Facebook umfasst eine unglaubliche Anzahl an Themenfeldern. Zu Spezialgebieten, für die man früher (heisst: in Zeiten vor dem Internet) kaum eine Fanzeitschrift hätte gründen können. Dazu zählt wohl auch die Gruppe «Alte Tankstellen und Garagen der Schweiz».
Manche dieser Mobilitätsstützpunkte sind richtige Familienunternehmen, die über Generationen weitergeführt werden. Und sich dadurch sozusagen zu Institutionen entwickeln. Solchen der Erinnerungen des Alltagslebens.
Die Weiacher Tankstelle an der Sternen-Kreuzung ist auf dem besten Weg, ihr sechstes Jahrzehnt in dritter Generation zu vollenden (vgl. https://weiachenergy.ch/geschichte/). Vor rund anderthalb Jahren hat der heutige Inhaber, Martin Willi, das folgende Bild auf obgenannter Gruppe gepostet. Und damit viele Antworten und Likes in grosser Zahl geerntet:
Eine der schönsten Rückmeldungen ist die, welche unserem Beitrag den Titel verliehen hat:
«Kompliment an den netten und hilfsbereiten Mann, der dort im Sommer 1969 amtete. Unterwegs nach Payerne (zurück in die RS vom Sonntagsurlaub, zu spät kommen nach 2200 gab Kiste) musste ich dort einen Wasserschlauch ersetzen. Er suchte und fand einen passenden im Lager und liess mich auf der Tankstelle reparieren. Abfahrt genau 2000, 2159 rannte ich in der Kaserne ins Zimmer. Es waren 165 km im Sonntagabendverkehr, Autobahn nur ab Baden bis Bern, Rest Landstrasse, allerdings auch ohne Tempolimit 😅!» (Autor: Rudolf Brütsch, 18. April 2024, 16:15)
Jeder, der in der Schweizer Armee einst Dienst geleistet (d.h.: auch eine Rekrutenschule absolviert) hat, kann den Stress nachfühlen, den man als frisch Uniformierter hat, wenn einem für das Zuspätkommen die Arrestzelle droht. Da sind ein paar Gedenksekunden für Albert Willi-Simon nicht verkehrt.
Anmerkung: Payerne und sein Militärflugplatz sind bis heute ein Standort der Dunkelblauen, d.h. der Flugwaffe, die mit der Reform Armee 95 nach dem vermeintlichen Ende des Kalten Kriegs in «Luftwaffe» umbenannt worden ist.


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