Freitag, 25. September 2009

Weinbau-Ausstellung im Ortsmuseum. Letzter Tag.

Am nächsten Sonntag hat das Ortsmuseum Weiach den zweiten seiner beiden offiziellen Öffnungstage - traditionsgemäss am Bettag und dem darauffolgenden Sonntag.

Die aktuelle Ausstellung über den Weiacher Weinbau ist nur noch am 27. September von 11-17 Uhr ohne spezielles Arrangement zu sehen. Wer diesen Termin verpasst muss beim Präsidenten der Ortsmuseumskommission, Daniel Bryner, eine Privatführung beantragen.

Die regionalen Medien haben bereits über den ersten Öffnungstag berichtet. Die Zürcher Landzeitung mit einem Kurzbeitrag, der Tages-Anzeiger Unterland mit einem längeren Artikel.

«Weiach - Weinbau-Studien am kommenden Sonntag

Das Ortsmuseum Weiach stellt derzeit Platz für eine besondere Ausstellung zur Verfügung. Noch am kommenden Sonntag, 27. September, können sich interessierte Besucher über den Weinbau in Weiach informieren. Neben der Auseinandersetzung mit Exponaten wie alten Dokumentationen zur Geschichte und zum Handwerk lassen sich auch örtliche Weinspezialitäten degustieren. Organisiert wird die Ausstellung von der Weiacher Ortsmuseumskommission. Am 27. September stehen die Türen von 11 bis 17 Uhr offen. (ZU/NBT)
»

Der von Freelancer Thomas Baer verfasste Tagi-Artikel bringt mit dem Titel
«700 Jahre Weinbau in Weiach: Vom sauren Tropfen zum Qualitätserzeugnis» die Entwicklungsrichtung auf den Punkt. Von der Quantität zur Qualität.

Noch 1880 gab es Dutzende Rebbergbesitzer im Dorf - die meisten produzierten für den Eigenbedarf. Heute kann man sie fast an einer Hand abzählen. Die beiden gewerbsmässigen Winzer, Matthias Angst und Hansruedi Meierhofer, achten darauf, dass ihr Tropfen den Käufern gut mundet. Kein Wunder: Sauren Wein kauft heute keiner mehr.

Quellen

Donnerstag, 24. September 2009

Kulturgeschichtliche Wanderung durch Weiach

Am Samstag, 26. September 2009 findet die zweite Auflage der Kulturhistorischen Exkursion «Von Bachs nach Rheinsfelden» statt. Sie ist Teil einer ganzen Reihe von solchen Exkursionen auf Kantonsgebiet und wird von der Kantonalen Denkmalpflege Zürich durchgeführt.

In der Ausschreibung auf der Website der KDZ wird die Exkursion wie folgt beschrieben:

«Vom Bauerndorf Bachs mit seinen prächtigen Riegelhäusern führt die Wanderung zur mittelalterlichen Höhlenburg Erdmannliloch und über Weiach an den Rhein. Mühlen und Sägereien an diesem Weg nutzten einst die Wasserkraft, das Kraftwerk Rheinsfelden, ein Höhepunkt der Industriekultur, ist noch heute in Betrieb. Die Grenzlage liess in der Römerzeit und im 20. Jahrhundert zahlreiche Wehrbauten entstehen.

Datum: 26. September 2009.
Treffpunkt: Bushaltestelle Bachs Post, 9.00 Uhr.
Ende der Exkursion: Bahnstation Zweidlen ca. 17 Uhr.
Dauer der Exkursion: 8 Std., davon 4 Std. Wanderzeit.
Anfahrt: S5 von Zürich HB nach Dielsdorf, Bus 535 bis Bachs Post.
Rückfahrt: S41 bis Eglisau, S5 bis Zürich HB.
Verpflegung: Aus dem Rucksack.
Charakter: Wanderung meist auf bequemen Wanderwegen. Beim Erdmannliloch sehr steiler Aufstieg, Trittsicherheit erforderlich.
Besichtigungen: Erdmannliloch, Kirche Weiach, Kraftwerk Rheinsfelden.
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, Regenschutz, evtl. Wanderstöcke.
Anzahl: maximal 30 Personen.
»

Am 26. September nimmt auch der Autor der «Weiacher Geschichte(n)» an Teilen der Exkursion teil und gibt auf Wunsch zu Weiacher Themen Auskunft.

Anmelden kann man sich Online (Anmeldung Bachs-Rheinsfelden) oder per Telefon 043 343 45 00.

Die Exkursion kann aufgrund des Kartenausschnitts und der erläuternden Angaben im Faltprospekt auch eigenständig unternommen werden.


Weiach-bezogene Auszüge aus dem Prospekt

Wüstung Ruwenhusen (5). Im Tal südlich von Weiach stand die hochmittelalterliche Ausbausiedlung Ruwenhusen. Die sumpfigen Wiesen im Mas und der trockenere Boden in der Waldlichtung bei der Feuerstelle Müliboden wurden wohl einst von diesem Hof bewirtschaftet. Weiteres nutzbares Land gab es an den steilen Hängen nicht, weshalb der Betrieb nicht lange überlebte.

Kirche Weiach (6). Die reformierte Kirche Weiach wurde 1706 von Hans Caspar Werdmüller als Wehrkirche erbaut. Er konzipierte sie zusammen mit der Pfarrscheune, dem Pfarrhaus und der Friedhofsmauer als militärischen Stützpunkt gegen die katholische Grafschaft. Im 2. Villmergerkrieg bezog zürcherische Artillerie den befestigten Kirchhof, zu Kriegshandlungen kam es aber nicht.

Urgeschichtliche Funde aus Weiach. Spektakuläre Funde aus den Weiacher Kiesschichten lassen sehr weit in die Geschichte zurückblicken. Die Tierwelt der Altsteinzeit ist mit einem Rentiergeweih-Fragment und dem Teil eines Mammutstosszahns vertreten. Ein Steinbeil aus der Jungsteinzeit fand man südlich des Hardwalds. In diesem Wald konnten 1866 drei Grabhügel einer bronzezeitlichen Nekropole untersucht werden, wobei man auf bronzene Armringe, Nadeln und eine Dolchklinge stiess. Unweit davon brachte 2001 eine Rettungsgrabung im Kiesgrubenareal Keramikscherben, Steinkonzentrationen, Holzkohlestückchen und weitere Reste einer bronzezeitlichen Siedlung ans Tageslicht.

Befestigungen am Rhein. Germanische Vorstösse im 3. Jahrhundert n.Chr. lösten den Bau einer Reihe von römischen Befestigungen am Rhein aus. Gut erkennbar sind die Grundmauern eines nahezu quadratischen Wachturms (7) direkt am Rheinufer im Hardwald. Nur wenige hundert Meter flussaufwärts stand auf der Höhe des Kraftwerks Rheinsfelden ein weiterer solcher Turm. Bei archäologischen Untersuchungen fand man 1922 Keramikscherben, darunter Terra Sigillata, sowie 2,5 m dicke Mauerfundamente. Nicht nur zur Römerzeit, sondern auch während des Zweiten Weltkriegs war der Rhein eine befestigte Grenze. Mehrere Bunker der Sperrstelle Zweidlen-Lätten liegen direkt an der Wanderroute.

Donnerstag, 6. August 2009

Underthänig gehorsammer Diener

Mit dieser Schlussformel hat man als Pfarrer seinen Arbeitgeber (die hohe Obrigkeit zu Zürich) vor 300 Jahren brieflich seiner Loyalität versichert.

Jedenfalls setzte der Weiacher Pfarrer Hans Heinrich Brennwald im Jahre 1702 genau diese Formel an den Schluss eines Schreibens:

Das Aktenstück findet man in einem Konvolut von Papieren der ehemaligen Obervogtei Neuamt, welche heute im Staatsarchiv des Kantons Zürich (auf dem Gelände der Universität Zürich-Irchel) aufbewahrt werden.

Quelle

  • Akten der Obervogtei Neuamt 1661-1797 (StAZH A 135.4 Nr. 86)

Weitere WeiachBlog-Artikel in denen dieser Pfarrer vorkommt:

Mittwoch, 5. August 2009

Kantonsrätin Steinemann: Rede zum 1. August in Weiach

Mit der Rede von Regierungsrat Markus Kägi zum 1. August 2007 hat WeiachBlog zum ersten Mal die traditionelle Festansprache zum Bundesfeiertag im Wortlaut veröffentlicht.

Auch die Rede von EVP-Bezirkspräsident Daniel Elsener zum 1. August 2008 fand letztes Jahr ihren Weg auf die Seiten dieses Blogs.

So war es nur folgerichtig, auch die diesjährige Festrednerin, Kantonsrätin Barbara Steinemann aus Watt bei Regensdorf, um die Abdruckrechte zu bitten.

