Sonntag, 6. März 2022

Renate Weingart - Kandidatin für die Schulpflege Weiach

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert - wie hier Frau Weingart - ein eigener Artikel reserviert. Nur schreiben muss der/die Kandidierende ihn selber. Für Formatierung und die Bewerbung auf WeiachTweet und der Facebook-Gruppe Du bisch vo Weiach, wenn... sorgt die Redaktion WeiachBlog.

Wer bin ich:

Mein Name ist Renate Weingart, 42 Jahre alt, aufgewachsen in Konolfingen BE, parteilos

Wohnhaft seit bald 20 Jahren im Raum Zürich, mit meiner Familie seit bald 8 Jahren in Weiach. Mutter von 2 Kindern im schulpflichtigen Alter.

Beruflich bin und war ich tätig als:

Projektplanerin Messebau/Event, Kunsttransporte und Montage. Als ursprünglich gelernte Dekorationsgestalterin arbeite ich immer wieder projektweise für verschiedene Aufträge.

Bei einer Wahl am 27. März 2022 als Schulpflege-Mitglied setze ich mich ein für:

  • Brücken zwischen Eltern und Behörden bilden
  • transparente und sachliche Kommunikation
  • gemeinsam konstruktive Lösungen finden
  • vielseitiges und vernetztes Denken  
  • effiziente Arbeitsabläufe

Im Dorf aktiv als:

  • OK – Mitglied 750 Jahre Weiach (9. – 11. Sept. 2022)
  • Familienverein Weiach – Mitglied

Die Schule Weiach liegt mir sehr am Herzen.

Es ist wichtig, zu unterstützen. Diese Unterstützung will ich anbieten.

Vielen Dank für Ihre Stimme!

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Hinweis der Redaktion WeiachBlog: Frau Weingart ist in der Gruppierung Eusi Schuel (http://www.eusi-schuel.ch) aktiv, die im Frühjahr 2021 wesentlich dazu beigetragen hat, die Abstimmung gegen die Kündigungsinitiative zu Fall zu bringen. Damit konnte die enge Zusammenarbeit von Weiach, Fisibach und Kaiserstuhl auf schulischer Ebene weitergeführt werden.

Freitag, 4. März 2022

Katrin Matthäi-Morris - Kandidatin für die Schulpflege Weiach

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Weiach (MGW) ist es den Kandidatinnen und Kandidaten gemäss Ziff. 7c des einschlägigen Reglements nicht möglich, Wahlwerbung zu ihrer Person publizieren zu lassen.

Auf WeiachBlog gibt es solche Einschränkungen nicht. Im Sinne der Erhöhung der Transparenz für die Stimmberechtigten wird jeder Person, die für ein Gemeindeamt kandidiert - wie hier Frau Matthäi-Morris - ein eigener Artikel reserviert. Nur schreiben muss der/die Kandidierende ihn selber. Für Formatierung und die Bewerbung auf WeiachTweet und der Facebook-Gruppe Du bisch vo Weiach, wenn... sorgt die Redaktion WeiachBlog.

Liebe Weycherinnen, Liebe Weycher

Mein Name ist Katrin Matthäi-Morris, ich bin 39 Jahre alt und kandidiere als Mitglied in unserer Schulpflege.

Aufgewachsen im Zürcher Unterland zog es mich 2013 nach Weiach, wo mittlerweile meine beiden Kinder aufwachsen und zur Schule gehen.

Mit meiner pflichtbewussten, speditiven Arbeitsweise und meiner flexiblen Art möchte ich mich für eine leistungsfähige und gut organisierte Primarschule engagieren.

Eine konstruktive Zusammenarbeit ist mir sehr wichtig, denn nur ein gut funktionierendes Team kann die besten Lösungen für unsere Schülerinnen und Schüler finden.

Mit einer transparenten Kommunikation zwischen Schule und Eltern möchte ich mithelfen unseren Kindern ein stabiles und sicheres Umfeld zu ermöglichen, welches sie in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt.

Auch wenn mein Name auf dem Beiblatt der Wahlunterlagen nicht aufgeführt ist, freue ich mich über Ihre Stimme am 27. März 2022.

