«Vollgelaufene Keller, ersoffene Setzlinge in Gärtnereien, geflutete Felder, Wiesen und Strassen: Der Regen und die milden Temperaturen raffen den Schnee dahin und sorgen für Probleme im Unterland», schrieb Steffen Riedel im «Zürcher Unterländer».
«Die Nachtruhe vieler Feuerwehrleute in der Region endete gestern schon gegen 4 Uhr früh. Hausbesitzer zahlreicher Gemeinden im Unterland schlugen Alarm. Der Regen und das Schmelzwasser hatten ihre Keller geflutet. Fast während des ganzen Tages pumpten die verschiedenen Feuerwehren in Weiach, Glattfelden, Steinmaur, Schöfflisdorf und in Neerach das Wasser wieder aus den Häusern.»
Etwas weiter unten erwähnt Riedel auch die blockierten Strassen: «Für Behinderungen sorgte das ungebetene Nass auf den Strassen im Unterland. Besonders in Senken oder Talmulden liefen die Wassermassen zusammen und überfluteten die Verkehrswege. So geschehen auf der Hauptstrasse zwischen Weiach und Glattfelden, auf jener durchs Neeracherried zwischen Höri und Dielsdorf und auf der Wehntalerstrasse bei Adlikon.»
Über die Überschwemmung der Hauptstrasse Basel-Winterthur auf Weiacher Gemeindegebiet, Höhe Winkelwiesen, berichtete sogar der Blick. Sie ist wohl darauf zurückzuführen, dass an den nordexponierten Hängen von Ebnet und Wörndel (Leuenchopf) vielerorts der Boden noch gefroren war. Statt zu versickern lief das Wasser dort zusammen, wo es bis zur Bachkorrektur natürlicherweise durchgeflossen war. Nämlich durch die Winkelwiesen gleich nordöstlich des Dorfeingangs.
«Am späteren Nachmittag beruhigte sich die Situation wieder. Die Gefahr von Überflutungen bleibt aber akut. Das regnerische Tauwetter soll noch einige Tage anhalten», schliesst Riedels Beitrag.
Die Bilder zum Text finden Sie im Originalartikel auf der Website des «Zürcher Unterländers».
Quellen
- Rekordschnee. Nach dem grossen Schnee das Wasser. In: Blick, 10. März 2006
- Riedel, St.: Land unter im Unterland. Der grosse Regen und das Tauwetter verflüssigen den Schnee. In: Zürcher Unterländer, 10. März 2006 - S. 3.