Frau Steinemann hat mir heute den Text ihrer Rede zugeschickt. Ich danke ihr für die Erlaubnis, ihn auf WeiachBlog zu publizieren!

Rede von Frau Kantonsrätin Steinemann

«Liebe Weiacherinnen, liebe Weiacher

Lassen Sie mich zuerst ganz herzlich Ihnen für die Einladung danken. Das ist mir natürlich eine besondere Ehre, heute Abend in einem so schönen, schön gepflegten Dorf zum Nationalfeiertag reden zu dürfen. Wenn wir heute am Geburtstag der Schweiz zusammenkommen, tun wir das ohne Sorge und in Dankbarkeit gegenüber der Heimat. Viele Länder haben andere Zeiten erlebt, aber unser Gebiet ist seit über 150 Jahren von militärischen Konflikten verschont geblieben. Andere Staaten können unberechenbar sein, die Schweiz ist es nicht, auf unsere Staatsidee ist Verlass.

Ein Blick zurück in die Vergangenheit und die Geschichtsbücher lehrt uns, dass die Schweiz im Zeitpunkt von ihrer Gründung ein rückständiges, überaus armes Land gewesen ist.

Wir haben weder Goldadern noch Oelquellen. Wir haben keinen Anstoss ans Meer und sind nicht von einem besonderen Klima begünstigt. Trotzdem haben wir es vom Armenhaus von Europa zum wahrscheinlich wohlhabensten und auch fortschrittlichsten Land der Welt geschafft. Es waren die bekannten Tugenden unserer Bevölkerung, die die Schweiz zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Wir können mit Recht stolz darauf sein, dass wir es in unserem Land zu etwas gebracht haben.

Aber da ist ja auch noch der ganze Prozess der Globalisierung, dieses Modewort, das seit Jahren die Gemüter erhitzt. Dass damit Vorteile für uns verbunden sind, streitet niemand ab, beispielsweise profitiert der Konsument von billigen Importen, aber die Nachteile sind nicht zu übersehen. So verunsichert viele von uns der Gedanke an eine völlige Liberalisierung der Agrarwirtschaft. Es darf nicht sein, dass ganze Berufsstände, die auch noch ein öffentliches Interesse darstellen, einer Wirtschaftsreform geopfert werden.

Niemand kennt die Auswirkungen der Globalisierung. Und niemand kann uns garantieren, dass diese rücksichtslose Öffnung der Märkte uns schlussendlich nicht um unseren, einst hart verdienten Wohlstand bringt.

Wichtige Entscheide werden zunehmend in der Anonymität und im Ausland gefällt, Gewinnmaximierung ist das oberste Gebot und sogenannte moderne Manager und ihre Berater schliessen ohne Gewissensbisse Betriebe, fusionieren, entlassen Personal oder verlagern Produktion und Arbeitsplätze einfach ins Ausland. Für Fehlentscheide wird niemand mehr zur Rechenschaft gezogen. Das sind meines Erachtens keine schweizerischen Tugenden und Werte und sind unserer Gesellschaft unwürdig.

Aber sehen wir es positiv und loben unser Geburtstagskind: Es käme ja niemanden in den Sinn, bei der Tischrede an einer Geburtsfeier mit dem Glas in der Hand dem Jubilar vor seinen Gästen vor allem seine negativen Seiten auszubreiten und ihm eine düstere Zukunft zu prophezeien.

Natürlich sind wir in der Schweiz nicht besser als unsere Nachbarn und der Rest der Welt. Wir sind bestenfalls anders: Wenn wir die gesamte staatliche und private Präsenz aufrechnen, stehen wir proportional gesehen in der Welt nicht schlecht da. Im Gegenteil: Auswanderung, Einwanderung, Welthandel, gute Dienste im diplomatischen Bereich und humanitäre Tätigkeit haben uns ein fast weltumspannendes Beziehungsnetz eingebracht. Eine solche Weltoffenheit sucht ihresgleichen.

Weltoffenheit und Solidarität im Denken und Handeln sind schon immer Teil der eidgenössischen Gesinnung gewesen, lange bevor andere daraus einen politischen Werbeslogan gemacht haben.

Die Schweiz zeigt, wie man Europa auch anders gestalten könnte: föderalistisch, bürgernah, wichtige Entscheide fallen an der Urne und nicht auf dem Pult von anonymen, realitätsfremden Bürokraten. Die Unabhängigkeit der Schweiz hält für viele Europäer die Hoffnung wach, dass auch eine direktdemokratische Staatsform möglich ist. Nirgends haben die Bürger so viel zu sagen wie in der Schweiz. Nicht irgend eine ferne Machtzentrale mit einem riesigen Beamtenapparat wird unsere Aufgaben erledigen, sondern nur wir allein, das Tun und Handeln jedes Einzelnen werden uns und die Schweiz weiter vorwärts bringen. Auch das ist ein Vorteil für die Schweiz: Wir haben wahrscheinlich den höchsten Grad an Freiheit. Keine Idee ist so elektrisierend wie die Idee der Freiheit. Wer einmal entdeckt hat, dass andere über Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte verfügen, der ist in seinem Bestreben nach selben nicht mehr zu bremsen.

Zwar haben wir etliche gut sichtbare Vertreter der Schweiz. Zuerst wird uns wohl die Landesregierung mit der Aussenministerin einfallen, die in unserem Namen um die ganze Welt jettet; Berufssportler sind unter unserer Flagge tätig; vielleicht auch noch so genannte Künstler, die, mit öffentlichen Mitteln versehen, irgendwo auf der Welt ihre persönliche Meinung über die Schweiz verkünden.

Aber unseren Wohlstand verdanken wir überwiegend all jenen, welche diese Freiheit genutzt haben: Für Innovation, Initiative, Unternehmergeist, und die Fleiss, Ausdauer und Sachkenntnis eingesetzt haben. Wertschöpfung, auch über den rein wirtschaftlichen Aspekt hinaus, schaffen nämlich alle, welche in irgendeiner Form eine Leistung erbringen. Mit ein paar Beispielen untermauert bedeutet das, dass alle Bauern bei ihrer Erwerbsarbeit gleich auch noch unsere Landschaft pflegen und damit nicht nur uns, sondern auch dem Tourismus eine wertvolle natürliche Grundlage bieten. Viele soziale Leistungen werden ohne irgendeine Einmischung von Behörden und unentgeltlich im Rahmen des Familiengefüges erbracht. Einen Dank könnte man auch all jenen aussprechen, die einen Lehrling ausbilden, nicht weil es all jene fordern, die selber nichts in diesem Bereich machen, sondern weil sie an die nachfolgenden Generationen glauben und wollen, dass ihr Gewerbe auch in Zukunft Bestand hat.

Wir wollen hier den Einsatz von Sportlern, Politikern und all den anderen Schweizern auf dem medienwirksamen Parkett gar nicht geringschätzen, aber ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und öffentliches Lob für die unbekannten Leute und generell die breite Masse, die etwas leistet und welche wahrscheinlich wirklich die Schweiz ausmachen, dürfte es schon sein. Artikel und Sendungen, die sich mit der Verantwortung des Einzelnen und den Leistungsträgern beschäftigen, zeigen nämlich wenig Resonanz. Darum kommt der Mittelstand und sowieso die breite Masse weder in der Tagesschau noch in den grossen Printmedien vor.

An Fragen und Aufgaben fehlt es nicht. Aber unser Land ist stark und unsere Bevölkerung ist schon immer offen gewesen für jede Art von Problemlösung.

Für uns Schweizer heisst es, 718 Jahre nach Gründung der Eidgenossenschaft und 161 Jahre nach der Errichtung des Bundesstaats Schweiz, wachsam zu bleiben bei aller Offenheit gegenüber Neuem, wachsam zu bleiben gegenüber unerwünschten Einflüssen von aussen, aber auch gegenüber gefährlichen Entwicklungen im Inneren.

Liebe Weiacherinnen, liebe Weiacher

ich möchte es nicht unterlassen, Ihnen nochmals für die Einladung zu danken. Letztenendes sind es Ortschaften wie Weiach, die das Bild, die Identität, den Lebensraum und die Gemeinschaft pflegen und damit die Schweiz prägen.

Die Schweiz wird auch in Zukunft nicht zuerst von staatlichem Handeln abhängen, entscheidend ist das Engagement der Menschen, die hier leben oder leben wollen. Sie müssen bereit sein, Verantwortung zu tragen. Wenn heute nicht mehr Verantwortung übernommen wird, ermöglicht das dem Staat, seine Bürger wie Schachfiguren zu behandeln. Wer nicht mitregiert, der wird regiert. Wer nicht mitverwaltet, der wird verwaltet. Wer nicht mitbestimmt, über den wird bestimmt. Eine gesunde Lebensgemeinschaft, so wie wir sie hier in Weiach vorfinden, lebt davon, dass alle Mitglieder gleichzeitig Gebende und Nehmende sind.