Herzlich,

Katrin Matthäi-Morris

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Hinweis der Redaktion WeiachBlog: Frau Matthäi-Morris ist in der Gruppierung Eusi Schuel (http://www.eusi-schuel.ch) aktiv, die im Frühjahr 2021 wesentlich dazu beigetragen hat, die Abstimmung gegen die Kündigungsinitiative zu Fall zu bringen. Damit konnte die enge Zusammenarbeit von Weiach, Fisibach und Kaiserstuhl auf schulischer Ebene weitergeführt werden.

[Veröffentlicht am 5. März 2022 um 00:57 MEZ]

Donnerstag, 3. März 2022

Bossert & Machado – Kandidatinnen für die Schulpflege Weiach

Es wird ja immer wieder gejammert, man finde heutzutage niemanden mehr für ein Gemeindeamt. Das führt bei Kleingemeinden (wie dem bis Ende 2021 bernischen, und jetzt freiburgischen Clavaleyres) unumgänglich zur Fusion mit einer Nachbargemeinde. 

Weiach ist von solchen Problemen weit entfernt. Das ist zumindest der Eindruck, wenn man sieht, wie viele Kandidierende sich heuer für die zwei prestigeträchtigsten (und aktuell auch herausforderndsten) Ämter bewerben, welche die Kommunalpolitik zu bieten hat: Gemeinderat und Primarschulpflege.

Schon 2021 war klar, dass es für den Gemeinderat Kampfwahlen geben würde, stellten sich doch für 5 Sitze insgesamt 9 Kandidierende (darunter eine Frau) zur Verfügung.

Bei der Schulpflege sah es bis am 24. Januar lediglich beim Präsidium (und ex officio sechstem Gemeinderat) nach einer Kampfwahl aus. Ein Sitz war auf der damaligen Liste der Gemeindeverwaltung noch vakant. Dann entschlossen sich gleich vier Frauen (Machado, Matthäi-Morris, Vieli und Weingart), ebenfalls zu kandidieren.

Und so sehen die Verzeichnisse für Gemeinderat und Schulpflege aktuell aus:


Diese für die hiesige Kommunalpolitik bisher ungewohnte Situation hat zu einer grossen Vielfalt an Flyern und Stellungnahmen geführt. Einige der obgenannten Kandidierenden haben sich für einen eigenen Text auf WeiachBlog entschieden. Den anderen wird, im Sinne gleich langer Spiesse und der Dokumentierung dieses Wahlkampfs, in den noch verbleibenden Tagen bis zum Wahlsonntag ein Artikel gewidmet.

Da die Kandidatinnen Melanie Katja Bossert und Daniela Machado am selben Tag mit je einem Flyer im selben Design publik gegangen sind, erlaubt sich WeiachBlog hier, beide nachstehend im selben Artikel zu porträtieren. Für alle übrigen Kandidaten und eine Eingabe des abtretenden Schulpflegepräsidenten wird je ein eigener Beitrag veröffentlicht.


[Veröffentlicht am 14. März 2022 um 16:10 MEZ]

Freitag, 18. Februar 2022

Kommunale Dokumentvorlagen. If it ain't broke, don't fix it

Weiach ist konservativ. Das gilt auch für die Gemeindeverwaltung. Wir waren zwar nicht gerade das letzte gallische Dorf im Kanton Zürich, das sich eine eigene Website zugelegt hat, aber fast. Seit dem 15. September 2005 ist www.weiach.ch online. Vgl. Weiacher Geschichte(n) Nr. 71: https://bit.ly/3GZwu5R.

Im März 2006 erschien dann das erste Mitteilungsblatt in elektronischer Form. Und nach drei Versuchsmonaten hat sich offensichtlich DAS Format gefunden. Die Dokumentvorlage, die noch heute für Amtliche Publikationen verwendet wird (siehe die Bezeichnung MIBLA JUNI 2006 auf dem Tab des Dokuments):

In den Dokumenteigenschaften findet man überdies eine Erinnerung an diejenige Firma mit Sitz in Neerach, die unsere Gemeindemitteilungen von Juni 2007 bis September 2019 produziert hat:

Nun, warum sollte man auch etwas ändern? Auf dem Land gilt eben noch: If it ain't broke, don't fix it. 

