802 über die neue Helvetische Verfassung nahm wohl auch aus diesem Grund kein einziger Weiacher teil. Trotzdem wurden sämtliche Stimmberechtigten der Gemeinde als Ja-Stimmen gewertet! Würde man dies heute ähnlich handhaben, dann müssten die meisten Abstimmungen gar nicht erst durchgeführt werden. Das Resultat stünde von vornherein fest. Es sei denn, man würde den Stimmzwang einführen, wie er im Kanton Schaffhausen besteht. 

Quellen
[Redaktionell überarbeitet und um den NZZ-Link ergänzt am 8. Dezember 2022]

Sonntag, 8. Februar 2009

Klares Nein zur Personenfreizügigkeit in Weiach

Die Weiacherinnen und Weiacher sind am heutigen Abstimmungssonntag ihren europapolitischen Prinzipien treu geblieben. Mit nur 39.0 % Ja-Stimmen-Anteil resultierte in der konservativen Ecke des Zürcher Unterlandes ein klares Nein gegen die Personenfreizügigkeit. Und damit steht Weiach einmal mehr in klarem Gegensatz zu den Gemeinden am rechten Zürichseeufer.

Das ist keine Überraschung. Europäische Vereinigungsideen stiessen bei der Mehrheit der aktiven Stimmbürger in den letzten Jahrzehnten noch nie auf grosses Verständnis. Zu anonym, zu undurchsichtig werden die Machenschaften der Brüsseler Eurokraten beurteilt. Man befürchtet Demokratieabbau und Fremdbestimmung. Wesentlich zu diesem Nein beigetragen haben dürfte der Unmut über das vom Parlament geschnürte Gesamtpaket.

Solche Päckli nach dem Motto "Vogel, friss oder stirb!" kommen ganz schlecht an. Das Resultat ist eine Allianz aus xenoskeptisch bis xenophoben und den generell EU-kritischen Strömungen.

Internationale Verflechtungen noch nie goutiert

Den Weiacher Geschichte(n) Nr. 7 kann man entnehmen, dass die alteingesessenen Weiacher früher noch viel kritischer waren als heute, wo die neu Zugezogenen einen signifikanten Anteil der Stimmberechtigten ausmachen.

So wurde der Beitritt der Schweiz zum Völkerbund in der Abstimmung vom 16. Mai 1920 mit 85% Nein-Stimmen abgelehnt. Die Schweiz trat trotzdem bei. Wie man am späteren Schicksal dieses UNO-Vorgängers sieht war die Skepsis der Weiacher durchaus berechtigt.

Die Vorlage zum UNO-Beitritt scheiterte in Weiach am 16. März 1986 noch klarer mit 89% Nein. Auch der Beitritt zum Währungsfonds (IWF, Bretton Woods) hatte keine Chance - nur 37% der Stimmenden sagten am 17. Mai 1992 Ja.

Ebenso sieht es in der Europapolitik aus, allerdings mit sinkender Tendenz des Nein-Anteils:

  • EWR-Beitritt (6. Dezember 1992) - 25% Ja
  • «EU-Beitrittsverhandlungen vors Volk» (8. Juni 1997) - 32 % Ja
  • Bilaterale Verträge I Schweiz-EU (21. Mai 2000) - 40%

Jeder nach seiner Leistungsfähigkeit

Bei der kantonalen Vorlage dieses Abstimmungssonntags, der Abschaffung der Pauschalsteuer für im Kanton wohnhafte, nicht erwerbstätige Ausländer sind die Meinungen im Dorf offensichtlich geteilt. 54.08 % stimmten Ja. Also ein leichtes Plus für die Befürworter einer nicht vom Reisepass abhängigen Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Reiche Schweizer und reiche Ausländer sollen also nach einer Mehrheit der Weiacherinnen und Weiacher gleich behandelt werden, wenn sie in unserem Kanton wohnen. Sie folgte damit den Argumenten der Befürworter, wonach eine andere Handhabung des Steuerrechts den Immobilienmarkt verzerre. Die Gegner (darunter die Mehrheit des Kantonsrats und der Regierungsrat) befürchten dagegen Steuerausfälle, weil Oligarchen wie Vekselberg und andere dem Kanton den Rücken kehren könnten.

Montag, 2. Februar 2009

Februar 1959: Bise und Hochnebel. Sonst nichts.

Nachdem der Dorfchronist Walter Zollinger über die Witterung des Januars 1959 noch ausführlich berichtet hat (vgl. WeiachBlog-Artikel vom 2. Januar 2009), verliert er über den Horner nur wenige Worte. Der Monat scheint von der eher unspektakulären Sorte gewesen zu sein:

«Der Februar brachte in den ersten 5 Tagen gleich etwas Oberwind mit Kältegraden bis -5° und starkem Reif. Nachher folgten ca. 10 Tage mit einer Hochnebeldecke. Ab 16.2. herrschte am Morgen meist Nebel, während die Nachmittage sonnig wurden; Nachmittagstemperaturen +4 bis +8°C.»

Offenbar hat es in diesem Jahr (nach den beiden Grippe-Wellen 1957 und 1958, die auch Lehrer Zollinger für kurze Zeit ausser Gefecht setzten) keine influenza-bedingten Ausfälle beim Schulbetrieb gegeben. Erwähnt hat er ein solches Ereignis jedenfalls nicht.

Quelle
  • Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1959. (Witterung, S. 2)

[Veröffentlicht am 9. Februar 2009]

Sonntag, 1. Februar 2009

Horrorvorstellung Frauenstimmrecht

«Die Mutter treibt Politik!» stand 1927 in grossen roten Lettern auf einem Abstimmungsplakat. Darunter ein Bild des Durcheinanders: am Boden ein schreiendes, aus der Wiege gefallenes Baby. Im Bettchen sitzt währenddessen eine schwarze Katze, das Fenster ist offen und der Wind bläst ins Zimmer hinein. Zuunterst schliesslich die Parole: «Frauenstimm- & wahlrecht NEIN» (vgl. Abbildung in der Wikipedia. Nachtrag vom 13.3.2016/18.12.2017: Das Bild wurde aus Wikipedia gelöscht. Hier ein Link auf das eMuseum der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.)

Kurz: eine Horrorvorstellung. Solche Bilder müssen auch noch Jahre und einen Weltkrieg später in den Köpfen präsent gewesen sein. Anders ist kaum zu erklären, weshalb die Schweizer Männer am 1. Februar 1959 erneut der Parole des Plakats von 1920 folgten und auch diese Vorlage wuchtig ablehnten - einige vielleicht sogar auf den Rat ihrer Frauen hin, die nicht als solche Rabenmütter angesehen sein wollten.

Trotz seiner sonst konservativen Haltung dürfte Walter Zollinger die Angelegenheit nicht so dramatisch gesehen haben, schreibt er doch ganz am Ende seiner Jahreschronik 1959:

«In der Abstimmung vom 1. Februar über die Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechtes in eidgen. Angelegenheiten vermag die Männerwelt unserer Gemeinde nur 24 Stimmen dafür, aber deren 109 dagegen aufzubringen. Arme Weiacher Damenwelt!

Mit dieser "betrüblichen" Feststellung schliesst die Chronik 1959.
Weiach, den 31. Juli 1961.
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Quelle
  • Zollinger, W.: Gemeinde Weiach. Chronik des Jahres 1959. S. 17.
[Veröffentlicht am 8. Februar 2009]