Ich danke Ihnen.
»

Hinweis: Wie üblich wurde diese Rede in Schweizerdeutsch gehalten. In der ursprünglichen Vorlage waren deshalb die Wörter so angeordnet, dass sie bei der Umsetzung in gesprochenen Text in der Grammatik der Mundart leicht ablesbar waren. Diese in der Standardsprache als stilistische Fehler geltenden Helvetismen wurden durch B. Steinemann korrigiert.

Dienstag, 4. August 2009

Süsse Mitbringsel Marke Weyach

Die Caffè-Bar Lounge Chamäleon bringt neue Produkte auf den lokalen Markt: Weycherli und Weycher Chiis.

Im Gegensatz zu den unverdaubaren Kiessorten aus dem Weiacher Hard ist letztere essbar und fällt in die Kategorie der süssen Versuchungen.

Die Etiketten stammen aus der Werkstatt von Hans Rutschmann, unverkennbar am Zeichenstil und dem charakteristischen Schriftbild:

«Weycherli mit dem stilisierten Weiacher Wappen, gibt es in den Sorten Grand Cru und Milchschokolade. Beide sind mit feinster Gianduja und Nougat gefüllt. [...] Preis pro Stk. CHF 5.90»

«Weycher Chiis besteht aus Mandeln, Nougat und Zucker. Erhältlich in den Grössen 70 Gramm zu CHF 6.50 und 200 Gramm zu CHF 8.90.»

Quelle
  • Werbeseiten Vereinigung Gewerbe Weiach. In: Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, August 2008, S. 43

Dienstag, 28. Juli 2009

Weiacher Geschichte(n) - Direktlinks zu allen Artikeln

Seit 2002 waren alle bisher publizierten Weiacher Geschichte(n) auf http://de.geocities.com/weiachergeschichten abrufbar.

Leider hat sich die Firma Yahoo, die den Dienst Geocities besitzt, entschieden, ihn per 26. Oktober 2009 ersatzlos zu liquidieren.

Yahoo schmeisst uns raus!

Schon bisher war man als sogenannter Homesteader auf Geocities knapp geduldet. 15 MB Platz und Download-Limiten für die Besucher von wenigen Megabyte kann man beim besten Willen nicht als benutzerfreundlich bezeichnen.

Dazu passt, dass Yahoo jetzt den hinausgeschmissenen Homesteadern nicht einmal eine Homepage-Umleitung zur Verfügung stellt. Eine programmiertechnisch nicht allzu schwierige Angelegenheit. Aber eben...

Alles auf Scribd und eSnips verfügbar

Ich habe mich daher entschieden, bis Mitte Oktober alle noch nicht auf den Plattformen Scribd und eSnips verfügbaren Inhalte dorthin zu transferieren.

Scribd ist auf Dokumente spezialisiert und verwendet wie eSnips das iPaper-Format um eine Vorschau zu ermöglichen. Wer will kann dann das File als pdf-Datei downloaden.

Nachtrag ... und auf der neuen Website der Weiacher Geschichte(n)

Anfang Dezember 2009 konnten alle wesentlichen Inhalte der alten Geocities-Website auf eine neue Plattform transferiert werden, die vom evangelisch-reformierten Pfarramt Weiach (Pfr. Weber) zur Verfügung gestellt wird.

Entsprechend wird nun auch die Linkliste mit einem zusätzlichen Eintrag Nr. xy (Pfarramt) ergänzt. Diese Downloads haben weder eine Tageslimite noch wird eine Registrierung verlangt. (WG(n) - 15. Februar 2012)

Seit dem 25. Juli 2014 sind alle Inhalte unter dem eigenen Domain-Namen weiachergeschichten.ch abrufbar. Die Links mit dem Vermerk Pfarramt werden auf Nr. xy (Weber) umbenannt. (WG(n) - 14. September 2014)

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Vollständige Liste der Weiacher Geschichte(n)

Updated: 15. November 2009, 15. Februar 2012, 14. September 2014, 31. Juli 2021

Die Links zu sämtlichen Artikeln von 1992 bis 2009 sind unten angegeben:

Nr. 0: 10 Jahre MGW [Mitteilungen für die Gemeinde Weiach] – Nr. 0 (Weber)

Nr. 1: 1499–1799–1999: Weiach in Kriegsjahren – Nr. 1 (Weber)

Nr. 2: Wîach Wijach Wygach Wyach Weyach Weych Weiach. ei oder ey ? – Wie es zur Schreibweise «Weiach» kam – Nr. 2 (Weber)

Nr. 3: Tödlicher Streit im Pfarrhaus. Pfarrer ersticht Ehefrau – Täter flüchtig – Nr. 3 (Weber)

Nr. 4: Der Kirchhof zu Weyach: ein wehrhaftes Ensemble… – Nr. 4 (Weber)

Nr. 5: Weyach im 18. Jahrhundert – alte Lexika erzählen (Teil 1) – Nr. 5 (Weber)

Nr. 6: Weyach im 18. Jahrhundert – alte Lexika erzählen (Teil 2) – Nr. 6 (Weber)

Nr. 7: Stimmungen und Abstimmungen – Nr. 7 (Weber)

Nr. 8: 1000 Einwohner – Weiach durchbricht eine «Schallmauer» – Nr. 8 (Weber)

Nr. 9: Mit Mörsern gegen die Pest. Das «Erlufftungshaus» von 1720/21 (Teil 1) – Nr. 9 (Weber)

Nr. 10: Europäisches Handelshemmnis und lokale Einnahmequelle. Das «Erlufftungshaus» von 1720/21 (Teil 2) – Nr. 10 (Weber)

Nr. 11: Ehefrau davongelaufen – eine Klage vor Distriktgericht (Teil 1) – Nr. 11 (Weber)

Nr. 12: Ehefrau davongelaufen – eine Klage vor Distriktgericht (Teil 2) – Nr. 12 (Weber)

Nr. 13: Volkszählung – Frage des Vertrauens und Grundlage der Zukunft – Nr. 13 (Weber)

Nr. 14: Erdbeben – früher gefürchtet, heute unterschätzt – Nr. 14 (Weber)

Nr. 15: Weyach im 18. Jahrhundert – alte Lexika erzählen (Teil 3). Wie der Obervogt zu Kaiserstuhl die Welt sah… – Nr. 15 (Weber)

Nr. 16: Rastloser Kämpfer für die reformierte Sache. Tobias Egli, Pfarrer zu Weyach, 1558 – Nr. 16 (Weber)

Nr. 17: «Das Welschkorn hat einen Preis von 20 bis 25 Cent pro Buschel». Jakob Griesser schreibt aus dem fernen Amerika, April 1876 – Nr. 17 (Weber)

Nr. 18: Wie an und für sich normale Frauen zu Hexen wurden. Hexenverfolgungen (Teil 1) – Nr. 18 (Weber)

Nr. 19: WWW schon 1857 geplant! Warum Weiach im ersten Anlauf doch nicht zu einem Bahnanschluss kam – Nr. 19 (Weber)

Nr. 20: «Wann die Eröffnung indeß stattfindet, ist Gott bekannt». 125 Jahre Eisenbahnlinie Winterthur–Koblenz – Nr. 20 (Weber)

Nr. 21: New Public Eisenbahn Management. Die Station Weiach–Kaiserstuhl wird 125 Jahre alt – Nr. 21 (Weber)

Nr. 22: Das Geständnis der Elsa Keller, genannt Schlotter Elsi. Hexenverfolgungen (Teil 2) – Nr. 22 (Weber)

Nr. 23: «Nit glaßluter, sonnder gar ful» – ist das eine Hexe? Hexenverfolgungen (Teil 3) – Nr. 23 (Weber)

Nr. 24: Aus der Staatskasse bezahlt... Weyacher in den Rechnungen der «gmeinen Büchse» des Neuamts – Nr. 24 (Weber)

Nr. 25: Bussgelder, Wegzugssteuern und andere Ärgernisse (Teil 1). Wofür einige Weyacher ihr sauer verdientes Geld ausgeben mussten – Nr. 25 (Weber)

Nr. 26: Bussgelder (Teil 2). Teure Flüche, Schlägereien und Wirtshausbesuche. – Nr. 26 (Weber)

Nr. 27: Ein Trunkenbold auf Bewährung. Weisung der Zürcher Regierung an ihren Untervogt in Wyach – Nr. 27 (Weber)