[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 18. Februar 2022, 23:57 MEZ; Inhaltlich angepasster Repost auf WeiachBlog am 6. Juli 2022 um 21:43 MESZ]

Donnerstag, 17. Februar 2022

Vor 300 Jahren wurde noch über den Miststock geheiratet

Am 17. Februar 1722 gab es in der Kirche Weiach gleich zwei Hochzeitspaare. Und bei beiden Paaren stammten Braut wie Bräutigam aus dem nicht grad allzu grossen Weiach (höchstens 700 Einwohner). 

Man hat also teilweise buchstäblich über den Miststock (d.h. ins Nachbarhaus) geheiratet, was auch die strengen Vorschriften der Regierung erklärt. Bereits bei gemeinsamen Urgrosseltern wurde eine Bewilligung des Ehegerichts verlangt.

In diesen beiden Fällen scheint es keine Einwände gegeben zu haben. Durch Pfr. Hans Rudolf Wolf (1708-1747 in Weiach; Grabplatte in der Aussenmauer der Kirche eingelassen) wurden an diesem Tag heute vor 300 Jahren getraut und im ersten Band des Weiacher Tauf-, Ehe- und Totenregisters (StAZH E III 136.1, S. 335) eingetragen:

1. Heinrich Baumgartner, Ehegaumers, mit Anna Margaretha Bersinger (https://bit.ly/3GWp9nA; EDB 642), sowie

2. Jakob Meierhofer, Bukjoggel, mit Elisabeth Baltisser (https://bit.ly/3h7IlVj; EDB 643)

Bild: Titelblatt des zweiten Bandes, von Pfr. Hartmann Escher 1753 begonnen

Die obgenannten und rund 296'000 weitere Eheeinträge aus dem 16. bis 18. Jahrhundert kann man über das Portal der Ehedatenbank des Staatsarchivs des Kantons Zürich übrigens leicht selber online abrufen: https://archives-quickaccess.ch/search/stazh/edb 

[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 17. Februar 2022, 14:49 MEZ; Inhaltlich angereicherter Repost auf WeiachBlog am 6. Juli 2022 um 21:17 MESZ]

Montag, 14. Februar 2022

Sturm Roxana entwurzelt Bäume beim Dorfkern

Roxana hat offenbar vor einer Woche einen Obstbaum entwurzelt. Auf 20min.ch sieht man auf Video (https://bit.ly/3BigAT7) wie der Baum bereits abgesägt über der Strasse liegt. Am Riemli? Oder wo ist das? Ich kenn' mich mit den neuern Häusern nicht mehr so aus.




[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 14. Februar 2022, 21:49 MEZ; Repost inkl. Kommentare auf WeiachBlog am 6. Juli 2022 um 18:42 MESZ]

Montag, 7. Februar 2022

Graf Kapodistrias: Hebamme der Schweiz von 1813/14

Ein Grieche im Auftrag des russischen Zaren. Das war die Hebamme der Schweiz von 1813/14. Ohne Ioannes Kapodistrias (auch Capodistrias oder Capo d'Istria geschrieben) wäre unser Land kaum zu dem geworden, was es heute ist. Lesen Sie auf Swissinfo nach: https://bit.ly/3gqrtsq

Die Haltung Russlands ist daher wichtiger für die ewige Schweizer Neutralität, als uns das im Alltag bewusst ist. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde und hören Sie den Podcast des Tages-Anzeigers: https://bit.ly/3sqC1Nw 


Literatur
  • Amberg, L.: Begegnungen mit Capodistrias. In: swissinfo, 18. Juni 2021.
  • Bachmann, L.; Häfliger, H.; Loser, Ph.: Der Ioannes-Kapodistrias-Graben. In: TAmedia (Hrsg.): «Apropos» – der tägliche Podcast. 7. Februar 2022.

[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 7. Februar 2022, 17:45 MEZ; Neu bebilderter Repost auf WeiachBlog am 6. Juli 2022 um 18:20 MESZ]

Freitag, 4. Februar 2022

Bevölkerungsentwicklung 1965 bis 2021 auf einen Blick

Nachdem kürzlich die Frage nach der Bevölkerungsentwicklung aufgekommen ist: hier eine kleine Grafik, die über den Zeitraum hinausgeht, der in den Diagrammen der Gemeinde dargestellt wird (i.d.R. 10 Jahre; MGW Februar 2022, S. 10).