Nr. 28: «Frömbd ußlendisch reisen». Reisläuferei zur Zeit des Ancien Régime (Reislaufen – Teil 1) – Nr. 28 (Weber)

Nr. 29: «Ales half dazu daß ich fremde Dienste nahm». Der lange Weg zum Totalverbot (Reislaufen – Teil 2) – Nr. 29 (Weber)

Nr. 30: «Erstlichen so lasst man die gemeinen brünnen abgan». 125 Jahre Haus– und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 1 – Nr. 30 (Weber)

Nr. 31: Ein Sodbrunnen stösst sauer auf. 125 Jahre Haus- und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 2 – Nr. 31 (Weber)

Nr. 32: «Mangel an genügendem Brunnenwasser verspürt». 125 Jahre Haus- und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 3 – Nr. 32 (Weber)

Nr. 33: «... im Bezirk Dielsdorf die vollkommenste Anlage». 125 Jahre Haus- und Löschwasserversorgung Weiach (1877–2002) Teil 4 – Nr. 33 (Weber)

Nr. 34: Versilberungsganten. Teil 1. Was die Weiacher in der Wirtschaftskrise alles verpfänden mussten – Nr. 34 (Weber)

Nr. 35: Versilberungsganten. Teil 2. Wirtschaftskrise 1877/80: Ganze Haushaltungen unter dem Hammer – Nr. 35 (Weber)

Nr. 36: «Abnorm viele Rechtstriebe». Strenge Aufsicht des Obergerichts über den Gemeindammann – Nr. 36 (Weber)

Nr. 37: Assekuranznummern vs. Polizeinummern. Hausnummern-Konkordanz für das Gemeindegebiet fertiggestellt – Nr. 37 (Weber)

Nr. 38: Wiach seit 1200 kontinuierlich besiedelt. Scherbenfund im Ortsmuseum neu betrachtet – Nr. 38 (Weber)

Nr. 39: «Unsere Kleedreschmaschine ist weitherum die einzige». Wetter und Landwirtschaft in der Jahreschronik 1953 – Nr. 39 (Weber)

Nr. 40: CH-5468 Weyach / AG. Fünfhundertneunundsiebzig Jahre Zürich sind genug. Satirische Streitschrift – Nr. 40 (Weber)

Nr. 41: Amerikanische «Luftgangster»? 9. September 1944: US-Luftwaffe beschiesst Güterzüge bei Rafz und Weiach – Nr. 41 (Weber)

Nr. 42: Über Кайзерштуль nach Вейах? Sowjetisch-Weiach. Unsere Heimat auf russischen Generalstabskarten – Nr. 42 (Weber)

Nr. 43: Der erste Gemeindepräsident. Was die von Napoleon diktierte Mediationsakte in Bewegung brachte – Nr. 43 (Weber)

Nr. 44: «Di hütigi Jugend...!». Von der «Jugendordnung 1960» zur «Just Community»? – Nr. 44 (Weber)

Nr. 45: Getrübte Badefreuden. Warum Weiach seit Jahren kein eigenes Schwimmbad mehr hat – Nr. 45 (Weber)

Nr. 46: Ende 1883: die Käsereigenossenschaft Weiach wird gegründet. «Käserei in getrübter Vehfreude», Teil 1 [Orig. Titel/Utitel vertauscht] – Nr. 46 (Weber)

Nr. 47: Die Käsereigenossenschaft in Turbulenzen, 1904. «Käserei in getrübter Vehfreude», Teil 2 – Nr. 47 (Weber)

Nr. 48: Spätmittelalterliche Blutrache, obrigkeitlich kanalisiert. Wiacher ersticht Wiacher. In Abwesenheit als Mörder zum Tode verurteilt – Nr. 48 (Weber)

Nr. 49: Von Adventsfenstern und Samichläusen. Weihnachtsbräuche im Wandel der Zeiten – Nr. 49 (Weber)

Nr. 50: «Helse» an Neujahr, Fäschte am Bächtelistag. Bräuche zum Jahresanfang gestern und heute – Nr. 50 (Weber)

Nr. 51: Von der Ebene in die geschützte Nische. Frühe Siedlungsentwicklung bis zum 12. Jahrhundert (Siedlungsgeschichte 1) – Nr. 51 (Weber)

Nr. 52: Im Hochmittelalter gab es zwei Wiach. Was die Chälen vom Dorf trennte (Siedlungsgeschichte 2) – Nr. 52 (Weber)

Nr. 53: Die Wüstung Ruiwenhusen. Abgebrochener Siedlungsversuch im Maas (Siedlungsgeschichte 3) – Nr. 53 (Weber)

Nr. 54: Zelgensysteme widerspiegeln Dorfentwicklung. Wie sich die Teilung des Fronhofes auswirkte (Siedlungsgeschichte 4) – Nr. 54 (Weber)

Nr. 55: «Saufgelage!» - Statthalter verklagt Gemeinderatsschreiber. Öffentliche Schlammschlacht anlässlich der Wahlen 1866 – Nr. 55 (Weber)

Nr. 56: «Blinder Lärmen». Wie die Weiacherinnen 1703 gegen die Franzosen kämpfen wollten – Nr. 56 (Weber)

Nr. 57: Ziegel, Kohle, Geschirr, Seide und Wagenräder. Fünf Blicke auf ehemals blühende Handwerkszweige – Nr. 57 (Weber)

Nr. 58: Lotterie-Fieber vor 500 Jahren. Weiacher im Glückshafenrodel des Freischiessens zu Zürich von 1504 – Nr. 58 (Weber)

Nr. 59: Gemeinnützigkeit auf die Fahne geschrieben. 75 Jahre Frauenverein Weiach, 1929-2004 – Nr. 59 (Weber)

Nr. 60: «Übt Aug und Hand für’s Vaterland !». Die ersten Jahre der Schützengesellschaft Weiach, 1904-1913 – Nr. 60 (Weber)

Nr. 61: Die Stürme der Zeit überstanden. 100 Jahre Schützengesellschaft Weiach – die Jahre 1914 bis heute – Nr. 61 (Weber)

Nr. 62: HB-IPS «Weiach». Abgesang auf eine Swissair-Maschine, 1997-2002 – Nr. 62 (Weber)

Nr. 63: Geboren 1728. Wie alt ist das «Lieberthaus»? – Zur Baugeschichte des Ortsmuseums – Nr. 63 (Weber). Titel und Inhalt durch Dendrochronologie falsifiziert. Aktualisierte, weitgehend überarbeitete Version: Die Baumringe legen Zeugnis ab. Wie alt ist das «Lieberthaus»? – Zur Baugeschichte des Ortsmuseums. (Stand: April 2019) 

Nr. 64: Gemeindrath hintertreibt Heirat. Johannes Meier (25) klagt vor dem Bezirksgericht Regensberg – Nr. 64 (Weber)

Nr. 65: Albert Meierhofer-Erinnerungsschiessen. Wie das Weiacher Schützenfest zu seinem Namen kam – Nr. 65 (Weber)

Nr. 66: Maggi - c'est magique? Der Frauenverein Weiach zu Besuch in Kemptthal, 1912 – Nr. 66 (Weber)

Nr. 67: Zwei Pfund mehr für den Hausbau «wenn es uns gefallt». Subventionen des Klosters Oetenbach für einen Weiacher Bauern, 1505 – Nr. 67 (Weber)

Nr. 68: Zeitgeschmack und Holzwurmsorgen. Vor 75 Jahren wurde die erste grosse Weiacher Orgel festlich eingeweiht – Nr. 68 (Weber)

Nr. 69: Ein Spital als Finanzinstitut. Der Kaiserstuhler Liebfrauenspital – eine regionale Darlehensbank, 1545 – Nr. 69 (Weber)

Nr. 70: 750 Jahre Nachbarschaft. Aus der gemeinsamen Geschichte von Kaiserstuhl und Weiach, 1255-2005 – Nr. 70 (Weber)

Nr. 71: «Keine verspielte, teure und nutzlose Selbstdarstellung». Zur Erstaufschaltung der Website der Gemeinde Weiach am 15. September 2005 – Nr. 71 (Weber)

Nr. 72: Albert Erb-Saller (*4.11.1905 †16.12.2001). Erinnerung an einen der letzten Vertreter des Wagner-Handwerks. [GAusg: "Meister"] – Nr. 72 (Weber)

Nr. 73: Strohdachhaus abgebrannt – 12 Obdachlose in 5 Minuten. Einblick in ein amtliches Schadenverzeichnis vom 18. November 1805 – Nr. 73 (Weber)

Nr. 74: «... ein ganz drochner Winter ohne Schnee». Vor genau 300 Jahren, im Winter 1705/06, wurde unsere Kirche gebaut – Nr. 74 (Weber)