«Verwendet werden die offiziellen Zahlen der Wohnbevölkerung von Weiach (zivilrechtliche Definition; Indikator 133 aus den interaktiven Gemeindeporträts des Statistischen Amts des Kantons Zürich:

Einwohnerbestand Ende Jahr nach zivilrechtlichem Wohnsitz (ab 2010 inkl. vorläufig Aufgenommene, die seit mehr als einem Jahr in der Gemeinde leben, aber ohne Wochenaufenthalter und Asylbewerber)).»


Man sieht deutlich den sigmoiden (kurzzeitig exponentiellen) Verlauf durch die Bauentwicklung zwischen dem alten Dorfkern und Kaiserstuhl.

Der Anstieg zwischen 1989 und 2003 ist mehrheitlich auf Einfamilienhäuser zurückzuführen. Der zwischen 2012 und 2020 mehrheitlich auf Mehrfamilienhäuser.

[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 4. Februar 2022, 12:15 MEZ; Überarbeiteter Repost auf WeiachBlog am 6. Juli 2022 um 17:45 MESZ]

Sonntag, 30. Januar 2022

Poststrasse muss Eisenbahn Platz machen, Detailplan 1873

Detailplan März 1873 des Stationsgeländes Weiach-Kaiserstuhl mit Verlegung der Poststrasse (heute: Hauptstrasse Nr. 7 Basel-Winterthur) an den Südrand des Bahnareals. Grund: alter Strassenverlauf wurde auf ca. 500 m zweimal durchschnitten.

Vom Eidg. Department des Innern am 12. Juni 1873 unter Auflagen bewilligt (mit rundem Papiersiegel auf dem Plan der Nordostbahn-Ingenieure, vgl. Bild unten). 

Man sieht, wie viele schmale kleine Landstückchen von diesem Vorhaben betroffen waren: über 50 Parzellen allein auf den etwas mehr als 500 Metern Bahnstrecke zwischen heutiger Landi Weiach und dem Ärztehaus A-Z (im Verwaltungsgebäude Holz Benz AG).

Links in dunklerem Grün: der neu zu erstellende Bahnübergang für die Bewirtschaftung der Flächen nördlich der Eisenbahnlinie.

Quelle

  • Schweizerisches Bundesarchiv; Signatur: E53#1000/893#11367* -- e-Dossier: 3249252 - Dokument 0000003; 637789081240506028.pdf.
[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 30.1.22, 12:07 MEZ; Repost auf WeiachBlog am 31. Mai 2022 um 21:17 MESZ]

Samstag, 29. Januar 2022

Landwirtschaftliche Arbeiten vor Eisenbahnangelegenheiten

Im Jahre 1874 ging es um die definitive Streckenführung und letzte Details betreffend die Platzierung der Stationen und Eisenbahnanlagen für die Linie Koblenz-Winterthur.

Intensive Korrespondenz zwischen dem Eisenbahn- & Handelsdepartement des Bundes, den Regierungen der Kantone Zürich und Aargau, der Direktion der Nordostbahn, sowie mit den betroffenen Gemeinden.

Dass das landwirtschaftliche Jahr dann halt doch Priorität hat vor irgendwelchen Schreibstubenaktivitäten, teilte unser Gemeinderatsschreiber Baumgartner am 22. Oktober 1874 sozusagen in einer Klammerbemerkung mit:

«Der Gemeindrath Weiach ist nun im Falle folgende Begehren, (der vielen Herbstarbeiten wegen freilich etwas verspätet) zu stellen [...]» 😄

Quelle

  • Das soeben frisch digitalisierte Dossier im Bundesarchiv. Dossier-Nr. 3249252, Folder Dok-7, Dok-ID: 637789075587271828.pdf ; https://bit.ly/3ubhC1F 

[Erstveröffentlicht auf der Facebookgruppe «Du bisch vo Weiach, wenn...» am 29.1.22, 13:53 MEZ; Repost auf WeiachBlog am 31. Mai 2022 um 20:51 MESZ]