Nr. 75: Die virtuelle Chronikstube. Im «WeiachBlog» werden aktuelle Ereignisse und Vergangenes verwoben – Nr. 75 (Weber)

Nr. 76: Die Helvetier-Hypothese. Wie alt sind die Wallanlagen im Ebnet und auf dem Wörndel? (Teil 1) – Nr. 76 (Weber)

Nr. 77: «Unbekannte Zeitstellung». Wie alt sind die Wallanlagen im Ebnet und auf dem Wörndel? (Teil 2) – Nr. 77 (Weber)

Nr. 78: Keineswegs steinreich. Ein Porträt der Gemeinde Weiach in der «Zürcher Woche», 1960 – Nr. 78 (Weber)

Nr. 79: «Wegen Dünkle ab dem gerüst müessen». Während des Kirchenbaus: die totale Sonnenfinsternis vom 12. Mai 1706 – Nr. 79 (Weber)

Nr. 80: «Der Kirchturm wackelt, wenn mit allen Glocken geläutet wird». Zur Baugeschichte der Kirche Weiach, 1706-2006 – Nr. 80 (Weber)

Nr. 81: Schlichte Sachlichkeit mit barocken Farbtupfern. Kunsthistorische Betrachtungen zur Kirche Weiach, 1706-2006 (Teil 1) – Nr. 81 (Weber)

Nr. 82: Klare Absage an schummrige Mystik. Kunsthistorische Betrachtungen zur Kirche Weiach, 1706-2006 (Teil 2) – Nr. 82 (Weber)

Nr. 83: Ganz oben ist Psalm 127 deponiert. Zum Inhalt der vergoldeten Kirchturmkugel – Nr. 83 (Weber)

Nr. 84: Dorfzeichen, Wappen und Logo. Wie unsere Gemeinde zu ihren Erkennungszeichen kam (Teil 1) – Nr. 84 (Weber)

Nr. 85: 75 Jahre offiziell anerkanntes Wappen. Wie unsere Gemeinde zu ihren Erkennungszeichen kam (Teil 2) – Nr. 85 (Weber)

Nr. 86: Die Meierhofer kamen nach den Meiern. Thesen zur Entstehung der Namen altverbürgerter Weiacher Geschlechter – Nr. 86 (Weber)

Nr. 87: Für wen kämpften die Weyacher? Grenzwehr am Rhein in früheren Jahrhunderten – Nr. 87 (Weber)

Nr. 88: «Weiach – mein Heimatdorf». Ein Vortrag von Ruth Bersinger an der Bezirksschule, November 1941 (Teil 1) – Nr. 88 (Weber)

Nr. 89: «Die Trotte im Oberdorf war unser Eigentum». Ein Vortrag von Ruth Bersinger an der Bezirksschule, November 1941 (Teil 2) – Nr. 89 (Weber)

Nr. 90: Kein Beweis für das Jahr 1381. Wurde die frühere Kirche im Oberdorf schon im Mittelalter erbaut? – Nr. 90 (Weber)

Nr. 91: Vom Kampf gegen die Zettelflut zur Gemeindezeitung. 25 Jahre «Mitteilungen für die Gemeinde Weiach» – Nr. 91 (Weber)

Nr. 92: Kellerarrest – wenn sonst nichts fruchtet. Die «Disziplinar-Ordnung für die schulpflichtige Jugend» von 1917 – Nr. 92 (Weber)

Nr. 93: Holz über die Bäche legen ist verboten. Als die Dorfbäche noch regelmässig Sorgen bereiteten – Nr. 93 (Weber)

Nr. 94: «Von den Gespinstpflanzen ist der Hanf stark kultiviert». Aus der Geschichte der Hanf- und Flachs-Produktion im Gebiet von Weiach – Nr. 94 (Weber)

Nr. 95: Fruchtloser Kampf um die Kubikmeterentschädigung. Der erste Kiesausbeutungsvertrag mit der Firma Aymonod, Oktober 1957 – Nr. 95 (Weber)

Nr. 96: «E luschtigi Söili-Jagd». Aus dem Tagebuch der Gz. Füs. Kp. I/269 zu Beginn des 2. Weltkriegs – Nr. 96 (Weber)

Nr. 97: Frankenhalde und Franzosenhau. Was unsere Flurnamen mit der Kriegszeit von 1799 zu tun haben – Nr. 97 (Weber)

Nr. 98: Dreissig Tannen, vierzig Eichen und eine neue Feuerspritze. Warum vor 150 Jahren das Alte Gemeindehaus erbaut wurde – Nr. 98 (Weber)

Nr. 99: «Mit güete ald der marter». Die Weyacher Hexenprozesse von 1539 und 1589 – Nr. 99 (Weber)

Nr. 100: Den Obervogt als «Eyerfresser» beschimpft. Bestrafung eines Weyachers für Beleidigungen, Anno 1754 – Nr. 100 (Weber)

Nr. 101: Gewerbebetriebe sterben leise. Vor 50 Jahren verschwanden Bäcker und Schuhmacher aus dem Dorf – Nr. 101 (Weber)

Nr. 102: Habsburger-König Albrecht ermordet! Welche Rolle die Freiherren von Wart dabei vor 700 Jahren spielten – Nr. 102 (Weber)

Nr. 103: Bannumgang mit Trommeln und Pfeifen. Was die «Offnung zue Wyach» vom Juni 1558 den Weyachern bedeutete – Nr. 103 (Weber)

Nr. 104: Eine Karte der Zehntbezirke um 1600. Wie sich Fürstbischof und Almosenamt vor 400 Jahren die Steuern teilten – Nr. 104 (Weber)

Nr. 105: Hundertundfünfzehn Jahre auf der Datumsinsel. Warum Weiach und Kaiserstuhl einst nicht die gleiche Zeitrechnung hatten – Nr. 105 (Weber)

Nr. 106: Disput um die Finanzierung der Kirchturmrenovation. Was die alte Kirche im Oberdorf einem Grossbrand zu verdanken hat – Nr. 106 (Weber)

Nr. 107: «Anstalten zu Aufbauung eines zweckgemäßen Schuhlhauses». Das Protokoll einer Gemeindeversammlung im Oktober 1833 – Nr. 107 (Weber)

Nr. 108: «Verfluchter Platz». Liess ein römischer Wachtturm ihn bei den Weyachern in Verruf geraten? – Nr. 108 (Weber)

Nr. 109: Fixe Entschädigung statt Liebessteuern. 200 Jahre Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, 1808-2008 – Nr. 109 (Weber)

Nr. 110: Staubplage, Hahnenzins und freilaufende Hühner. Womit sich der Gemeinderat vor acht Jahrzehnten herumschlagen musste – Nr. 110 (Weber)

Nr. 111: Als der nasse Zehnten noch auf den Weinbergen lastete. Seit über 700 Jahren werden in Weiach Reben gepflegt – Nr. 111 (Weber)

Nr. 112: Eine Gült wechselt die Hand. Der Bauernhof der Familie Ringli – vor 600 Jahren eine Kapitalanlage – Nr. 112 (Weber)

Nr. 113: Skepsis gegenüber Südländern und der Motorisierung. Weiach vor 50 Jahren – Notizen aus der Jahreschronik 1959 – Nr. 113 (Weber)

Nr. 114: Aufstand wegen neumodischen weltlichen Schulbüchern. Die Weiacher im «Stadlerhandel» vor 175 Jahren – Nr. 114 (Weber)

Nr. 115: Ein Leben im Dienste des Kindes. Zum 100. Geburtstag der Kinderärztin Marie Meierhofer (1909-1998) – Nr. 115 (Weber)

Nr. 116: «Die Collatur gehört dem kleinen Rath zu Zürich». Weiach in Standardwerken von 1742 bis 1820 – Nr. 116 (Weber)

Nr. 117: Zucht und Ordnung! Vom Wucherstier zur Viehzuchtgenossenschaft Weiach, 1596 bis 1999 – Nr. 117 (Weber)

Nr. 118: Blauer Säuerling oder der Schatz des Hunnenkönigs. Wie man in Weiach vor 150 Jahren die Reben pflegte – Nr. 118 (Weber)

Nr. 119: Wenn die Rote Ruhr zuschlägt. Massensterben wie 1782 rafften in Weiach Dutzende hinweg – Nr. 119 (Weber)

Nr. 120: Mangelernährung in der Kindheit. Was die Gräber auf dem alten Friedhof im Oberdorf erzählen – Nr. 120 (Weber)

Sonntag, 21. Juni 2009

Initiativrecht kaltblütig ausgehöhlt

Im Zürcher Unterländer vom Samstag, 20. Juni 2009 erschien auf der Leserbriefseite (S. 12) ein Beitrag des EVP-Politikers Daniel Elsener aus Weiach. Titel: Kontrolle des Souveräns bei Langzeitpflege ausgehebelt..

Der ZU wollte den Text nur gekürzt abdrucken, da interne Richtlinien die Höchstlänge einer Leserzuschrift auf 2700 Zeichen inkl. Leerschläge begrenzen. WeiachBlog kennt solche Begrenzungen nicht. Wir bringen den vollen Wortlaut.

Hintergrund: am 23. Juni findet in Weiach ab 20 Uhr eine Gemeindeversammlung statt. Thema ist im Traktandum 3 der politischen die Revision der Statuten eines Zweckverbands, die sich klar gegen die demokratische Mitsprache kleiner Gemeinschaften richtet. Lesen Sie selbst - und gehen Sie an die Gemeindeversammlung!

Kontrolle des Souveräns bei Langzeitpflege ausgehebelt !

Die Statutentotalrevision für den Zweckverband (ZV) Langzeitpflege Bezirk Dielsdorf ist noch immer nicht abgeschlossen. Nur die Gemeinde Weiach müsste noch zustimmen.

Ich muss davon ausgehen,- viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben nicht gewusst, dass unter dem schön klingendem Titel Einführung von Initiativ- und Referendumsrecht, die Mitsprache des Souveräns in den Statuten gleich wieder ausgehebelt wird.

1. Anders als im ZV Sozialdienste wo das Verhältnis zu kantonalen Angelegenheiten die benötigten Unterschriften von 500 in 6 Monaten (Initiative) zu 250 in 60 Tagen (Referendum) gewahrt ist, sind ausgerechnet im sensiblen Bereich Gesundheit die nötigen Unterschriften mit 800 zu 800 in 30 Tagen klar überhöht und somit ein Mitspracherecht der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Sachen Zweckverband Langzeitpflege unerwünscht! Dies trotz den gleichen 22 Verbandsgemeinden und gleichermassen erhöhten Finanzkompetenzen.

2. Gänzlich ausgehebelt wird die demokratische Kontrolle des Souveräns im Artikel 18 unter Ausschluss des Referendums die 7 Punkte umfasst. Anders wie an den normal üblichen zwei Gemeindeversammlung im Jahr darf der Stimmbürger nichts aber gar nichts zu Voranschlag und Rechnung sagen oder abstimmen. Nur noch bezahlen der Betriebsdefizite und Investitionen über die Steuerrechnung und den davon galoppierende Krankenkassenprämien ist erlaubt. Wer zahlt befiehlt geht (gilt) hier gar nicht mehr! Das widerspricht doch unseren direkt demokratischen Strukturen und meiner Meinung nach, -auch der neuen Kantonsverfassung.

Wenn die Kontrolle entzogen ist darf man sich nicht wundern, wenn im Gesundheitswesen die Kosten dank kapitalen Interessen der Akteure und Leistungserbringer in den Himmel schiessen. 20 Jahre negative Kosten-Erfahrungen besitzt man heute schon damit ! Und ich bin mir nicht ganz sicher ob man der Bevölkerung einen Gesundheits-Rolls-Royce aufgeschwatzt hat, der bald kaum noch finanzierbar ist. Zudem ist sich die Delegiertenversammlung offenbar nicht ganz klar was sie mit dem Namen Langzeitpflege alles machen will, wie der verwirrliche Titel und Untertitel verrät. Soll's nun ein Gesundheitszentrum sein, oder Gesundheit und Pflege oder doch nur Langzeitpflege? Die Frage sei erlaubt: Ist für die komplexe Art Symbiose des gemischt wirtschaftlich geführten Unternehmens Spital Dielsdorf (Privat=Gewinn und Staatlich=Verlust) der Zweckverband überhaupt noch die richtige und zukunftsgerichtete Organisationsform? Hingegen klarer sieht man es beim Zweckartikel, wo man nebenher auch um den weiteren Ausbau besorgt ist. Ausbau und Wachstumswünsche gehören aber für mich nicht in den Zweckartikel sondern an die Urne!

In meinen Worten, um es klar zu stellen, geht es nicht um die Vertrauensfrage sondern um die Kontrolle (Vertrauen ist gut , Kontrolle ist besser). Wenn der Stimmbürger oberstes Organ im Verband ist, hat er oder sie auch die oberste Kontrollfunktion.

Solche Anträge sollten Anbetracht der explodierenden Gesundheitskosten, -auch für die Gemeinden und den Steuerzahler, in Zukunft nicht mehr so unbedarft unkritisch an Gemeindeversammlungen durch gewunken werden.

Es ist jetzt eine Minute vor 12 und ich gehe davon aus, dass diese wichtige Änderung eine Einstimmigkeit der Verbandsgemeinden braucht um wirksam zu werden.

Ich hoffe andere Weiacher denken gleich. Ich jedenfalls erlaube mir die Statutenrevision an der Gemeindeversammlung zurück zuweisen und fordere eine Überprüfung und Korrektur der erwähnten Punkte.

Daniel Elsener, Weiach


Man fragt sich, wieso alle anderen Gemeinden das einfach so abgenickt haben...

Dienstag, 5. Mai 2009

Eberhard übernimmt Weiacher Kies AG

Das seit Jahrzehnten wichtigste Unternehmen auf Gebiet der Gemeinde Weiach, die Weiacher Kies AG, ist in neuen Händen. Erstmals in ihrer Geschichte gehört sie einem Schweizer Unternehmen. Und nicht irgendeinem Konzern, nein, der neue Besitzer ist ein im Zürcher Unterland wohlbekanntes Familienunternehmen, die Eberhard AG mit Sitz in Kloten.

Damit ist eine Forderung erfüllt, die anfangs der 60er-Jahre im Kantonsrat zu hitzigen Wortmeldungen geführt hatte. Einzelne Ratsmitglieder warfen dem Weiacher Gemeinderat damals offen vor, er würde den «Ausverkauf der Heimat» vorantreiben. Von seiner Gründung 1962 bis 2004 gehörte das Kieswerk nämlich der Franz Haniel & Cie. GmbH, einem Mischkonzern mit 50'000 Mitarbeitern aus dem 600 Kilometer entfernten Duisburg-Ruhrort.

Besseres Verständnis für lokale Umstände

Die Zentrale der französischen Lafarge SA, einem Konzern mit 84'000 Mitarbeitern, der die Weiacher Kies AG im Frühling 2004 übernommen hatte, war zwar geographisch fast genau gleich weit entfernt, passte aber kulturell noch weniger zur KMU aus Weiach. Deshalb ist es ein Glücksfall, dass die neue Zentrale sich nicht nur in der Nähe befindet. In Kloten versteht man nicht nur die lokalspezifischen Gegebenheiten viel besser als in Paris, das Unternehmen hat mit 370 Mitarbeitern auch eine überschaubare Grösse.

Die nicht an der Börse kotierte und damit langfristig denkende Eberhard Holding schliesst mit dem Kauf eine der letzten Lücken in ihrem kleinen Bauimperium: «Sie baut nun Kies ab, ist im Tiefbau, im Rückbau und in der Altlastensanierung tätig, macht biologische Bodensanierungen und verfügt in Lufingen über eine Grube, in der sie eine Deponie bauen will», schreibt Sandra Zrinski im Tages-Anzeiger Unterland.

Gut für Weiach: Alle Stellen bleiben erhalten

In der heutigen Krisenzeit ist es besonders zu begrüssen, dass alle Standorte im bisherigen Rahmen und mit den gleichen Abläufen weiterbetrieben werden. Sämtliche Stellen in Weiach bleiben bestehen. Das ist auch für die Gemeindekasse wichtig, wie Zrinski ausführt:

«Für die Gemeinde Weiach, wo der Sitz der Weiacher Kies AG bisher war, ändert sich vorläufig nichts. Die Steuern werden weiterhin der Gemeinde zufliessen. Sie machen gemäss Gemeindeschreiber Peter Wunderli rund ein Fünftel der Steuereinnahmen des 1000-Seelen-Dorfes aus. Ausserdem erhalten die Gemeinde und Private für das an die Kiesfirma verpachtete Land pro Kubikmeter gewonnenem Kies eine Entschädigung; das Kiesgeld, wie es in der Gemeinde genannt wird. Die Beträge dafür variieren gemäss Peter Wunderli zwischen 10'000 und 80'000 Franken pro Jahr.»

Der Gemeindepräsident freut sich

Der frühere Gemeindepräsident Albert Meierhofer-Nauer hatte in Verhandlungen mit dem Haniel-Konzern erreicht, dass Weiach nicht nur Einsitz im Verwaltungsrat der Weiacher Kies hat, sondern auch über 5 Prozent der Aktien verfügt. Gregor Trachsel, der heutige Gemeindepräsident und Verwaltungsrat findet den Wechsel gut: «Die bisherige Besitzerin Lafarge ist ein grosser internationaler Konzern und der Hauptsitz in Paris sehr weit weg», zitiert ihn Sandra Zrinski.

Quelle

Dienstag, 7. April 2009

Unser Postbüro ist bereits geschlossen

Gewerkschafter schlugen Alarm und Zeitungen im ganzen Land übernahmen die Meldung. Ungeprüft. Auch der Tages-Anzeiger Online recherchierte keine Sekunde weiter und brachte unter der Schlagzeile: «Sieben Poststellen im Kanton sind gefährdet» folgenden Text:

«Die Schliessungswelle bei den Poststellen geht weiter. Die Gewerkschaft Kommunikation hat eine Liste mit 305 Poststellen in der ganzen Schweiz veröffentlicht, die akut gefährdet seien. Sie stützt sich dabei auf eine interne Klassifikation der Post und Erfahrungen aus früheren Abbauwellen. Auf der in der Zeitung «Sonntag» publizierten Liste stehen auch sieben Poststellen im Kanton Zürich: Hüntwangen, Kappel am Albis, Rifferswil, Trüllikon, Waltalingen, Weiach und Zürich-West. Diese Filialen seien zu klein und würden über keinen Anschluss an das Computersystem der Post verfügen, schreibt die Zeitung.

Post-Sprecherin Natalie Salamin wollte zu der Liste keine Stellung nehmen, bestätigte aber, dass bis 2011 in der ganzen Schweiz rund 500 Poststellen überprüft würden. «Das heisst aber nicht, dass alle geschlossen werden.» Und wo die Poststellen verschwänden, würde die Post mit Hausservice oder Agenturen in Läden ihre Dienste weiterhin anbieten. Die Gewerkschaft hat nun die betroffenen Gemeinden angeschrieben und eine Petition gegen das «Poststellensterben» lanciert. (rd)
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Offensichtlich haben diese Gewerkschafter absolut Null Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen - jedenfalls was unsere Gemeinde betrifft.

Von «gefährdet» kann im Fall der Weiacher Post keine Rede mehr sein. Das war sie seit sechs Jahren schon. Im Februar 2009 wurde der Exitus durch die Post-Verwaltung vollzogen. Letzter Öffnungstag im Hause Junker an der Bachstrasse war der Samstag, 7. März. Seit 9. März 2009 befindet sich die auf eine Agentur abgespeckte postale Infrastruktur nicht mehr am ursprünglichen Ort. Sie ist jetzt shop-in-shop in den VOLG-Laden an der Stadlerstrasse integriert.

Eine lange Geschichte geht zu Ende

Ab 1852 hatte die Gemeinde Weiach ihren ersten Posthalter, den Gemeindeschreiber Rudolf Meierhofer, der neben seinem Bauernhof auch noch eine Speisewirtschaft (die «Alte Post») betrieb. Nun kam halt auch noch die Postablage hinzu. Rudolf begründete eine regelrechte Posthalter-Dynastie. Der letzte Inhaber der Poststelle aus dieser Familie hiess Walter Meierhofer. Er zügelte das Büro 1954 von der Alten-Poststrasse 2 in das eigens neu errichtete Post- und Wohngebäude gegenüber der Gastwirtschaft «Zur Linde».

Am 2. Januar 1992 übernahmen Felix und Hanna Junker den Postdienst. Drei Jahre später, am 16. Januar 1995, verlegten sie das Postbüro in einen neu erstellten Anbau an der Glattfelderstrasse 2. Ab Frühjahr 2003 wurde Weiach zur Filiale von Glattfelden degradiert und mit reduzierten Öffnungszeiten weitergeführt. Der Posthalter Felix Junker wechselte nach Hochfelden, seine Frau Hanna führte die Agentur in Weiach weiter. Tempi passati.

Quellen
  • Brandenberger, U.: Weiach – Aus der Geschichte eines Unterländer Dorfes. Dritte, überarbeitete Auflage von Walter Zollingers «Weiach. 1271-1971. Aus der Vergangenheit des Dorfes Weiach». Online-Ausgabe Oktober 2009 - S. 50/51.

Samstag, 28. März 2009

Weiacher Wetter 1959

«Skepsis gegenüber Südländern und der Motorisierung» lautet der Titel des Artikels Weiacher Geschichte(n) Nr. 113. Er beschreibt Weiach vor 50 Jahren und bringt Ausschnitte aus der Jahreschronik 1959 von Walter Zollinger. Sie finden ihn auf eSnips.com oder Scribd.com.

Die Begrenzung der Seitenzahl auf maximal acht Seiten zwingt den Redaktor für die Printausgabe zu Kürzungen am Originaltext. Deshalb finden Sie auf WeiachBlog - wie in WG(n) 113 angekündigt - den vollständigen Wortlaut von Walter Zollingers Wetterchronik 1959:

«Der Januar begann mit Temperaturen über 0° und leichten Regenfällen; der 4.1. brachte dann endlich winterliches Wetter, Schneegestöber, 20 cm tief Neuschnee, - 2°C. Aber leider setzte schon ab 6.1. wieder Regen ein, wodurch auf den Strassen ein arges Gepflotsch entstand. Schade! Am Morgen des 10.1. aber leuchtete alles wieder prächtig winterlich, ca. 15 cm tiefer Schnee war gefallen, der an den folgenden Tagen sogar noch Zustupf erhielt, in der Nach vom 14./15. aber durch einen stürmischen Föhneinbruch wieder weggefegt wurde. Solches wiederholte sich während der zweiten Hälfte des Monats noch etlichemal, indem kalttrockenes Wetter immer wieder von hereinbrechendem Sudelwetter abgelöst wurde. Die Temperaturen des Januar hielten sich meist so zwischen -4° und +5°C; einmal am 17.1. war es am Morgen -10°C und ein andermal, am 21.1., dafür am frühen Abend +8°.

Der Februar brachte in den ersten 5 Tagen gleich etwas Oberwind mit Kältegraden bis zu -5°C und starkem Reif. Nachher folgten ca. 10 Tage mit einer Hochnebeldecke. Ab 16.2. herrschte am Morgen meist Nebel, während die Nachmittage sonnig wurden; Nachmittagstemperaturen +4 bis +8°C.

Der 1. und 2. März schienen bereits "Frühlingsallüren" zu haben: +10° und +13°C an den beiden Nachmittagen und recht sonnig dazu. Dann aber eine Woche lang bedeckt mit zeitweise leichten Regenfällen am spätern Nachmittag. Ueberhaupt brachte der Monat März, auch in den beiden letzten Dritteln seines Daseins, sehr wechselvolles, unbeständiges Wetter; vorm. meist neblig oder stark bewölkt, nachm. hie und da leicht aufhellend bis sonnig, in den Nächten oftmals wieder Regenfall. Höchsttemperaturen am 21. und 24.3. nachm. je 17°.

Der April schenkt uns gleich anfangs eine Woche mit schönen Tagen; wenn auch an den Morgen noch etwas frisch. Dafür sind die Nachmittag warm: 16°, 17°, 19°, 20°. Die Kirschbäume blühen prächtig; hoffentlich gibts keinen allzugefährlichen Kälterückschlag! - Der 7.4. bringt den ersten, "richtigen Aprillentag", stürmisch, trüb, rauh, Regen, dazwischen ein kurzer Sonnenblick und abends 18 1/4 Uhr einen "schaurigen Schauer", beinahe Schnee. Dieses "durchgezogene", wechselvolle Wetter bleibt bis zum 12.4.; jetzt folgen 4 schöne Frühlingstage mit Nachmittagstemperaturen bis zu 20°, vom 16.4. an aber wieder meist bedeckt, hie und da leicht regnerisch und kühl, -2°, -4°, Reif in den Nächten vom 21. bis 24.4. Es hat daher schon allerhand geschadet an den blühenden Steinobstbäumen, wie in den Gärten. Aber es heisst ja nicht umsonst: "Georg und Marks bringen gern Args". Die letzten Tage des Aprils sind teils neblig, teils sogar regnerisch und immer von einem kühlen Wind begleitet. Das ist ungünstiges Wetter für die den Frostnächten entgangenen, späterblühenden Obstsorten, sodass auch für diese keine guten Aussichten mehr bestehen können.

Nun folgt der Wonnemonat Mai; wir werden bald sehen, ob er/s wirklich ist! Am Anfang nämlich verhielt er sich noch recht "frostig": +4°, +7°, 0°, +5°, das waren die Morgen; bis zum Nachmittag stiegen die Temperaturen dann etwas an, so zwischen+8 und 14°. Dazu aber wars trüb bis bedeckt, zweimal etwas Regen. Erst der 5.5. ist bereits ab dem frühen Morgen ein sonniger Tag, nachm. 20° Wärme und so blieben nun auch die folgenden Tage, deren 7; am 9.5. ist's sogar um 26°. Pankraz, Servaz, Bonifaz u. die Sophie mussten jetzt natürlich ihre Macht zeigen; sie taten's aber noch recht gnädig, indem sie sich mit einem Temperatur-Rückfall von nur 6-8° begnügten und etwas Wolken oder Wind schickten. Die Sophie allerdings musste wenigstens in der Nacht vom 14./15. regnen lassen.
Die ersten Fuder Heu fahren heim! Vom 17.-21.5. lauter sonnige Tage, bis 26°C, dann zwei trübere, vom 22.-29. aber richtige Heuertage, wohl hie und da mit einigen Wetterwolken drohend u. damit die Bauern zur Eile treibend. Vor allem die zwei letzten Maitage trieben es in dieser Beziehung gar arg. Es kam am 30.5. schon bald nach Mittag zu einem Gewitterregen, sodass man nur halbbeladene Heuwagen heimrennen sah. Auch wird's merklich kühler; wir haben am Sonntag, den 31. Mai, unsere Wohnstube --- geheizt.»

Die ersten 8 Tage des Monats Juni waren schwül, nachm. immer sonnig, morgens manchmal noch etwas dunstig oder leicht bedeckt. Aber der Heuet schreitet tüchtig dem Ende zu; Temperaturen zweimal bis 29°. Der 5. Juni bringt ein erfrischendes Gewitter, aber z. Glück erst abends um 21.30 Uhr; und nun bleibt es etliche Tage lang etwas "blastig". Ueber den Regen in der Nacht vom 7./8. ist man sehr froh. Es folgt nun allerdings wieder eine etwas ungefreute Woche für diejenigen, die noch zu heuen haben; es ist viel bedeckt u. fällt fast jeden Tag oder in der Nacht etwas Regen. Der 13.6. ist sogar ein gänzlicher Regentag. Ab 15.6. bessert's wieder soweit, dass man den Heuet endlich beendigen kann: Ertrag wegen der Frühjahrsfröste nur mittelmässig, Qualität dagegen gut. - Der Rest des Monats bleibt wechselvoll inbezug auf die Witterung, oft düppig, dann gewittrige Schauer, meist Regennächte. Auch in der zweiten Junihälfte Höchsttemperaturen an den Nachmittagen des 17.6. / 20.6. und 28.6 immer 28°C.

Juli: Zu anfang eine halbe Woche richtiges Sommerwetter (abends 20 Uhr manchmal noch 22°). Der 6.7. von mehrmaligen, gewittrigen Schauern durchsetzt, sogar schon am Vormittag. Dann gibt's wieder einige sehr warme Tage, am 10.7. z.B. nachm. bis 35° und abends 21 Uhr noch 26°C. So bleibt es nun fast den ganzen Monat; immer schwül und hie und da eben, wie sich's für den Juli gehört, einige Schauer. Die unangenehmsten Tage sind der 15. und 16.7. mit fast ununterbrochenem Regen. Dafür werden die nachfolgenden bis und mit dem 27. wieder recht sommerlich. Am 27.7. heisst's in meinem Notizheft: "Die Bindemäher rattern den ganzen Tag über". Die 4 letzten Tage des Monats sind dann wieder wechselvoll zwischen "sonnig" und "gewittrige Regen", oft begleitet von etlichem Donnerrollen.
Seit die meisten Bauern nur noch "maschinell ernten", weiss man kaum mehr, wo der Heuet aufhört und wo der Emdet beginnt. Es wird einfach immer irgendwo gemäht und gedörrt, sobald wieder etwas Gras nachgewachsen ist und bis die Getreideernte beginnt, allwo dann eine zeitlang zum Futterdörren die Zeit fehlt.

August: Er zeichnet sich durch ziemlich zahlreiche neblige Morgen aus, auch öfters bedeckte Nachmittage, allerdings ohne Niederschläge. Sonnige Nachmittage notierte ich 14, gewittrige Schauer 5, Regen nur 4mal, fast ausnahmslos über Nacht, Höchsttemperaturen um 29/30° nur 3mal, also ein gar nicht sonderlich guter Erntemonat.- Ein besonderer Tag war der 10. Aug. Frühnachmittags türmen sich von Westen her tiefgraue Wolken auf; ein stürmischer Wind erhebt sich, der oberhalb der Mühle eine Birke knickt und in der Brunngasse drüben sogar einen Nussbaum fällt. Ein heftiger Regenguss folgt, der sich dann aber bald in einen leise fallenden Regen auflöst. In den Zeitungen ist anderntags zu lesen, dass ein orkanartiger Sturm zwischen 15 u. 16 Uhr über das Mittelland, vom Genfer- bis zum Zürichsee, wegfegte, der grossen Schaden angerichtet & sogar 6 oder 7 Todesopfer gefordert habe. Uns hats wohl nur noch einen Ausläufer desselben gepreicht.

Der September beginnt mit zwei "windigen" Wochen; er trocknet den Boden ziemlich stark aus, sodass man um einen milden Regen froh wäre. Aber immer wieder heisst es: "hell, sonnig, luftig". Für die Kartoffelernte allerdings ist dieses Wetter recht günstig. Es fördert auch den Laubfall frühzeitiger, sodass eine Notiz am 15.9. meint: "Es herbstelet gewaltig". Man beginnt sogar schon mit dem Traubenleset, wenigstens die "Direktträger".- Endlich, in der Nacht vom 16./17.9. leichter Regen und tagsüber am 17. nochmals einige Regenschauer. "Das tut gut"! Dann ist's wieder schön bis zum 26.9., da beginnt's abends 19.30 Uhr endlich wieder zu regnen und setzt sich in der folgenden Nacht nochmals fort. Am 30. Sept. meldet mein Tagheft: "Posthalters wümmen die Riesling, wohl seit Jahren noch nie so frühzeitig". Nebel brachte der September nur an 7 Morgen, dafür war's hie und da ordentlich kühl, +3 bis +6° nur.

Gleich am ersten Tag des Oktobers notierte ich: "Man muss bald heizen, wenn die Morgen so weiterfahren". Die Temperaturen sanken zeitweilig bis auf 2 oder 3° hinab. Zum Glück war auch immer Nebel und Hochnebel dabei. Nebel verzeichnete der Oktober überhaupt an 13 Morgen, eine Hochnebeldecke an 7 Tagen, nächtliche Regen 4mal, tagsüber sogar 6mal, wenn auch nur kurz. An 11 Nachmittagen war's prächtig sonnig mit Höchsttemperaturen zwischen 14 und 18°. An zwei Morgen, dem 24.10. und 25.10. fiel das Thermometer wieder bis auf 0° und vom 28. bis zum Monatsende hatten wir nochmals 4 trübe, regnerische Tage.

November: Er lässt sich ordentlich kühl an, sodass wir unsere "Majen" (ca. 80 Stöcke) am 3.11. von den Lauben in den Keller tragen; richtig fällt dann am 5.11. etwas Schnee und die Morgentemperaturen stehn immer gefährlich nahe am Gefrierpunkt. Der November bringt auch viel bedeckten Himmel u. Hochnebel. Um die Mitte herum mehrmals Regen an Abenden und in den Nächten, unfreundliches, frostigfeuchtes Wetter, nachher öftere Morgennebel; am 20. sogar den ganzen Tag und zwar lag er recht tief, während auf dem "Stein" die Sonne schien. Der letzte Tag des Monats war endlich wieder einmal recht sonnig.

Ebenfalls der letzte Monat, der Dezember, fing mit Hochnebel an und brachte an den beiden Abenden des 7. u. 8.12. Regen. Der 9.12. aber wurde dann vom Vormittag an sonnig und hellte gegen abend verdächtig auf, sodass Frost zu erwarten war, was allerdings in dieser Jahreszeit ja nichts zu sagen hätte. Wirklich wars in den nächsten 6 Tagen immer um -1° herum, ab 16.12. sogar bis -5°. Die Wälder, Wiesen und Obstbäume schimmerten allmorgendlich im prächtigsten Rauhreif, da frühmorgens gern etwas Nebel lag. Der 23.12. brachte schon nachts und dann den ganzen Tag über viel Regen, der 26. sogar "Hudel- und Sudelwetter", das sich mit wenigen Unterbrüchen bis zum Sylvestertag hielt. Am 31.12. nachmittags besserte es leicht zu einigen jeweils nur kurzen "Sonnenbesüchlein".
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Erstmals publiziert in: Mitteilungen für die Gemeinde Weiach, April 2009 – S. 11-18.

[Veröffentlicht am 15. April 2009]